Schnellere Infrarot-Ports für lange Strecken in Arbeit
Bisher ist IrDA nur die Kommunikation zwischen Geräten über sehr kurze Distanzen von maximal einem Meter geeignet. In der jüngeren Vergangenheit sank die maximale Entfernung sogar noch, weil die Hersteller zunehmend auf Low-Power-Lösungen setzen.
Das neue Konzept erreicht wie IrDA 1.1 ebenfalls eine höchstmögliche Datenrate von 16 Megabit in der Sekunde. Der große Unterschied liegt jedoch darin, dass die Entfernung zwischen Sender und Empfänger nun ganze 20 Meter betragen kann.
Um die effektive Datenrate und den Abstand zwischen den Geräten zu erhöhen, verwenden die Forscher vereinfachte Protokolle und einige andere technische Neuerungen. Als Anwendungsbeispiel präsentierten sie nach Angaben von Tech-On einen selbst modifizierten MP3-Player. Das System basiert auf Komponenten, die schon länger erhältlich sind, nutzt aber ein vollkommen neues Protokoll.
Ein mögliches Einsatzgebiet ist nach Aussage der Entwickler die Auslieferung von Medieninhalten für mobile Endgeräte. So sollen Daten für 20 bis 30 Minuten Musikgenuss innerhalb von einer Sekunde übertragen werden können. Noch im Oktober will man die Datenrate von 16 auf 32 Megabit verdoppeln. Auf lange Sicht strebt man Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 1 Gigabit pro Sekunde an.
Den Namen für ihr Produkt haben die Japaner ebenfalls bereits gefunden: Instant Infrared Communication. Denn schließlich wäre auch die Übertragung ganzer Filme bei Geschwindigkeiten von 1 Gigabit pro Sekunde nur eine Sache von Sekunden.
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