Microsoft für Verspätung der GPLv3 verantwortlich?
Dieses Abkommen ist die Ursache für die Sorgen anderer freier Entwickler, dass Microsoft nun beginnen könnte, Patentansprüche gegen andere Anbieter von quelloffener Software zu erheben. Als Reaktion auf die Zusammenarbeit der Redmonder mit Novell ist außerdem eine Abänderung der General Public License im Gespräch, mit der man die Möglichkeiten des Unternehmens einschränken will, was den Vertrieb von Linux angeht.
Die Diskussion wirkt sich auch auf Arbeit an der General Public License 3 aus, die eigentlich schon vor fast zwei Wochen fertiggestellt werden sollte. Die GPL legt fest, welche Regeln für die Entwicklung von Open-Source-Produkten gelten. Wie die Free Software Foundation, die die Aufsicht über die Erarbeitung der neuen GPL hat, nun verlauten ließ, müsse man die Verabschiedung der Regelungen deshalb vorerst verschieben.
Man müsse noch einige Entscheidungen treffen, hieß es von der FSF. Trotz der Probleme soll in kürze die fertige Ausgabe der GPLv3 vorliegen, so dass diese im März in Kraft treten kann. Die FSF will sich vorerst nicht zu möglichen "Strafmaßnahmen" gegen Novell äußern, die von zahlreichen freien Entwicklern gefordert werden, weil das Unternehmen mit Microsoft zusammenarbeitet.
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