Größte Karte des Universums veröffentlicht und jeder kann zugreifen
Forscher haben die bislang größte 2D-Karte des Universums veröffentlicht. Mit 5,6 Billionen Pixeln und vier Milliarden erfassten Objekten deckt sie 75 Prozent des Himmels ab. Das Projekt soll helfen, die rätselhafte Dunkle Energie zu verstehen.
Das Kartenwerk besteht aus 5,6 Billionen Pixeln und verzeichnet knapp vier Milliarden astronomische Objekte. Der Blick in den extragalaktischen Raum bleibt dabei auf Bereiche beschränkt, die nicht durch Staub und Sterne unserer eigenen Galaxie verdeckt werden. Das stellt eine natürliche Grenze für bodengebundene Beobachtungen dar.
Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht (via Wired), flossen 13 Jahre Vorarbeit in das Projekt. Mehr als 160 Wissenschaftler und Ingenieure waren an der Datenerhebung beteiligt. Die Karte dient primär als Grundlage für die Erstellung eines noch detaillierteren 3D-Modells, mit dem sich die Entfernungen der Galaxien exakt bestimmen lassen.
Sollte sich diese Abschwächung bestätigen, hätte das weitreichende Konsequenzen für kosmologische Modelle. Das Universum würde sich demnach nicht unendlich weiter ausdehnen, sondern könnte in ferner Zukunft einen Gleichgewichtszustand erreichen. Bis 2027 sollen weitere Auswertungen diese These prüfen. Es gibt allerdings mittlerweile auch Studien, die diese widerlegen.
Zukünftig dienen die Informationen als Referenz für neue Observatorien wie das Vera C. Rubin Observatory. Zudem planen Entwickler, die Petabyte an Rohdaten zum Training von Künstlicher Intelligenz einzusetzen, um zukünftige Auswertungen zu beschleunigen.
Wie bewertet ihr die neuen Erkenntnisse zur Ausdehnung des Universums? Teilt eure Meinung und diskutiert mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
Größte 2D-Karte des Kosmos veröffentlicht
Ein internationales Forschungsteam des Dark Energy Spectroscopic Instrument (DESI) hat die bisher umfangreichste zweidimensionale Karte des Universums fertiggestellt. Die Datensammlung umfasst rund 75 Prozent des gesamten Himmels und dokumentiert die Positionen von Himmelskörpern im sichtbaren sowie im nahinfraroten Lichtspektrum. Ziel des Projekts ist es, die kosmische Expansion genauer zu untersuchen.Das Kartenwerk besteht aus 5,6 Billionen Pixeln und verzeichnet knapp vier Milliarden astronomische Objekte. Der Blick in den extragalaktischen Raum bleibt dabei auf Bereiche beschränkt, die nicht durch Staub und Sterne unserer eigenen Galaxie verdeckt werden. Das stellt eine natürliche Grenze für bodengebundene Beobachtungen dar.
Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht (via Wired), flossen 13 Jahre Vorarbeit in das Projekt. Mehr als 160 Wissenschaftler und Ingenieure waren an der Datenerhebung beteiligt. Die Karte dient primär als Grundlage für die Erstellung eines noch detaillierteren 3D-Modells, mit dem sich die Entfernungen der Galaxien exakt bestimmen lassen.
Schwächelt die Dunkle Energie?
Die gesammelten Daten liefern neue Erkenntnisse über die Dunkle Energie. Diese treibt die Ausdehnung des Weltalls an und erste Analysen der Forscher deuten darauf hin, dass diese Kraft im Laufe der Zeit schwächer werden könnte. Ein solches Szenario widerspricht früheren Annahmen einer kontinuierlich beschleunigten Expansion.Sollte sich diese Abschwächung bestätigen, hätte das weitreichende Konsequenzen für kosmologische Modelle. Das Universum würde sich demnach nicht unendlich weiter ausdehnen, sondern könnte in ferner Zukunft einen Gleichgewichtszustand erreichen. Bis 2027 sollen weitere Auswertungen diese These prüfen. Es gibt allerdings mittlerweile auch Studien, die diese widerlegen.
Daten für KI und die Zukunft
Die riesige Datenmenge steht nicht nur der Forschung, sondern auch der Öffentlichkeit über den Legacy Survey Sky Viewer zur Verfügung. Neben der Kartierung nutzen Fachleute den Katalog, um seltene Phänomene wie Gravitationslinsen, kurzlebige Supernovae und schnelle Radioausbrüche aufzuspüren.Zukünftig dienen die Informationen als Referenz für neue Observatorien wie das Vera C. Rubin Observatory. Zudem planen Entwickler, die Petabyte an Rohdaten zum Training von Künstlicher Intelligenz einzusetzen, um zukünftige Auswertungen zu beschleunigen.
Wie bewertet ihr die neuen Erkenntnisse zur Ausdehnung des Universums? Teilt eure Meinung und diskutiert mit uns in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Ein Forscherteam veröffentlicht die bisher größte 2D-Karte des Kosmos
- Die Himmelskarte zeigt vier Milliarden Objekte auf 5,6 Billionen Pixeln
- Mehr als 160 Fachleute arbeiteten insgesamt 13 Jahre an dem Projekt
- Daten deuten darauf hin, dass die Dunkle Energie schwächer werden könnte
- Die Datensätze stehen über einen Sky Viewer auch der Öffentlichkeit offen
- Die Rohdaten sollen künftig zum Training künstlicher Intelligenz dienen
Siehe auch:
- Dunkle Energie wirkt doch noch: Universum dehnt sich ungebremst aus
- Gigantische Galaxie im frühen Universum gibt Forschern neue Rätsel auf
- James-Webb-Teleskop erfasst Röntgenpunkt aus frühem Universum
- Unser Universum könnte sehr viel früher enden als gedacht
- Nächster Sensations-Fund: Webb findet erste Sterne des Universums
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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