HMD unter Druck: Nokia-Handys sterben wohl den nächsten Tod
Human Mobile Devices (HMD) vollzieht angesichts der drastischen Rückgänge der Smartphone-Verkaufszahlen offenbar eine Neuausrichtung. Für Endkunden bedeutet dies wohl, dass HMD- und Nokia-Smartphones damit rar werden dürften.
Weil sich aktuell die Marktlage deutlich verschlechtert, gerät offenbar auch HMD als einer der kleineren Hersteller massiv unter Druck. Laut einer gut informierten Quelle, die immer wieder Informationen und Bilder zu noch unveröffentlichten HMD-Geräten lieferte, plant das Unternehmen jetzt einen Rückzug aus einer Reihe von Märkten und eine Reduzierung der Produktion eines globalen Geräteportfolios.
HMD dürfte seine Geräte somit in einem deutlich kleineren Maßstab vermarkten, weil man schlicht nicht mehr in der Lage ist, mit einem weltweiten Vertrieb im Endkundenmarkt ausreichende Gewinne einzufahren. Hintergrund dürften natürlich die enorm gestiegenen Einkaufspreise bei bestimmten Komponenten sein.
Weil HMD und andere kleine Gerätehersteller nicht die Möglichkeit haben, durch großvolumige oder langfristige Verträge Produkte wie Speicher zu günstigeren Preisen einzukaufen, müssen sie ihre stark gestiegenen Kosten zwangsläufig an die Endkunden durchreichen und auf die ohnehin schmalen Margen verzichten. Das Smartphonegeschäft lohnt sich somit kaum noch.
Die Konsequenz aus den durch stark gestiegene Preise erheblich gesunkenen Verkaufszahlen ist somit, dass man sich auf spezielle Nutzungsgebiete beschränkt, in denen noch höhere Margen zu erzielen sind. HMD hatte in den letzten Jahren vor allem mit günstigen Smartphones mit Preisen unterhalb der 500-Euro-Marke versucht, zumindest ansatzweise an frühere Erfolge von Nokia-Geräten anzuknüpfen. Der Erfolg blieb dabei aber gering.
Siehe auch:
- Der Hersteller HMD gerät wegen einer Speicherkrise massiv unter Druck
- Früher vertrieb die Firma vor allem Mobiltelefone unter der Marke Nokia
- Ein weltweiter Vertrieb im normalen Endkundenmarkt lohnt sich kaum noch
- HMD will neue Smartphones künftig primär auf regionalen Märkten anbieten
- Der Konzern plant künftig eine stärkere Ausrichtung auf den B2B-Sektor
- Steigende Bauteilpreise belasten kleinere Smartphone-Hersteller enorm
HMD gerät in der Speicherkrise unter die Räder
HMD hatte vor einigen Jahren begonnen, Android-Smartphones und normale Handys unter der Marke Nokia zu vertreiben. Zuletzt hatte das Unternehmen die entsprechende Lizenz auslaufen lassen und begonnen, die Geräte primär unter seinem eigenen Markennamen zu vermarkten.Weil sich aktuell die Marktlage deutlich verschlechtert, gerät offenbar auch HMD als einer der kleineren Hersteller massiv unter Druck. Laut einer gut informierten Quelle, die immer wieder Informationen und Bilder zu noch unveröffentlichten HMD-Geräten lieferte, plant das Unternehmen jetzt einen Rückzug aus einer Reihe von Märkten und eine Reduzierung der Produktion eines globalen Geräteportfolios.
HMD Fusion: das modulare "Nokia"-Smartphone im Hands-On
HMD-Smartphones nicht mehr weltweit
Laut dem Leaker Smash_x60 will HMD seinen "Kernfokus" künftig auf "regionale Märkte" und den "Enterprise- und Industrial-Sektor" legen. Eine Einführung von neuen Smartphone-Modellen, die weltweit erhältlich sein sollen, ist für dieses Jahr angeblich nicht mehr zu erwarten.HMD dürfte seine Geräte somit in einem deutlich kleineren Maßstab vermarkten, weil man schlicht nicht mehr in der Lage ist, mit einem weltweiten Vertrieb im Endkundenmarkt ausreichende Gewinne einzufahren. Hintergrund dürften natürlich die enorm gestiegenen Einkaufspreise bei bestimmten Komponenten sein.
Weil HMD und andere kleine Gerätehersteller nicht die Möglichkeit haben, durch großvolumige oder langfristige Verträge Produkte wie Speicher zu günstigeren Preisen einzukaufen, müssen sie ihre stark gestiegenen Kosten zwangsläufig an die Endkunden durchreichen und auf die ohnehin schmalen Margen verzichten. Das Smartphonegeschäft lohnt sich somit kaum noch.
Die Konsequenz aus den durch stark gestiegene Preise erheblich gesunkenen Verkaufszahlen ist somit, dass man sich auf spezielle Nutzungsgebiete beschränkt, in denen noch höhere Margen zu erzielen sind. HMD hatte in den letzten Jahren vor allem mit günstigen Smartphones mit Preisen unterhalb der 500-Euro-Marke versucht, zumindest ansatzweise an frühere Erfolge von Nokia-Geräten anzuknüpfen. Der Erfolg blieb dabei aber gering.
Siehe auch:
- HMD 106 Pure: Ultra-Simpel-Handy startet für nur rund 10 Euro
- Nokia 123 Shield: HMD bringt toughes 2G-Handy - Erbe des Nokia 3210?
- Nokia & HMD bringen Militär-Smartphone aus europäischer Fertigung
- HMD zieht sich aus USA zurück: sterben 'Nokia'-Smartphones erneut?
- Leiser Abschied: HMD entfernt 'Nokia'-Smartphones von seiner Website
Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
Nokias Aktienkurs in Euro
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