Motorola zeigt auf Nano-Röhren basierendes Display
Nach Angaben eines führenden Mitarbeiters will Motorola die Displays nicht selbst herstellen, sondern stellt die Technologie für andere Firmen zur Lizenzierung bereit.
Nano-Röhren, hohle Säulen aus Kohlenstoffatomen sind eine relativ neue Entwicklung, die derzeit langsam Einzug in die Computertechnik findet. Sie finden mit dem neuen Display erstmals Anwendung in einer Technologie , die von Motorola und Anderen bereits seit Jahren erforscht wird: "Field Emission Displays" (Wikipedia-Eintrag).
Der jetzt von Motorola vorgestellte Prototyp hat eine Bildschirmdiagonale von 4,7 Zoll und hat eine Auflösung von 128x96 Pixeln. Er soll ein Teil eines 42 Zoll HDTV-Bildschirms werden, der dann mit einer Auflösung von 1280x720 Pixel betrieben wird.
Wenn die Hersteller von Bildschirmen die neue Technik schnell übernehmen, könnte das Ganze innerhalb von zwei Jahren Marktreife erreichen. Motorola sieht klare Vorteile gegenüber herkömmlichen LCD- oder Plasma-Geräten, aber auch Chancen gegenüber den immer noch überlegenen Röhrenmonitoren.
Zu den Vorteilen von NEDs gehört nach Angaben von Motorola, dass sie hell genug sind um im Tageslicht abgelesen zu werden und ähnlich kurze Reaktionszeiten aufweisen wie CRT-Bildschirme. Weiterhin soll die Farbbrillianz der von CRTs kaum nachstehen und die Produktion wesentlich günstiger sein, als die von aktuellen Displays, weil weniger Produktionsschritte notwendig seien.
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