Greenpeace bei Apples Mac-Messe nicht erwünscht

Software Die Umweltschutzaktion Greenpeace versucht seit einiger Zeit darauf aufmerksam zu machen, dass bei Apples Produkten nicht alles ganz im Sinne der Natur ist. Vor allem die hohen Schadstoffwerte in den Materialien hält man für bedenklich und fordert von dem Unternehmen, seinem Ruf auch in Sachen Naturschutz zu entsprechen. Um ihrem Anliegen eine Plattform zu schaffen, haben die Umweltaktivisten unter anderem auch einen Stand auf Apples Produktmesse Mac Expo gemietet. Sie wollten dort über die Missstände in Apples Umweltpolitik aufmerksam machen, die ihrer Meinung nach nicht mit dem Anspruch als Anbieter innovativer Produkte in Einklang zu bringen sind.

Wie Greenpeace gestern mitteilte, musste man den Stand nun schließen, nachdem der Messebetreiber Beschwerden erhalten hatte, deren Quellen er nicht nennen wollte. Eine Sprecherin der organisation bezeichnete diese Maßnahmen als vollkommen überzogen. Apple solle mehr für den Einsatz umweltschonender Materialien in der Elektronikindustrie tun, statt den Kopf in den Sand zu stecken und nicht auf die Vorwürfe einzugehen, sagte sie weiter.

Apple wurde in einer Studie von Greenpeace, für die 14 große Computer-Hersteller untersucht wurden, nur auf dem 11 Platz geführt. Dabei machte das Unternehmen angeblich in fast allen Kriterien keine gute Figur. Unter anderem verweigere man Anstrengungen, giftige entzündungshemmende Stoffe nicht mehr für die Herstellung der eigenen Produkte zu verwenden.

Greenpeace fodert nun erneut, dass Apple möglichst noch 2007 eine Produktpalette anbieten soll, die frei von giftigen Chemikalien ist. Viele andere Computer-Hersteller haben mittlerweile ihre Schadstoffbilanz stark korrigiert. Einer der Gründe dafür sind die seit Juli in der EU gültigen strengeren Richtlinien.
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