Handy-TV über DVB-H steht endgültig vor dem Aus

TV-Zubehör Im vergangenen Jahr hat die EU-Kommission entschieden, mit DVB-H einen europaweiten Standard für Handy-TV durchzusetzen. In Deutschland ist dabei das Handy-TV-Konsortium Mobile 3.0 für die Umsetzung zuständig. Wie das Handelsblatt nun berichtet, steht das Handy-Fernsehen über DVB-H nun jedoch vor dem Aus - nachdem es erst im Juni seinen Betrieb aufgenommen hat. Wie unsere Kollegen erfahren haben, will Mobile 3.0 seinen Betrieb bereits in Kürze einstellen.

Als Grund für das Scheitern wird die Verweigerungshaltung der Telefonkonzerne und Netzbetreiber angegeben. Diese hätten sich in der Vergangenheit gesträubt, entsprechende Mobiltelefone mit integriertem DVB-H-Empfang zu verkaufen. Zumindest bei Vodafone sieht man die Schuld jedoch an anderer Stelle.

"Mobile 3.0 hat auf Arbeitsebene zuletzt im Oktober 2007 mit uns gesprochen", erklärte Vodafone-Sprecher Jens Kürten. Seit diesem Zeitpunkt hätte sich das Handy-TV-Konsortium nicht mehr gemeldet. "Wir wären für Gespräche und Tests offen gewesen", fügte Kürten hinzu.

Der geringe Erfolg des Angebots zeigt sich auch darin, dass Handy-TV über DVB-H nur in Hamburg, München, Frankfurt und Hannover empfangbar ist. Wie wir bereits im April berichteten, entwickelte sich das kostenlose DVB-T zuletzt zu einer Alternative für das kostenpflichtige Handy-Fernsehen über DVB-H.
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