Netflix erwägt, andere Streamingdienste in sein Angebot zu integrieren

Der Streaming-Dienst Netflix plant einen Strategiewechsel und möchte künftig Inhalte der Konkurrenz in die eigene App integrieren. Damit reagiert das Unternehmen auf den wachsenden Marktdruck. Erste Tests in Frankreich verlaufen bereits positiv.
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    Netflix öffnet sich für Rivalen

    Der US-amerikanische Streaming-Anbieter Netflix erwägt aktuell, (auf seinem Heimatmarkt) Inhalte von konkurrierenden Diensten wie Peacock und Fox One direkt in die eigene Anwendung zu integrieren. Der Schritt markiert eine Abkehr von der bisherigen Praxis, sich ausschließlich auf den eigenen Katalog zu konzentrieren. Die Gespräche befinden sich noch in einer frühen Phase, sodass ein konkreter Zeitplan für die Umsetzung derzeit noch nicht feststeht.

    Für die technische und geschäftliche Umsetzung prüfen die Software-Entwickler des Unternehmens primär zwei unterschiedliche Modelle:

    • Direkter Verkauf von Abonnements der Fremdanbieter über die eigene Plattform.
    • Nahtlose Integration lizenzierter Serien und Filme in die bestehende Nutzeroberfläche.


    Der Trend zur zentralen App

    Mit dem Vorstoß reagiert das Unternehmen auf den wachsenden Wettbewerbsdruck. Wie die New York Times berichtet, wandelt sich der Markt zunehmend in Richtung von Bündelangeboten. Konkurrenten wie Amazon Prime Video und Roku bieten bereits seit Jahren vergleichbare Kanäle von Drittanbietern an. Auch YouTube integriert ab dem kommenden Jahr den zu NBC gehörenden Dienst Peacock in das kostenpflichtige Abonnement.

    Der Ansatz bringt für alle Beteiligten sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich. Für Endanwender reduziert sich die Anzahl der benötigten Anwendungen auf Smart-TVs deutlich, da sie alle Inhalte an einem zentralen Ort finden. Plattformbetreiber wie Netflix profitieren im Gegenzug von längeren Nutzungszeiten. Für externe Inhaltsanbieter birgt das Modell jedoch Risiken. Sie verlieren die direkte Beziehung zum Kunden und müssen Anteile ihrer Einnahmen abtreten.

    Erfolgreicher Test

    Dass Netflix dem Konzept offen gegenübersteht, zeigt ein laufendes Pilotprojekt. Im Juni integrierte das Unternehmen Live-Kanäle und On-Demand-Inhalte des lokalen Senders TF1 in den französischen Markt. Co-Geschäftsführer Greg Peters bezeichnete die ersten Ergebnisse als positiv und signalisierte Bereitschaft für weitere Partnerschaften. Eine solche Kooperation muss jedoch für alle Seiten einen Mehrwert bieten, bevor das Konzept auf andere Märkte ausgeweitet wird.

    Nutzt ihr lieber eine zentrale App für alle Streaming-Dienste oder trennt ihr eure Abos strikt voneinander? Teilt eure Meinung und Erfahrungen gerne mit uns in den Kommentaren!

    Zusammenfassung
    • Netflix plant die Integration von Inhalten fremder Streaming-Dienste
    • Zwei Modelle wie Direktverkauf und direkte Einbindung werden geprüft
    • Der Streaming-Markt bewegt sich immer stärker zu Bündelangeboten hin
    • Für Kunden sinkt die Zahl der Apps, Plattformen binden Nutzer länger
    • Ein erstes Pilotprojekt mit dem französischen Sender TF1 verlief positiv

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