Vista: EU prüft auch Handschrifterkennung & BitLocker

Windows Vista Auf Drängen zahlreicher namhafter Unternehmen aus der IT-Branche hatte die Kommission der Europäischen Union vor kurzem eine Untersuchung von Windows Vista gestartet, bei der ermittelt werden soll, ob Microsoft mit seinem neuen Produkt gegen das Wettbewerbsrecht verstösst. Laut eines Berichts der Wirtschaftszeitung Financial Times hat die EU ihre Untersuchung nun ausgedehnt. Konzentrierte man sich bisher vor allem auf die Sicherheitsfunktionen des neuen Betriebssystems, so sollen nun auch weitere Teile der Software untersucht werden.

Auch die eingebaute Datenträgerverschlüsselung "BitLocker" und die Handschrifterkennung sollen nun geprüft werden. Offenbar fürchten Konkurrenzunternehmen auch in diesem Fall Verluste, wenn diese Technologien bereits ab Werk mit Windows Vista ausgeliefert werden.

Microsoft und die EU verhandeln bereits seit geraumer Zeit über die Funktionen von Windows Vista. Zahlreiche Firmen, zum Beispiel Adobe oder auch Symantec, hatten bei der Europäischen Union Bedenken geäussert und Untersuchungen gefordert. Die Redmonder geben ihrerseits an, dass man bereit sei einen "konstruktiven Dialog" mit der EU zu führen.

Dennoch gab es in der jüngeren Vergangenheit mehrfach unschöne Äusserungen auf beiden Seiten. Erst in der letzten Woche warf EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes dem Software-Konzern vor, eine "konzertierte Kampagne" gegen sie gestartet zu haben, um sie in Miskredit zu bringen. In der letzten Woche hatte mit Sophos ein weiteres Schwergewicht der IT-Sicherheitsbranche Symantec widersprochen und Microsoft für das Konzept des Kernelschutzes gelobt.
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