Exchange Server nach Update instabil, Outlook im Web nicht erreichbar
Nach dem Oktober-Patch-Day mehren sich Berichte über Störungen bei Exchange Server SE. Betroffene melden, dass Outlook im Web nicht mehr erreichbar ist und sich E-Mails in den Warteschlangen sammeln. Microsoft bestätigt das Problem.
Als Auslöser gelten derzeit nicht die Sicherheitsupdates für Exchange selbst, sondern die zeitgleich veröffentlichten Aktualisierungen für Windows Server 2016 bis 2025. Einer Analyse zufolge führt eine Änderung an der Bibliothek RpcEpMap.dll eine neue Obergrenze für gespeicherte Suchkontexte ein.
Überschreitet der entsprechende Zähler den Wert 512, soll die Kommunikation zusammenbrechen. Im laufenden Betrieb werde diese Grenze Berichten zufolge nach etwa 24 Stunden erreicht. Hinzu kommen Meldungen über Database Availability Groups, deren Mitglieder kein Quorum mehr erreichen. Microsoft bestätigt in einem Beitrag, dass das Exchange-Team die Störungen gemeinsam mit der Windows-Abteilung untersucht.
Anschließend ist ein Neustart des Servers erforderlich. Die Änderung soll verhindern, dass die Störung vorerst erneut auftritt. Als Alternative werden regelmäßige Neustarts genannt, bevor das kritische Limit erreicht ist. Ein PowerShell-Skript aus der Administratoren-Community setzt stattdessen auf den zyklischen Neustart des betroffenen Dienstes. Ein vollständiger Serverneustart soll damit entfallen.
Die derzeitigen Störungen sind allerdings nicht auf Exchange Server SE beschränkt: Laut Microsoft können auch die Versionen 2016 und 2019 betroffen sein.
Seid ihr von den aktuellen Ausfällen betroffen? Konntet ihr das Problem mit dem Workaround lösen oder wartet ihr auf einen Patch? Teilt eure Erfahrungen in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Aktuelle Windows-Server-Updates stören die Kommunikation von Exchange Server
- Eine neue Obergrenze in der RpcEpMap.dll bricht Verbindungen nach 24 Stunden ab
- Microsoft rät zur manuellen Anhebung des Limits in der Windows-Registrierung
- Alternativ helfen vorübergehend auch regelmäßige Neustarts einzelner Dienste
- Künftig erscheinen Sicherheitsupdates nur noch für die Edition Exchange SE
Exchange-Probleme nach dem Oktober-Patchday
Nachrichten werden nicht mehr zugestellt, Clients verlieren die Verbindung zur Datenbank. Für Nutzer kann dadurch die gesamte E-Mail-Kommunikation zum Erliegen kommen.Als Auslöser gelten derzeit nicht die Sicherheitsupdates für Exchange selbst, sondern die zeitgleich veröffentlichten Aktualisierungen für Windows Server 2016 bis 2025. Einer Analyse zufolge führt eine Änderung an der Bibliothek RpcEpMap.dll eine neue Obergrenze für gespeicherte Suchkontexte ein.
Überschreitet der entsprechende Zähler den Wert 512, soll die Kommunikation zusammenbrechen. Im laufenden Betrieb werde diese Grenze Berichten zufolge nach etwa 24 Stunden erreicht. Hinzu kommen Meldungen über Database Availability Groups, deren Mitglieder kein Quorum mehr erreichen. Microsoft bestätigt in einem Beitrag, dass das Exchange-Team die Störungen gemeinsam mit der Windows-Abteilung untersucht.
Registry-Eintrag soll vorübergehend helfen
Bis eine Fehlerkorrektur vorliegt, empfiehlt Microsoft als Übergangslösung eine Anpassung der Windows-Registrierungsdatenbank. Administratoren sollen die Windows-Server-Updates demnach nicht deinstallieren, sondern die Obergrenze für gespeicherte Suchkontexte erhöhen. Dazu wird unter HKLM\SOFTWARE\Microsoft\Rpc der DWORD-Wert EpmapSavedContextCap auf den Dezimalwert 65536 gesetzt.Anschließend ist ein Neustart des Servers erforderlich. Die Änderung soll verhindern, dass die Störung vorerst erneut auftritt. Als Alternative werden regelmäßige Neustarts genannt, bevor das kritische Limit erreicht ist. Ein PowerShell-Skript aus der Administratoren-Community setzt stattdessen auf den zyklischen Neustart des betroffenen Dienstes. Ein vollständiger Serverneustart soll damit entfallen.
Nicht alle Exchange-Server sind gleichermaßen von der Installation dieser Updates betroffen; das Ausmaß und die Geschwindigkeit der Auswirkungen variieren je nach Auslastung des Exchange-Servers. Bei einigen Servern tritt möglicherweise gar kein Problem auf.Unabhängig davon hat Microsoft im Oktober 2026 reguläre Sicherheitsupdates für Exchange Server SE sowie die Versionen 2016 und 2019 veröffentlicht. Diese schließen Sicherheitslücken in der Mail-Software. Die beschriebenen Datenbankprobleme können jedoch auch auftreten, wenn die Exchange-Updates nicht installiert wurden.
Weitere Sicherheitsupdates nur für Exchange Server SE
Zugleich endet im Oktober das zweite Programm für erweiterte Sicherheitsupdates für Exchange Server 2016 und 2019. Künftig stellt Microsoft Sicherheitsupdates nur noch für Exchange Server SE bereit. Auch die Prüfung der älteren Versionen auf neue Schwachstellen wird eingestellt. Der Hersteller rät Organisationen, die noch Exchange Server 2016 oder 2019 einsetzen, deshalb zu einem zügigen Umstieg auf die aktuelle Edition.Die derzeitigen Störungen sind allerdings nicht auf Exchange Server SE beschränkt: Laut Microsoft können auch die Versionen 2016 und 2019 betroffen sein.
Seid ihr von den aktuellen Ausfällen betroffen? Konntet ihr das Problem mit dem Workaround lösen oder wartet ihr auf einen Patch? Teilt eure Erfahrungen in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Exchange Server: Jetzt wirds Ernst, Exchange Web Services abgeschaltet
- Aus für Exchange Web Services: Apple nicht bereit, das ist ein Problem
- Kein Update mehr: Support-Aus für viele Microsoft-Produkte im Oktober
- Microsoft-Outlook-Störung: Kein Zugriff auf Microsoft-365-Mails
- Weiter große Microsoft-365-Störung, wieder trifft es Businesskunden
Thema:
Nadine DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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