Nintendo verliert wichtigen Zulieferer für physische Switch-Spiele
Nintendo verliert einen seiner wichtigsten Zulieferer für physische Switch-Spiele. Ein großer Chiphersteller stellt die Produktion von ROM-Speichern schrittweise ein, um sich lukrativeren Speichermärkten wie NAND-Flash zu widmen.
Während der Anteil der ROM-Chips am Gesamtumsatz von Macronix im dritten Quartal auf fünf Prozent fiel - verglichen mit 26 Prozent im Vorjahr -, wächst das Geschäft mit Speichern für Rechenzentren. Das Unternehmen profitiert von der Nachfrage nach Speicherchips für Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz. Demnach verzeichnete Macronix im abgelaufenen Quartal einen Rekordgewinn von 337,8 Millionen Dollar (etwa 292 Millionen Euro), was einem Anstieg von 42 Prozent entspricht.
Die Bruttomarge stieg auf 70,5 Prozent. Die frei werdenden Produktionskapazitäten will das Unternehmen künftig für stark gefragte NOR- und NAND-Flash-Speicher nutzen. Das NOR-Flash-Geschäft soll sich dabei auf hochwertige Segmente wie Raumfahrtkommunikation, Automobilindustrie sowie Industrie- und Medizingeräte konzentrieren. Macronix rechnet damit, dass die Preissteigerungen bei den Chips im laufenden Quartal anhalten werden.
Ein Nintendo-Manager bekräftigte zwar erst im Oktober, dass das Unternehmen keine Pläne habe, den physischen Markt aufzugeben, doch der digitale Anteil wächst. Zwischen April und Juni dieses Jahres machten Downloads bereits 61,5 Prozent der Software-Verkäufe bei Nintendo aus. Auf der PlayStation liegen die digitalen Verkäufe bei 85 Prozent, auf der Xbox bei 96 Prozent.
Kauft ihr eure Spiele für die Nintendo Switch lieber klassisch auf Modul oder greift ihr primär zu digitalen Downloads? Teilt eure Vorlieben mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Macronix zieht sich schrittweise aus der Fertigung von ROM-Speichern zurück
- Der Umsatzanteil der ROM-Chips fiel im dritten Quartal auf nur fünf Prozent
- Eine starke Nachfrage nach KI-Speichern bescherte Macronix einen Rekordgewinn
- Freie Kapazitäten werden für lukrative NOR- und NAND-Flash-Chips genutzt
- Physische Spielmodule für die Nintendo Switch sind vorerst nicht gefährdet
- Kommende Spielkarten für die Switch 2 basieren bereits auf NAND-Flash-Chips
Fokus auf lukrativere Speichermärkte
Der taiwanische Halbleiterhersteller Macronix zieht sich schrittweise aus der Produktion von ROM-Speicherchips zurück. Das berichtet die TaipeiTimes unter Berufung auf Aussagen von Macronix-CEO Miin Wu während der Bekanntgabe der Quartalszahlen am Dienstag. Die Datenträger der originalen Nintendo Switch setzen auf die ROM-Technologie. Dabei ist Macronix zwar der größte ROM-Chip-Zulieferer des japanischen Konsolenherstellers, aber nicht der einzige.Während der Anteil der ROM-Chips am Gesamtumsatz von Macronix im dritten Quartal auf fünf Prozent fiel - verglichen mit 26 Prozent im Vorjahr -, wächst das Geschäft mit Speichern für Rechenzentren. Das Unternehmen profitiert von der Nachfrage nach Speicherchips für Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz. Demnach verzeichnete Macronix im abgelaufenen Quartal einen Rekordgewinn von 337,8 Millionen Dollar (etwa 292 Millionen Euro), was einem Anstieg von 42 Prozent entspricht.
Die Bruttomarge stieg auf 70,5 Prozent. Die frei werdenden Produktionskapazitäten will das Unternehmen künftig für stark gefragte NOR- und NAND-Flash-Speicher nutzen. Das NOR-Flash-Geschäft soll sich dabei auf hochwertige Segmente wie Raumfahrtkommunikation, Automobilindustrie sowie Industrie- und Medizingeräte konzentrieren. Macronix rechnet damit, dass die Preissteigerungen bei den Chips im laufenden Quartal anhalten werden.
Weitere Zulieferer für Module
Für Besitzer der aktuellen Nintendo Switch bedeutet der Ausstieg des Lieferanten nicht das Ende physischer Spielmodule. Der Konsolenhersteller arbeitet mit weiteren Produzenten zusammen, sodass physische Module nach Einschätzung des Analysten David Gibson wohl noch einige Zeit weiter erscheinen dürften. Für den Nachfolger soll der Schritt zudem keine direkten Folgen haben, da die Spielkarten der Nintendo Switch 2 auf NAND-Flash-Speicher setzen. Auch in diesem Bereich baut Macronix sein Geschäft derzeit aus.Ein Nintendo-Manager bekräftigte zwar erst im Oktober, dass das Unternehmen keine Pläne habe, den physischen Markt aufzugeben, doch der digitale Anteil wächst. Zwischen April und Juni dieses Jahres machten Downloads bereits 61,5 Prozent der Software-Verkäufe bei Nintendo aus. Auf der PlayStation liegen die digitalen Verkäufe bei 85 Prozent, auf der Xbox bei 96 Prozent.
Kauft ihr eure Spiele für die Nintendo Switch lieber klassisch auf Modul oder greift ihr primär zu digitalen Downloads? Teilt eure Vorlieben mit uns in den Kommentaren!
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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