iPhone Duo: Falz bereits nach 10.000 Falt-Vorgängen deutlich sichtbarer
Apple bewirbt das iPhone Duo mit einem nahezu unsichtbaren Falz in der Mitte. Ein Belastungstest offenbart jedoch eine Schwäche. Nach 10.000 Faltvorgängen tritt der Knick im Bildschirm wesentlich stärker hervor. In der Praxis spielt das aber kaum eine Rolle.
Das Unternehmen bewirbt das Modell mit einem nahezu unsichtbaren Falz in der Bildschirmmitte. Ein spezielles, tropfenförmiges Scharnierdesign lässt das Panel im Inneren gebogen ruhen. Ein Härtetest zeichnet nach intensiver Nutzung jedoch ein anderes Bild. Freilich machte Pan seinen Test nicht per Hand. Um die langfristige Belastung zu simulieren, kam eine Maschine zum Einsatz, die das Smartphone kontinuierlich öffnete und schloss.
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Rechnerisch entsprechen 10.000 Klappvorgänge einer Nutzungsdauer von etwa drei Monaten, wenn das Telefon täglich rund 100-mal geöffnet wird. Zwar hält Pan es nach dem Test für möglich, dass Schmutz in das Scharnier gezogen wird, die Mechanik blieb jedoch unbeeindruckt. Das Scharnier arbeitete nach den Strapazen flüssig und unterstützte den Öffnungsvorgang wie am ersten Tag.
Zudem erwies sich das Gehäuse als robust gegenüber äußeren Krafteinwirkungen. Bei einem Biegetest nach hinten maß Pan eine Kraft von 37,8 Kilopond (rund 371 Newton). Strukturell sei das Gerät laut Pan also sehr stabil. Abseits der Hardware könnte es dem YouTuber zufolge jedoch Probleme mit der Software geben.
Die schlechte Nachricht: Pan geht davon aus, dass sich das Problem eventuell nicht durch ein einfaches Update beheben lässt. Liegt die Ursache in der Erkennung der Scharnierbewegung, muss möglicherweise die grundlegende Logik der Bildübergänge überarbeitet werden. Ob die Fehler bei allen Geräten auftreten, ist derzeit unklar. Apple hat bisher keinen Fix bestätigt.
Nutzt ihr bereits faltbare Smartphones oder stört euch der Knick im Bildschirm noch zu sehr? Teilt eure Erfahrungen in den Kommentaren mit uns!
Siehe auch:
- Apples erstes Falt-Smartphone iPhone Duo erscheint für rund 2000 Dollar
- Ein Härtetest simulierte die langfristige Belastung mit einer Maschine
- Nach 10.000 Faltvorgängen wurde der Knick im Display deutlich sichtbarer
- Der Klappmechanismus funktionierte auch nach vielen Belastungen flüssig
- Das Gehäuse erwies sich bei einem Biegetest nach hinten als sehr stabil
- Bei den Animationen traten während des Öffnens Softwareprobleme auf
Erster Härtetest vor dem Start
Am morgigen Freitag erscheint mit dem iPhone Duo Apples erstes faltbares Smartphone. Erste Tests zeigen, dass Apple wie so oft seinen Job bestens gemacht hat und die Geräteklasse spät, aber doch nahezu perfektionieren kann. Doch eben nur "nahezu": So zeigt ein Test des YouTubers Tim Pan, wie gut der Klappmechanismus des 2000 Dollar (etwa 1781 Euro) teuren Telefons im Alltag durchhält.Das Unternehmen bewirbt das Modell mit einem nahezu unsichtbaren Falz in der Bildschirmmitte. Ein spezielles, tropfenförmiges Scharnierdesign lässt das Panel im Inneren gebogen ruhen. Ein Härtetest zeichnet nach intensiver Nutzung jedoch ein anderes Bild. Freilich machte Pan seinen Test nicht per Hand. Um die langfristige Belastung zu simulieren, kam eine Maschine zum Einsatz, die das Smartphone kontinuierlich öffnete und schloss.
Auf YouTube ansehenDisplayfalz wird schnell sichtbar
Nach insgesamt 10.000 Faltvorgängen bei Raumtemperatur sowie weiteren 1000 Durchgängen bei minus 20 Grad Celsius zeigte sich laut dem YouTuber eine klare Veränderung. Der Knick im 7,6 Zoll großen OLED-Bildschirm wurde demnach wesentlich tiefer und war stärker sichtbar als im Neuzustand. Das matte Finish des Bildschirms mildert die Sichtbarkeit des Falzes zwar auch nach 10.000 Faltvorgängen noch ab, verhindert aber nicht, dass er deutlicher hervortritt.Rechnerisch entsprechen 10.000 Klappvorgänge einer Nutzungsdauer von etwa drei Monaten, wenn das Telefon täglich rund 100-mal geöffnet wird. Zwar hält Pan es nach dem Test für möglich, dass Schmutz in das Scharnier gezogen wird, die Mechanik blieb jedoch unbeeindruckt. Das Scharnier arbeitete nach den Strapazen flüssig und unterstützte den Öffnungsvorgang wie am ersten Tag.
Zudem erwies sich das Gehäuse als robust gegenüber äußeren Krafteinwirkungen. Bei einem Biegetest nach hinten maß Pan eine Kraft von 37,8 Kilopond (rund 371 Newton). Strukturell sei das Gerät laut Pan also sehr stabil. Abseits der Hardware könnte es dem YouTuber zufolge jedoch Probleme mit der Software geben.
Probleme mit der Software
Pan fand auch weitere Macken: So reagiert die Animation des Betriebssystems beim Aufklappen teilweise fehlerhaft. Wenn das Scharnier langsam bewegt oder das Telefon dabei gedreht wird, springt das Hintergrundbild oder der Bildschirm wird kurzzeitig schwarz. Die Entwickler haben das System zwar für die wechselnden Displayformate angepasst, die Software kann die Ausrichtung des Geräts jedoch offenbar gelegentlich falsch interpretieren.Die schlechte Nachricht: Pan geht davon aus, dass sich das Problem eventuell nicht durch ein einfaches Update beheben lässt. Liegt die Ursache in der Erkennung der Scharnierbewegung, muss möglicherweise die grundlegende Logik der Bildübergänge überarbeitet werden. Ob die Fehler bei allen Geräten auftreten, ist derzeit unklar. Apple hat bisher keinen Fix bestätigt.
Nutzt ihr bereits faltbare Smartphones oder stört euch der Knick im Bildschirm noch zu sehr? Teilt eure Erfahrungen in den Kommentaren mit uns!
Siehe auch:
- iPhone Duo: Auf diese Pro-Features müssen Foldable-Käufer verzichten
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- "Riesiger Fehler": Launch des iPhone Duo entwickelt sich zum Desaster
- iPhone Duo kaputt? Apple verlangt bis zu 1719 Euro für Reparaturen
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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