Russland: Linux soll Windows in Schulen verdrängen
Putin übte harsche Kritik an Microsofts Lizenz- und vor allem Preispolitik. Unter anderem gab es Anschuldigungen, wonach Microsoft der Auslöser des Verfahrens gegen den Lehrer war, die sich jedoch als unwahr herausstellen. In der Folge beschloss die Regierung der Region Perm, wo auch die betroffene Schule ist, künftig auf freie Alternativen zu Microsoft-Software zu setzen.
Nun will die russische Regierung diesen Schritt aufgreifen und in allen Schulen des Landes nach und nach freie Software wie Linux und OpenOffice einführen. Nach Angaben des russischen Nachrichtenportals CNews gab der zuständige Minister dies in der vergangenen Woche bekannt.
Sein ehrgeiziger Plan sieht vor, dass bis zum Jahr 2009 auf allen Schulcomputern Russlands ein Linux-Derivat zum Einsatz kommen soll. Ziel ist es, die Abhängigkeit von Software-Produkten ausländischer Hersteller zu reduzieren - allen voran Microsoft. Im kommenden Jahr will man zunächst eine Erprobungsphase durchführen.
In deren Rahmen soll ein in Russland entwickeltes Linux in drei Regionen getestet werden, darunter auch Perm. Das freie Betriebssystem soll von einem Software-Paket ergänzt werden, das ebenfalls aus Open-Source-Produkten besteht. Es gibt bereits einen Zusammenschluss von russischen Entwicklern freier Software, der sich an dem Großprojekt beteiligen will.
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