GEMA kritisiert Entlohnung der Musikautoren im Web
"Die Ertragssteigerung in Höhe von 2,60% steht allerdings nach wie vor in einem deutlichen Missverhältnis zum rasanten Anstieg der Musiknutzungen in vielen Bereichen, insbesondere im Online-Geschäft", heißt es in einer Mitteilung. "Mit gesteigerter Sorge sehen wir aber, dass die Schere zwischen omnipräsentem Musikkonsum und geringer Einkommensentwicklung für die Musikautoren auch im vergangenen Jahr weiter auseinander gegangen ist", sagte Dr. Harald Heker, Vorstandsvorsitzender der GEMA.
Am prosperierenden Geschäft der Musikdistribution im Internet nehmen die Musikautoren bislang nicht in angemessener Weise teil. Die Ertragszahlen der GEMA sprechen hier eine deutliche Sprache. Im Bereich Musikdownloads und Ruftonmelodien verringerten sich die Erträge der GEMA von 5,5 Mio. Euro (2005) auf 3,5 Mio. (2006).
Aufgrund von Schiedsverfahren sind in diesem Bereich 6,3 Mio. Euro für Ruftonmelodien und 2,5 Mio. Euro für Music-on-Demand auf Sperrkonten hinterlegt. Die GEMA fordert Share-hoster, Usenet-Access-Provider und Internetradio-Mitschnittdienste dazu auf, sich nicht der urheberrechtlichen Verantwortung für ihre Angebote zu entziehen und entsprechende Lizenzverträge für die Nutzung des GEMA-Repertoires abzuschließen.
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