Nächster Sensations-Fund:
Webb findet erste Sterne des Universums
Das James-Webb-Weltraumteleskop kann wohl seinen nächsten Sensations-Fund verbuchen. Forschende berichten, dass sie Spuren der allerersten Sterne, die in unserem Universum entstanden, gefunden haben.
Anders als heutige Sterne entstanden die nun entdeckten Population-III-Sterne aus nahezu reinem Wasserstoff und Helium. Schwerere Elemente wie Kohlenstoff oder Sauerstoff existierten damals noch nicht. Theoretischen Modellen zufolge waren diese Sterne sehr massereich und heiß, verbrannten ihren Brennstoff in kurzer Zeit und endeten in gewaltigen Supernova-Explosionen, die erst die Grundlage für spätere Sternengenerationen schufen.
Für den Nachweis solcher Sterne wird das eingefangene Licht durch das Spektrometer des Teleskops geleitet. Hier ergeben sich aufgrund der Absorptionslinien Hinweise darauf, aus welchen Elementen sich ein beobachtetes Objekt zusammensetzt.
Bereits im Jahr 2024 wurde erstmals eine schwache Emissionslinie in der Nähe von GN-z11 entdeckt. Dabei handelt es sich um ein charakteristisches Signal von zweifach ionisiertem Helium, was einen Hinweis auf extrem energiereiche Strahlung darstellt. Gleichzeitig fehlten in dem Spektrum jegliche Spuren schwererer Elemente. Diese Kombination ließ sich am plausibelsten durch Population-III-Sterne erklären, auch wenn ein direkter Nachweis bislang fehlte.
Mithilfe theoretischer Modelle analysierten die Forschenden außerdem das Verhältnis von Helium zu Wasserstoff. Daraus ergibt sich, dass diese frühen Sterne vermutlich zehn- bis hundertmal so massereich waren wie unsere Sonne. Das ist ein Ergebnis, das gut mit bisherigen theoretischen Vorhersagen übereinstimmt. Auch wenn weitere Beobachtungen notwendig sind, gelten die neuen Daten als einer der bislang stärksten Hinweise auf die Existenz der ersten Sterne. Sie könnten entscheidend dazu beitragen, die Entstehung der ersten Strukturen im Universum besser zu verstehen.
Siehe auch:
Typisches Spektralmuster
Die Ergebnisse stammen aus zwei unabhängigen Forschungsarbeiten, die als Vorveröffentlichungen erschienen sind. Beide Teams untersuchten eine ferne Galaxie mit der Bezeichnung GN-z11, die zu den frühesten bekannten Galaxien zählt. In deren Umgebung identifizierten sie ein kleines Begleitobjekt namens "Hebe", das bereits etwa 400 Millionen Jahre nach dem Urknall existierte. Genau dort fanden die Forschenden ein ungewöhnliches Signal, das auf die Präsenz extrem alter Sterne hindeutet.Anders als heutige Sterne entstanden die nun entdeckten Population-III-Sterne aus nahezu reinem Wasserstoff und Helium. Schwerere Elemente wie Kohlenstoff oder Sauerstoff existierten damals noch nicht. Theoretischen Modellen zufolge waren diese Sterne sehr massereich und heiß, verbrannten ihren Brennstoff in kurzer Zeit und endeten in gewaltigen Supernova-Explosionen, die erst die Grundlage für spätere Sternengenerationen schufen.
Für den Nachweis solcher Sterne wird das eingefangene Licht durch das Spektrometer des Teleskops geleitet. Hier ergeben sich aufgrund der Absorptionslinien Hinweise darauf, aus welchen Elementen sich ein beobachtetes Objekt zusammensetzt.
Bereits im Jahr 2024 wurde erstmals eine schwache Emissionslinie in der Nähe von GN-z11 entdeckt. Dabei handelt es sich um ein charakteristisches Signal von zweifach ionisiertem Helium, was einen Hinweis auf extrem energiereiche Strahlung darstellt. Gleichzeitig fehlten in dem Spektrum jegliche Spuren schwererer Elemente. Diese Kombination ließ sich am plausibelsten durch Population-III-Sterne erklären, auch wenn ein direkter Nachweis bislang fehlte.
Deckt sich mit der Theorie
Neuere, präzisere Messungen bestätigten nun dieses Heliumsignal und zeigten sogar zwei getrennte Komponenten. Ein zweites Forschungsteam konnte zudem unabhängig eine Wasserstoff-Emissionslinie am selben Ort nachweisen. Beide Befunde stützen die Interpretation, dass es sich tatsächlich um Überreste der ersten Sternengeneration handeln könnte.Mithilfe theoretischer Modelle analysierten die Forschenden außerdem das Verhältnis von Helium zu Wasserstoff. Daraus ergibt sich, dass diese frühen Sterne vermutlich zehn- bis hundertmal so massereich waren wie unsere Sonne. Das ist ein Ergebnis, das gut mit bisherigen theoretischen Vorhersagen übereinstimmt. Auch wenn weitere Beobachtungen notwendig sind, gelten die neuen Daten als einer der bislang stärksten Hinweise auf die Existenz der ersten Sterne. Sie könnten entscheidend dazu beitragen, die Entstehung der ersten Strukturen im Universum besser zu verstehen.
Zusammenfassung
- Webb fand bei GN-z11 Signale, die auf die ersten Sterne hindeuten
- Untersucht wurde das Begleitobjekt Hebe, nur 400 Millionen Jahre alt
- Gefunden wurde ionisiertes Helium, während schwere Elemente fehlten
- Zwei Teams bestätigten getrennte Signale aus Helium und Wasserstoff
- Modelle deuten auf Sterne mit zehn- bis hundertfacher Sonnenmasse
- Die neuen Daten gelten als bislang stärkster Hinweis auf Population III
Siehe auch:
Thema:
Videos zum Thema
- Video von Blue Ghost: Erstmals wurde eine Mondlandung in HD gefilmt
- NASA-Video zeigt Blick auf den Starship-Start von der ISS
- Reise in ein schwarzes Loch: Die NASA zeigt, wie das aussehen würde
- Solar Orbiter: Spektakuläres Video zeigt faszinierende Sonnenaktivität
- NASA-Video zeigt beeindruckende Vorschau auf die Projekte von 2024
Beiträge aus dem Forum
Interessante Links
Neue Nachrichten
- Aktuelle Technik-Blitzangebote von Amazon im Überblick
- The Witcher: CD Projekt plant angeblich neues Multiplayer-Spiel
- Forscher bauen aus alten Handys erstaunlich leistungsstarke Server
- Xbox-Exodus: Chef von Microsofts Spielestudios geht
- Galaxy A27: Samsung leakt sein neues Jedermann-Smartphone selbst
- Spiele als Dauerwerbesendung: EA plant Reklame 'direkt im Gameplay'
- Nutzen umstritten, UK bannt dennoch Social Media für Unter-16-Jährige
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen