Das ging schnell: Brandneues Zelda läuft per Emulator schon jetzt auf PC

Das Remake von The Legend of Zelda: Ocarina of Time für die Nintendo Switch 2 feiert gerade erst seinen offiziellen Release. Doch Moddern ist es schon an Tag eins gelungen, das Spiel auf dem PC zum Laufen zu bringen. Nintendo dürfte das nicht gefallen.
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Nintendo
  • Das neue Remake von Zelda: Ocarina of Time läuft kurz nach Start auf PCs
  • Modder extrahierten Spieldaten vorab über eine Lücke in SmileBASIC 4
  • Der experimentelle Emulator Lichii ermöglicht bereits erste Testläufe
  • Grafikfehler sowie schwankende Bildraten trüben derzeit noch die PC-Fassung
  • Auf der Switch 2 läuft das Zelda-Remake stabil mit 60 Bildern pro Sekunde
  • Nintendo hat SmileBASIC 4 inzwischen aus dem eigenen eShop entfernt

Traumwertungen und schneller PC-Start

Während das neue Remake des Klassikers The Legend of Zelda: Ocarina of Time nach der Veröffentlichung für die Nintendo Switch 2 Traumwertungen einfährt, hat es keine 24 Stunden gedauert, bis das Spiel per Emulator auch auf dem PC läuft. So gelang es Moddern, die Spieldateien bereits vor dem offiziellen Verkaufsstart zu extrahieren und lauffähig zu machen.

Als Einfallstor diente das Spiel SmileBASIC 4, das einen Jailbreak der Switch-2-Firmware 23.0 ermöglicht. Nach dem Auslesen der rund 24,8 Gigabyte großen Spieldaten, die bereits ein erstes Update umfassen, zirkuliert das Remake von Ocarina of Time jetzt im NUP-Format im Netz. Das Format bündelt das Hauptspiel und das Update dabei in einer einzigen Datei.


Nicht ohne Probleme

Für das Abspielen auf dem PC kommt der experimentelle Open-Source-Emulator Lichii zum Einsatz. Er ist in C++ programmiert, baut auf früheren Projekten wie Eglantine auf und konnte zuletzt bereits weitere Switch-2-Titel starten. Wie VideoCardz berichtet, ist der Emulator allerdings noch weit davon entfernt, das Abenteuer fehlerfrei darzustellen.

Erste Testläufe zeigen, dass der Titel den Startbildschirm überwindet und Link steuerbar ist. Allerdings treten momentan noch deutliche Grafikfehler, stark verwaschene Farben und eine übersättigte Beleuchtung auf. Die Bildrate schwankt teilweise zwischen 20 und 60 Bildern pro Sekunde und wird von Rucklern begleitet. Für eine erste Version am Tag der Veröffentlichung des Titels ist das je nach Perspektive aber ein erstaunlich guter bzw. besorgniserregender Zustand.

Ocarina of time test
by u/l_0iii in switch2emu

Stabile Leistung auf der Konsole

Auf der originalen Hardware liefert das Remake eine konstante Leistung von 60 Bildern pro Sekunde. Im stationären Betrieb am Fernseher erreicht die dynamische Auflösung bis zu 1440p und sinkt bei aufwendigen Szenen auf 1080p ab. Im Handheld-Modus werden 720p bis 1080p ausgegeben. Nintendo nutzt dabei eine ältere Upscaling-Technologie auf Basis von FSR 1 in Kombination mit Kantenglättung durch SMAA.

Interessant: Das Originalspiel auf dem Nintendo 64 lief zu seiner Veröffentlichung 1998 standardmäßig mit lediglich 20 Bildern pro Sekunde. In der europäischen PAL-Version waren es sogar nur 16,67 Bilder pro Sekunde.

Nintendo hat SmileBASIC 4 mittlerweile aus dem eShop entfernt, um das für den Jailbreak auf der Switch 2 genutzte Einfallstor zu blockieren. Wer das Spiel allerdings bereits besitzt, hat weiterhin die Möglichkeit, die Schwachstelle auszunutzen. Es dürften zeitnah also noch etliche weitere emulierte Switch-2-Titel für den PC geben. Nintendo steht damit vor einer gewaltigen Aufgabe, wenn es seine Urheberrechte weiterhin in der gewohnt kompromisslosen Form schützen will.

Spielt ihr lieber auf der Original-Konsole oder reizt euch die technische Machbarkeit von Emulatoren? Teilt eure Gedanken und Erfahrungen zu dem Thema gerne in den Kommentaren.

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Felix Krauth

Redakteur für Windows & Hardware

War Game Designer, bevor er Journalist wurde, und testet Spiele bis heute selbst. Sein Spektrum reicht von der FritzBox über Windows 11 und Apple bis zu Gaming.

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