Japan: Entwickler von Filesharing-Software verurteilt
Isamu Kaneko wurde vorgeworfen, durch die Entwicklung seiner Software zu Urheberrechtsverletzungen beigetragen zu haben. Das Verfahren soll vor allem eine Signalwirkung haben und andere Programmierer davon abhalten, Filesharing-Software zu erstellen. Der Programmierer ist eigentlich Forscher an der Universität von Tokio.
Kaneko muss nun eine Strafe in Höhe von knapp 10000 Euro zahlen. Die Entscheidung des Gerichts in Kyoto gilt als äusserst umstritten. Die Unterstützer des Verurteilten werfen den Behörden vor, erst dann aktiv geworden zu sein, als bekannt wurde, dass die von Kaneko entwickelte auf WinMX basierende Software auf zahlreichen Computern der Polizei genutzt wurde.
Unabhängige Software-Entwickler fürchten nun, dass das Urteil ihre Möglichkeiten stark einschränkt. Es sei nun einfach nicht mehr möglich, neue Technologien zu entwickeln, hieß es.
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