Gates: Open-Source-Lizenz verhindert Innovationen

Microsoft Microsoft-Gründer Bill Gates hält nicht viel von der GNU General Public License (GPL), unter der diverse Open-Source-Software veröffentlicht wird. Dies wurde kürzlich erneut mehr als deutlich, als er sich während einer Veranstaltung zur Nutzung von Technologie in der Medizin äußerte. Er und sein Unternehmen könnten sich nicht mit der GPL anfreunden, weil diese ein Umfeld schaffe, in dem "niemand jemals Software verbessern könnte". Da Open-Source Software frei verfügbar sei, würde niemand daran verdienen, was wiederum einen Mangel an Motivation für Neuentwicklungen nach sich ziehen soll, so Gates.

Er verglich die Situation mit der medizinischen Forschung. Immer wenn eine Firma ein neues Arzneimittel entwickelt hat, werde sofort eine kostenlose Abgabe gefordert, um eventuell Erkrankten schnell zu helfen. Bestimmte Forschungsgebiete würden deshalb gar nicht erst angegangen, weil es für die Unternehmen keine Anreize gebe, sich zu engagieren.

Wer Medikamente erfinde, müsse dafür Geld verlangen können, erklärte Gates. Gleiches gilt seiner Meinung nach auch für Software. Nach Bekanntwerden seiner Äußerungen stößt Gates' Auffassung besonders unter den Befürwortern freier Software auf Unverständnis - gerade die offene Zugänglichkeit sorge doch dafür, dass Innovationen geschaffen und schnell umgesetzt werden können.
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