500 Mio. $ zu wenig: Microsoft lässt Xbox-Megadeal mit Netflix platzen
Für 500 Millionen Dollar wollte sich Netflix die exklusiven Rechte an Xbox-Verfilmungen sichern. Microsoft forderte jedoch 800 Millionen für das Abkommen. Die Gespräche platzten angeblich, nun suchen die Redmonder kleinere Deals mit mehreren Partnern.
Netflix bot für das Exklusivpaket ursprünglich 500 Millionen Dollar (etwa 446 Millionen Euro). Die Xbox-Führung forderte jedoch 800 Millionen Dollar (etwa 714 Millionen Euro) für die Lizenzen. Wegen der Preisdifferenz zog sich der Streaming-Anbieter zurück. Anstatt eines Exklusivvertrags strebt Microsoft nun kleinere Vereinbarungen mit verschiedenen Partnern an. Dafür gründete der Konzern kürzlich eine eigene Unterhaltungsabteilung namens Xbox XP.
Wie Puck News (via Video Games Chronicle) berichtet, soll der Weggang von Netflix-Inhaltschefin Bela Bajaria, von der das Angebot stammte, beim Scheitern der Gespräche eine Rolle gespielt haben. Xbox betonte in einer Stellungnahme, dass der Streaming-Anbieter ein geschätzter Partner bleibe. Beide Unternehmen arbeiten bereits gemeinsam an animierten Serien zu Minecraft und Diablo sowie an einem Live-Action-Film zu Gears of War.
Es ist nicht das erste Mal, dass Verhandlungen zwischen den Unternehmen ohne bekanntes Ergebnis bleiben. Im Frühjahr gab es unter anderem Gespräche über ein Abonnement-Bündel, das Netflix und den Xbox Game Pass kombinieren sollte. Ein Abschluss ist bislang nicht bekannt. Mit Marken wie Doom, Elder Scrolls oder Call of Duty hat Microsoft nun die Möglichkeit, Lizenzen einzeln an andere Partner zu vergeben.
Hättet ihr euch über mehr Xbox-Serien exklusiv bei Netflix gefreut oder seht ihr die Marken lieber bei verschiedenen Anbietern? Teilt eure Meinung gerne mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Ein exklusiver Deal für Xbox-Marken zwischen Microsoft und Netflix scheiterte
- Netflix bot 500 Millionen Dollar, doch Microsoft forderte 800 Millionen
- Der Weggang von Netflix-Inhaltschefin Bela Bajaria beeinflusste die Gespräche
- Microsoft gründete die Abteilung Xbox XP für Kooperationen mit Partnern
- Bestehende Projekte zu Gears of War, Minecraft sowie Diablo laufen weiter
- Die Halo-Serie bei Paramount wurde im Juli 2024 nach zwei Staffeln beendet
Gescheiterter Exklusiv-Deal
Ein weitreichendes Abkommen zwischen Microsoft und Netflix über die Verfilmung von Xbox-Marken ist angeblich gescheitert. Der Streaming-Dienst wollte sich demnach für einen Zeitraum von sieben Jahren die exklusiven Rechte sichern, um Serien und Filme basierend auf den Videospielmarken des Konzerns zu produzieren. Die Unternehmen konnten sich jedoch nicht auf die finanziellen Rahmenbedingungen einigen, sodass die Verhandlungen abgebrochen wurden.Netflix bot für das Exklusivpaket ursprünglich 500 Millionen Dollar (etwa 446 Millionen Euro). Die Xbox-Führung forderte jedoch 800 Millionen Dollar (etwa 714 Millionen Euro) für die Lizenzen. Wegen der Preisdifferenz zog sich der Streaming-Anbieter zurück. Anstatt eines Exklusivvertrags strebt Microsoft nun kleinere Vereinbarungen mit verschiedenen Partnern an. Dafür gründete der Konzern kürzlich eine eigene Unterhaltungsabteilung namens Xbox XP.
Wie Puck News (via Video Games Chronicle) berichtet, soll der Weggang von Netflix-Inhaltschefin Bela Bajaria, von der das Angebot stammte, beim Scheitern der Gespräche eine Rolle gespielt haben. Xbox betonte in einer Stellungnahme, dass der Streaming-Anbieter ein geschätzter Partner bleibe. Beide Unternehmen arbeiten bereits gemeinsam an animierten Serien zu Minecraft und Diablo sowie an einem Live-Action-Film zu Gears of War.
Konkurrenz und frühere Pläne
Das Interesse an Videospielverfilmungen ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Konkurrierende Anbieter feierten Erfolge mit Adaptionen wie der Fallout-Serie bei Amazon oder The Last of Us bei HBO. Auch Netflix hat mit Formaten zu Cyberpunk, The Witcher und League of Legends bereits Videospielumsetzungen im Programm. Microsoft musste hingegen mit der Halo-Serie bei Paramount einen Rückschlag hinnehmen, da das Format im Juli 2024 nach zwei Staffeln eingestellt wurde.Es ist nicht das erste Mal, dass Verhandlungen zwischen den Unternehmen ohne bekanntes Ergebnis bleiben. Im Frühjahr gab es unter anderem Gespräche über ein Abonnement-Bündel, das Netflix und den Xbox Game Pass kombinieren sollte. Ein Abschluss ist bislang nicht bekannt. Mit Marken wie Doom, Elder Scrolls oder Call of Duty hat Microsoft nun die Möglichkeit, Lizenzen einzeln an andere Partner zu vergeben.
Hättet ihr euch über mehr Xbox-Serien exklusiv bei Netflix gefreut oder seht ihr die Marken lieber bei verschiedenen Anbietern? Teilt eure Meinung gerne mit uns in den Kommentaren!
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Stefan TrunzikLeitender Redakteur bei WinFuture.de
IT-Journalist seit 2003, der Hardware, Spiele und Gadgets selbst im Alltag testet. Sein Fokus liegt auf Kaufberatung und Verbraucherthemen.
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