iFixit zerlegt das iPhone Duo:
Apples Falter hat einen Knackpunkt

Besitzer des iPhone Duo melden nach wenigen Faltvorgängen ein Knacken und brechende Bildschirme. Reparatur-Experten haben das Scharnier nun per CT-Scan untersucht. Eine bestimmte Komponente im Gelenk steht im Verdacht, den Defekt auszulösen.
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Apple
  • Erste Nutzer des iPhone Duo melden Brüche am inneren Falt-Bildschirm
  • Ein Austausch des Falt-Displays schlägt mit 1149 Euro zu Buche
  • Als Ursache gilt eine Mittelstütze im Scharnier mit Druck aufs Panel
  • Die beiden Akkus lassen sich dank einer 9-Volt-Batterie leicht lösen
  • Trotz IP68-Schutzes kann Schmutz ins Gelenk geraten und Schäden drohen

Display-Probleme beim iPhone Duo

Wenige Tage nach dem Verkaufsstart des iPhone Duo klagen einige Besitzer über brechende innere Bildschirme an Apples erstem faltbaren Smartphone. Bei manchen Nutzern trat der Defekt schon nach wenigen Faltvorgängen mit einem lauten Knacken und einer Bruchlinie auf.

Diese Defekte werden ohne eine Zusatzversicherung schnell teuer. Der Austausch des inneren faltbaren OLED-Panels kostet hierzulande 1149 Euro, während für das äußere Display 489 Euro fällig werden.

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Scharnier als mögliche Ursache

Der komplexe Aufbau des Scharniers scheint das Hauptproblem darzustellen. iFixit hat aus Teardown-Aufnahmen, Patenten und CT-Scans ein 3D-Modell des Scharniers erstellt und es mit den gemeldeten Schadensstellen verglichen.

In einer Simulation senkte sich eine bewegliche Mittelstütze beim Zu­sam­men­klap­pen nicht tief genug ab, wodurch eine Druckstelle am empfindlichen Panel ent­steht. Zudem verläuft genau an dieser stark beanspruchten Stelle ein ak­kor­deon­ähn­li­ches Flachbandkabel, das die beiden Gerätehälften miteinander verbindet.

Einfache Reparatur der Akkus

Die Experten von iFixit haben das Gerät zerlegt und vergeben einen vorläufigen Reparatur-Score von fünf aus zehn Punkten. Fünf verschiedene Schraubendreher waren nötig, um die Komponenten freizulegen. Gelobt wird die einfache Entfernung der beiden Akkus: Durch das Anlegen einer handelsüblichen 9-Volt-Batterie löst sich der Kleber durch die elektrische Spannung von selbst. Auch das flache Mainboard erleichtert die Eingriffe, da nicht erst mehrere andere Bauteile entfernt werden müssen.

Um die Falz in der Mitte des inneren Bildschirms zu kaschieren, setzt Apple auf eine matte Nano-Textur-Beschichtung. Diese Oberfläche bricht das Licht durch mikroskopisch kleine Erhebungen. Gleichzeitig kommen im Display ovale, in unterschiedlichen Winkeln angeordnete Subpixel zum Einsatz, welche die Knickstelle optisch verschleiern. Die oberste Schutzschicht dieses Bildschirms lässt sich im Schadensfall für 19 Dollar (etwa 17 Euro) unkompliziert austauschen. Bei frühen Samsung-Modellen zerstörte das Abziehen noch das Display.


Obwohl das iPhone Duo über eine IP68-Zertifizierung verfügt und somit als staubgeschützt gilt, zeigen die Tests eine Schwachstelle. Mit leuchtendem Pulver wurde simuliert, wie feine Partikel in das Scharnier eindringen. Während die interne Mechanik sauber bleibt, sorgt Schmutz im Gelenk für knirschende Geräusche und birgt das Risiko weiterer Bildschirmschäden. Laut iFixit sollten sich Besitzer angesichts der aufwendigen Reparatur des Innendisplays gut überlegen, ob sie AppleCare+ abschließen.

Seid ihr von den Hardware-Problemen beim iPhone Duo überrascht oder habt ihr mit solchen Kinderkrankheiten gerechnet? Teilt uns eure Meinung unten in den Kommentaren mit!

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Stefan Trunzik

Leitender Redakteur bei WinFuture.de

IT-Journalist seit 2003, der Hardware, Spiele und Gadgets selbst im Alltag testet. Sein Fokus liegt auf Kaufberatung und Verbraucherthemen.

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