Apple: OLED-MacBooks mit Touch starten diese Woche - Ein teurer Spaß

Nach jahrzehntelanger Ablehnung ändert Apple seine Strategie. Am Mittwoch wird der Konzern aller Voraussicht nach seine ersten MacBook-Pro-Modelle mit Touch-Unterstützung und OLED-Displays vorstellen. Die Geräte werden vermutlich sehr teuer.
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Apple
  • Apple präsentiert am Mittwoch wohl erste OLED-Laptops mit Touch-Bedienung
  • Die neuen MacBook-Pro-Modelle erscheinen mit 14- sowie 16-Zoll-Diagonale
  • Gerüchte sprechen von spürbar geringerem Gewicht und der Dynamic Island
  • Experten rechnen bei den Flaggschiffen mit deutlichen Preisaufschlägen
  • Das Betriebssystem MacOS Golden Gate erhält dynamische Touch-Funktionen

Erste Touch-MacBooks am Mittwoch

Wie schon zuvor vermutet, wird Apple am kommenden Mittwoch im Rahmen des Events "Pro and Tell" aller Voraussicht nach seine ersten Laptops mit Touch-Bedienung vorstellen. Im Zentrum der Präsentation stehen dabei neue Ausführungen des MacBook Pro in zwei Varianten mit 14- und 16-Zoll-Bildschirm, die auch unter dem Namen MacBook Ultra gehandelt werden und die neuen Flaggschiffe des Lineups darstellen sollen.

Die kommenden Geräte dürften optisch den aktuellen Modellen ähneln, jedoch spürbar leichter ausfallen. Anstelle der bisherigen Notch am oberen Bildschirmrand plant der Hersteller offenbar den Einsatz der vom iPhone bekannten Dynamic Island. Im Inneren arbeiten voraussichtlich die bereits im März veröffentlichten Prozessoren vom Typ M5 Pro und M5 Max. Der große Unterschied ist aber die Display-Technologie. Apple setzt hier bei seinen Laptops wohl erstmals auf OLED-Panels und Touch.


Hoher Preis und MacOS-Anpassungen

Wie Mark Gurman für Bloomberg berichtet, schaffen die teureren OLED-Bildschirme eine neue Premium-Preisklasse. Die kommenden Laptops sollen deutlich mehr kosten als die aktuellen Flaggschiff-Varianten. Einige Branchenbeobachter gehen von Preisaufschlägen um die 20 Prozent aus. Die momentanen Mini-LED-Modelle mit M5-Pro- und M5-Max-Chip starten je nach Konfiguration schon jetzt bei 2900 und 4800 Euro (14 Zoll) bzw. 3400 und 5100 Euro (16 Zoll).

Um die Berührungseingabe zu integrieren, passt Apple offenbar das Betriebssystem an. MacOS Golden Gate soll über eine dynamische Benutzeroberfläche verfügen, die auf die Eingabemethode reagiert. Je nachdem, ob zuletzt der Touchscreen oder das Trackpad genutzt wurde, zeigt das System angeblich passende Bedienelemente an. Das Dock und die Menüleiste sollen für Touch optimiert sein. Zudem soll sich beim Antippen einer Schaltfläche ein Menü rund um den Finger des Nutzers öffnen.

Abkehr von alten Prinzipien

Die Einführung von Touch-Displays auf dem Mac würde das Ende einer jahrzehntelangen Ablehnung der Technologie für Laptops bei Apple markieren. Der ehemalige CEO Steve Jobs bezeichnete solche Konzepte im Jahr 2010 als ergonomisch schrecklich. Auch sein Nachfolger Tim Cook verglich die Verschmelzung von Tablet und PC einst mit einer Kombination aus Toaster und Kühlschrank. Die strikte Trennung sollte in der Vergangenheit vermutlich auch die Verkäufe des iPads schützen.

Laut Bloomberg lehnt das Industriedesign-Team des Konzerns die Neuerung weiterhin ab, während Cook und der neue Apple-CEO John Ternus mittlerweile angeblich davon ausgehen, dass Kunden Touchscreens am Mac erwarten. Der nun gefundene Kompromiss sieht vor, dass die Touch-Bedienung lediglich eine zusätzliche Option darstellt und Tastatur sowie Trackpad nicht ersetzt. Im Gegensatz zur mittlerweile eingestellten Touch Bar werden also keine physischen Tasten entfernt, sondern nur weitere Interaktionsmöglichkeiten hinzugefügt.

Der Strategiewechsel fällt in die ersten ereignisreichen Wochen von Ternus als CEO von Apple, auch wenn die Produkte noch unter Cook entwickelt wurden. Zuletzt hatte der Konzern aus Cupertino schon das Smart-Home-Display HomeView vorgestellt und den Verkauf des Falt-Smartphones iPhone Duo gestartet. Auch diese Produktkategorien hatte der Konzern lange vernachlässigt. Mit den neuen OLED-MacBooks geht man jetzt wohl ebenfalls neue Wege.

Haltet ihr eine Touch-Unterstützung am MacBook für sinnvoll? Oder ist für euch der Umstieg auf ein OLED-Panel deutlich wichtiger? Teilt eure Meinung dazu gerne mit uns in den Kommentaren! Siehe auch:
Felix Krauth

Redakteur für Windows & Hardware

War Game Designer, bevor er Journalist wurde, und testet Spiele bis heute selbst. Sein Spektrum reicht von der FritzBox über Windows 11 und Apple bis zu Gaming.

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