Indische PC-Händler treten in Streik gegen Microsoft
Bei den Computerhändlern vor Ort stößt Microsofts Vorgehen auf wenig Gegenliebe. Nachdem sie vor einigen Wochen bereits damit gedroht hatten, ihren Kunden künftig das freie Betriebssystem Linux ans Herz zu legen, haben die Unternehmer in der vergangenen Woche nun sogar einen Streik ausgerufen.
Der örtliche Verband der IT-Branche hofft, dass sich auch Händler in anderen Staaten beteiligen. Ziel ist es, Microsoft zu einer Rücknahme seiner Anschuldigungen zu bewegen. Die Händler fühlen sich zu Unrecht beschuldigt, weil sie angeblich keine illegale Software verkaufen. Man gestand jedoch ein, dass manchmal doch unlizenzierte Programme installiert werden, wenn die Kunden dies wünschen.
Die Unternehmen fühlen sich von Microsofts Beschwerden belästigt und fordern eine Kooperation. Sollte diese nicht zustande kommen, will man statt Windows nur noch Linux vorinstallieren. Man könne schließlich nichts dagegen tun, wenn die Kunden ausdrücklich die Installation illegaler Software wünschen, so ihre etwas zweifelhafte Argumentation.
Um der Verbreitung illegaler Software entgegen zu wirken, solle Microsoft lieber die Preise seiner Produkte senken und besseren Support bieten, statt gegen die Händler vorzugehen, hieß es weiter. Microsoft ließ bisher nur verlauten, dass man mit dem Handel zusammenarbeiten wolle, um die Probleme zu lösen.
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