Disney Plus verliert weitere Funktion:
Nächste Klatsche vor Gericht
Nach dem Wegfall von hochauflösenden Formaten wie HDR und 4K trifft Abonnenten von Disney Plus der nächste Schlag. Wegen eines verlorenen Patentstreits ist die Cast-Funktion auf Fernseher blockiert. Nutzer erhalten eine irreführende Fehlermeldung.
Gegenstand des Verfahrens ist eine Technologie zur nahtlosen Videowiedergabe über verschiedene Geräte hinweg. Da das Gericht das Schutzrecht als gültig ansieht, muss der Unterhaltungskonzern die entsprechende Schnittstelle vorerst deaktivieren.
Das Verbot betrifft das Web-Streaming im Browser Chrome sowie die Anwendungen für Windows, MacOS, Android und iOS. Weitere Plattformen könnten folgen, sollte sich der Streit ausweiten.
InterDigital hat sich in der Branche einen Namen gemacht, indem es gezielt alte Schutzrechte aufkauft und strikt durchsetzt. Solche Firmen verfügen oft über große Portfolios an Lizenzen aus den frühen Tagen der Mobilfunkentwicklung. Für große Technologieunternehmen und Streamingdienste stellt dies ein wachsendes Problem dar, da viele grundlegende Funktionen im Hintergrund auf Jahrzehnte alten Erfindungen basieren. Disney Plus kann gegen das Urteil Berufung einlegen.
Der aktuelle Fall reiht sich in eine Serie rechtlicher Auseinandersetzungen ein. Zwei frühere Verfügungen betrafen Patente zur HEVC-Videokodierung, was zum Fehlen von HDR im deutschen Angebot führte. Um weiterhin hochauflösende Inhalte ausliefern zu können, wechselte der Dienst auf den Videocodec VP9. InterDigital sieht auch darin eine Patentverletzung und hat bereits weitere Verfahren beim Einheitlichen Patentgericht eingereicht.
Premium-Abonnenten, die für höchste Bildqualität bezahlen, sind die Leidtragenden.
Nutzt ihr die Cast-Funktion regelmäßig oder schaut ihr über die native TV-App? Verratet uns eure Meinung zu diesem Patentstreit in den Kommentaren!
Siehe auch:
Wieder Ärger für Disney Plus
Nach dem vorübergehenden Verlust von HDR und 4K droht Disney Plus jetzt ein weiterer Funktionsausfall. Der Streamingdienst hat vor der Düsseldorfer Lokalkammer des Einheitlichen Patentgerichts (UPC) einen Rechtsstreit gegen die Patentverwertungsfirma InterDigital verloren.Gegenstand des Verfahrens ist eine Technologie zur nahtlosen Videowiedergabe über verschiedene Geräte hinweg. Da das Gericht das Schutzrecht als gültig ansieht, muss der Unterhaltungskonzern die entsprechende Schnittstelle vorerst deaktivieren.
Das Verbot betrifft das Web-Streaming im Browser Chrome sowie die Anwendungen für Windows, MacOS, Android und iOS. Weitere Plattformen könnten folgen, sollte sich der Streit ausweiten.
Altes Sony-Patent in neuer Hand
Wie heise berichtet, stammt das Patent mit der Nummer EP 2080349 ursprünglich von Sony Ericsson Mobile Communications. Das Unternehmen meldete die Technik zur Synchronisation von Medieninhalten zwischen Endgeräten bereits 2007 an. InterDigital kaufte die Rechte 2022 von der Sony Group. Die aktuelle Verfügung gilt in Deutschland und den Niederlanden.InterDigital hat sich in der Branche einen Namen gemacht, indem es gezielt alte Schutzrechte aufkauft und strikt durchsetzt. Solche Firmen verfügen oft über große Portfolios an Lizenzen aus den frühen Tagen der Mobilfunkentwicklung. Für große Technologieunternehmen und Streamingdienste stellt dies ein wachsendes Problem dar, da viele grundlegende Funktionen im Hintergrund auf Jahrzehnte alten Erfindungen basieren. Disney Plus kann gegen das Urteil Berufung einlegen.
Irreführende Fehlermeldungen
Wer versucht, einen Film oder eine Serie vom Smartphone auf den Google Chromecast zu übertragen, erhält derzeit eine Fehlermeldung. Der Anbieter zeigt den Hinweis an, das Streaming über Chromecast sei im Herkunftsland nicht verfügbar. Ein Nachteil für zahlende Kunden, die diese Funktion nutzen. Ein Ausweg bleibt bestehen: Native Anwendungen direkt auf dem Smart TV oder auf Receivern funktionieren weiterhin.Der aktuelle Fall reiht sich in eine Serie rechtlicher Auseinandersetzungen ein. Zwei frühere Verfügungen betrafen Patente zur HEVC-Videokodierung, was zum Fehlen von HDR im deutschen Angebot führte. Um weiterhin hochauflösende Inhalte ausliefern zu können, wechselte der Dienst auf den Videocodec VP9. InterDigital sieht auch darin eine Patentverletzung und hat bereits weitere Verfahren beim Einheitlichen Patentgericht eingereicht.
Premium-Abonnenten, die für höchste Bildqualität bezahlen, sind die Leidtragenden.
Nutzt ihr die Cast-Funktion regelmäßig oder schaut ihr über die native TV-App? Verratet uns eure Meinung zu diesem Patentstreit in den Kommentaren!
Warum streikt Chromecast bei Disney+?
Wenn Sie aktuell versuchen, Disney+ vom Smartphone auf den Fernseher zu casten, bleibt der Bildschirm schwarz. Ursache ist kein technischer Defekt, sondern eine gerichtliche Unterlassungsverfügung des Einheitlichen Patentgerichts (UPC) in Düsseldorf.
Disney hat laut dem Urteil ein Patent der Firma InterDigital verletzt. Dabei geht es um die Technologie zur nahtlosen, geräteübergreifenden Videowiedergabe. Bis auf Weiteres musste Disney diese Schnittstelle in Deutschland und den Niederlanden kappen.
Disney hat laut dem Urteil ein Patent der Firma InterDigital verletzt. Dabei geht es um die Technologie zur nahtlosen, geräteübergreifenden Videowiedergabe. Bis auf Weiteres musste Disney diese Schnittstelle in Deutschland und den Niederlanden kappen.
Ist die Ländersperre-Meldung echt?
Wer die Cast-Funktion nutzt, erhält oft die Fehlermeldung: "Streaming über Chromecast ist in deinem Herkunftsland nicht verfügbar". Diese Anzeige ist irreführend und sorgt bei vielen Anwendern für Verwirrung.
Es handelt sich hierbei nicht um klassisches Geoblocking oder ein Problem mit Ihrem VPN. Die App wirft diese Standardmeldung aus, weil die Schnittstelle serverseitig aufgrund des Gerichtsurteils hart blockiert wurde. Ihr Account oder Netzwerk ist völlig in Ordnung.
Es handelt sich hierbei nicht um klassisches Geoblocking oder ein Problem mit Ihrem VPN. Die App wirft diese Standardmeldung aus, weil die Schnittstelle serverseitig aufgrund des Gerichtsurteils hart blockiert wurde. Ihr Account oder Netzwerk ist völlig in Ordnung.
Welche Geräte sind vom Bann betroffen?
Das Verbot betrifft primär das Auslösen von Streams über mobile Endgeräte. Laut Gerichtsbeschluss umfasst dies die Disney+-Apps für Android, iOS, Windows und macOS sowie das Web-Streaming direkt über den Google Chrome-Browser.
Das zugrundeliegende Patent (EP 2 080 349) regelt die Synchronisation von Medieninhalten zwischen verschiedenen Endgeräten. Sobald Sie also ein Video von einem Gerät auf ein anderes "schieben" wollen, greift die aktuelle Sperre.
Das zugrundeliegende Patent (EP 2 080 349) regelt die Synchronisation von Medieninhalten zwischen verschiedenen Endgeräten. Sobald Sie also ein Video von einem Gerät auf ein anderes "schieben" wollen, greift die aktuelle Sperre.
Gibt es Alternativen zum Smartphone?
Ja, Ihr Serienmarathon ist nicht komplett in Gefahr. Native Anwendungen, die direkt auf dem Endgerät laufen, funktionieren weiterhin problemlos. Dazu zählen die Apps direkt auf Ihrem Smart-TV, Apple TV oder Fire-TV-Stick.
Solange Sie die Wiedergabe direkt über die Fernbedienung des jeweiligen Geräts starten und nicht die Cast-Schnittstelle eines Smartphones oder Laptops nutzen, umgehen Sie das blockierte Patent vollständig.
Solange Sie die Wiedergabe direkt über die Fernbedienung des jeweiligen Geräts starten und nicht die Cast-Schnittstelle eines Smartphones oder Laptops nutzen, umgehen Sie das blockierte Patent vollständig.
Fehlen auch 4K und HDR bei Disney+?
Ja, der Patentstreit hat weitere spürbare Auswirkungen auf die Bildqualität. Aufgrund früherer Verfügungen bezüglich des HEVC-Videocodecs fehlt HDR im deutschen Angebot aktuell komplett. Auch 4K-Inhalte waren zwischenzeitlich nicht abrufbar.
Zwar ist Disney als Ausweichmanöver auf den Codec VP9 umgestiegen, um 4K wieder anzubieten, doch InterDigital sieht angeblich auch hierin eine Patentverletzung. Entsprechende neue Klagen wurden laut Quellen bereits eingereicht.
Zwar ist Disney als Ausweichmanöver auf den Codec VP9 umgestiegen, um 4K wieder anzubieten, doch InterDigital sieht angeblich auch hierin eine Patentverletzung. Entsprechende neue Klagen wurden laut Quellen bereits eingereicht.
Gibt es ein Sonderkündigungsrecht?
Da Premium-Abonnenten durch den Wegfall von HDR und zeitweise 4K wesentliche vertraglich zugesicherte Vorteile verlieren, hat Disney in der Vergangenheit reagiert. Betroffenen Kunden wurde ein Sonderkündigungsrecht eingeräumt.
Wenn Sie das teurere Premium-Abo primär wegen der hohen Bildqualität abgeschlossen haben, lohnt sich ein Blick in Ihre Vertragsdetails oder eine direkte Kontaktaufnahme mit dem Support, um Ihre Optionen zu prüfen.
Wenn Sie das teurere Premium-Abo primär wegen der hohen Bildqualität abgeschlossen haben, lohnt sich ein Blick in Ihre Vertragsdetails oder eine direkte Kontaktaufnahme mit dem Support, um Ihre Optionen zu prüfen.
Zusammenfassung
- Ein neuer Patentstreit schränkt Disney Plus weiter massiv ein
- Die Schnittstelle zur nahtlosen Videowiedergabe wurde blockiert
- Betroffen sind das Streaming via Chromecast sowie diverse Web-Apps
- Das Patent von Sony Ericsson liegt nun bei der Firma InterDigital
- Zuschauer erhalten fälschlicherweise eine Ländersperre-Meldung
- Native Anwendungen auf Smart-TVs und Receivern laufen weiterhin
Siehe auch:
Thema:
Aktuelle Trailer zu Disney+ Serien
- The Mandalorian: Lego-Special und Kinofilm starten bald auf Disney+
- VisionQuest: Marvel zeigt den ersten Trailer zur Serie, Start im Oktober
- Star Wars: Ahsoka - Teaser-Trailer und Termin für Staffel 2
- Star Wars: Visionen präsentiert: Die neunte Jedi - Finaler Trailer
- Futurama: Trailer zu Staffel 14, Hulu bestätigt drei neue Specials
- Star Wars: Visionen präsentiert: Die neunte Jedi - Der Trailer ist da
- X-Men '97: Disney zeigt den Trailer zu Staffel 2 der Marvel-Serie
- The Punisher: One Last Kill: Der Trailer zum brutalen Special ist da
- Star Wars: Maul - Shadow Lord - Disney+ zeigt einen neuen Trailer
- Daredevil: Born Again - Disney zeigt den ersten Teaser zur 2. Staffel
Disneys Aktienkurs
Interessante Links
Beiträge aus dem Forum
-
OBS Studio 31.0: Neuerungen für Videoaufzeichnung & Streaming
d-hubs -
Streamingrekorder für Videos
Gispelmob -
Microsoft Edge Livestream schwarzes Bild, nur Ton
sieben7 -
Audioproblem beim Videostream auf Chromecast mttels Chromebrowser
munich2000 -
Eigene Streamingseite programmieren (Youtube/Twitch)
GrauerStein
Beliebt im Preisvergleich
- Blu-ray Filme:
Neue Nachrichten
- Nintendo Zelda Leaks: Details zu Kinofilm und neuem Open-World-Spiel
- 1&1 erhöht DSL- & Glasfaser-Preise: So handeln Bestandskunden richtig
- Disney Plus verliert weitere Funktion: Nächste Klatsche vor Gericht
- Weißes Haus startet Portal mit geschmacklosen Retro-Spielen
- Lenovo Project AeroBlade: Erstes Notebook mit Solid-State-Kühlung
- Tesla Cybercab: Autonomes Taxi startet ungewöhnlich zurückhaltend
- Tour mit KI geplant: Amateur-Bergsteiger müssen gerettet werden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen