Encrypted Spaces: Endlich starke Krypto für Slack, Discord & Co.
Ein internationales Team von Kryptografie-Experten hat mit "Encrypted Spaces" eine neue Open-Source-Technologie vorgestellt, die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung erstmals umfassend für moderne Kollaborationsplattformen nutzbar machen soll.
Genau hier setzt Encrypted Spaces an, wie das US-Magazin Wired berichtet. Das von Forschern der Harvard University, Microsoft Research sowie ehemaligen Entwicklern des Messengerdienstes Signal entwickelte Projekt schafft die Grundlage für digitale Räume, in denen Gruppen gemeinsam arbeiten können, ohne auf starke Verschlüsselung verzichten zu müssen. Nutzer sollen Dokumente bearbeiten, Dateien speichern, Kalender verwalten oder neue Mitglieder hinzufügen können, ohne dass Serverbetreiber Einblick in die Inhalte erhalten.
Kern der Technologie sind sogenannte Zero-Knowledge-Proofs. Diese kryptografischen Verfahren ermöglichen es Servern, die Korrektheit von Änderungen an verschlüsselten Daten nachzuweisen, ohne deren Inhalt zu kennen. Statt Informationen zentral im Klartext zu verarbeiten, verwaltet das System ein Protokoll aller Änderungen, das auf den Geräten der Nutzer nachvollzogen wird. Gleichzeitig können neue Teilnehmer eingeladen oder Zugriffsrechte entzogen werden, ohne die Sicherheit des Systems zu gefährden.
Aktuell handelt es sich noch nicht um ein fertiges Produkt, sondern um eine frühe Version frei verfügbarer Software-Bausteine. Entwickler sollen damit künftig verschlüsselte Anwendungen erstellen können, ohne selbst tiefgehende Kryptografie-Kenntnisse zu besitzen.
Die Initiatoren sehen darin einen wichtigen Schritt für mehr Privatsphäre im Internet. Ihr langfristiges Ziel: Ende-zu-Ende-Verschlüsselung soll nicht nur bei Messengern, sondern bei nahezu allen digitalen Anwendungen zum Standard werden.
Siehe auch:
E2E-Verschlüsselung in Gruppen kompliziert
Bisher gilt Ende-zu-Ende-Verschlüsselung vor allem als Standard für Messenger-Dienste. Dabei können nur die Kommunikationspartner Inhalte entschlüsseln, während Serverbetreiber oder Dritte keinen Zugriff auf die Daten erhalten. Für komplexe Anwendungen mit vielen Nutzern und gemeinsamen Arbeitsbereichen wie Slack, Discord oder Google Docs stößt dieses Modell jedoch an Grenzen.Genau hier setzt Encrypted Spaces an, wie das US-Magazin Wired berichtet. Das von Forschern der Harvard University, Microsoft Research sowie ehemaligen Entwicklern des Messengerdienstes Signal entwickelte Projekt schafft die Grundlage für digitale Räume, in denen Gruppen gemeinsam arbeiten können, ohne auf starke Verschlüsselung verzichten zu müssen. Nutzer sollen Dokumente bearbeiten, Dateien speichern, Kalender verwalten oder neue Mitglieder hinzufügen können, ohne dass Serverbetreiber Einblick in die Inhalte erhalten.
Kern der Technologie sind sogenannte Zero-Knowledge-Proofs. Diese kryptografischen Verfahren ermöglichen es Servern, die Korrektheit von Änderungen an verschlüsselten Daten nachzuweisen, ohne deren Inhalt zu kennen. Statt Informationen zentral im Klartext zu verarbeiten, verwaltet das System ein Protokoll aller Änderungen, das auf den Geräten der Nutzer nachvollzogen wird. Gleichzeitig können neue Teilnehmer eingeladen oder Zugriffsrechte entzogen werden, ohne die Sicherheit des Systems zu gefährden.
Es gibt noch viel Arbeit
Zu den bekanntesten Beteiligten gehört Trevor Perrin, Mitentwickler des Signal-Protokolls, das heute nicht nur von Signal selbst, sondern auch von WhatsApp und Facebook Messenger genutzt wird. Der Kryptografie-Professor Matt Green von der Johns Hopkins University bezeichnet Encrypted Spaces als eine Art "Signal-Protokoll für Kollaborations-Apps".Aktuell handelt es sich noch nicht um ein fertiges Produkt, sondern um eine frühe Version frei verfügbarer Software-Bausteine. Entwickler sollen damit künftig verschlüsselte Anwendungen erstellen können, ohne selbst tiefgehende Kryptografie-Kenntnisse zu besitzen.
Die Initiatoren sehen darin einen wichtigen Schritt für mehr Privatsphäre im Internet. Ihr langfristiges Ziel: Ende-zu-Ende-Verschlüsselung soll nicht nur bei Messengern, sondern bei nahezu allen digitalen Anwendungen zum Standard werden.
Zusammenfassung
- "Encrypted Spaces" bringt erstmals umfassende Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auf Kollaborationsplattformen wie Slack und Discord
- Entwickelt wurde die Open-Source-Technologie von Forschern der Harvard University, Microsoft Research und ehemaligen Signal-Entwicklern
- Zero-Knowledge-Proofs ermöglichen es Servern, Änderungen an verschlüsselten Daten zu verifizieren, ohne deren Inhalt zu kennen
- Trevor Perrin, Mitentwickler des Signal-Protokolls, das auch von WhatsApp und dem Facebook Messenger genutzt wird, gehört zum Projekt
- Es handelt sich um eine frühe Version frei verfügbarer Software-Bausteine, mit denen Entwickler verschlüsselte Anwendungen erstellen können
Siehe auch:
Themen:
Beliebte Open-Source-Downloads
Videos zum Thema
Beiträge aus dem Forum
-
DigiKam: das Open-Source-Fotoverwaltungsprogramm
d-hubs - Gestern 13:22 Uhr -
Lernen hört nie auf und dank Open Source
d-hubs - 23.05. 16:04 Uhr -
Münchens Wende hin zu Open Source & Co
d-hubs - 13.05. 11:42 Uhr -
Technical Dutch Open Source Event (T-DOSE)
d-hubs - 11.05. 18:28 Uhr -
Trisquel 12.0 Ecne: - alles freie Software!
d-hubs - 13.04. 15:50 Uhr
Weiterführende Links
Neue Nachrichten
- Nur für 3 Stunden: Riesiger 85" Mini-LED-TV bei Media Markt im Angebot
- Zero Trust: Windows Server startet verschlüsselte Namensauflösung
- Nvidia GPU RTX Pro 6000: Preis steigt um krasse 55 Prozent
- Google Earth: Flugsimulator jetzt kostenlos im Browser nutzbar
- iPhone Fold Ultra im Hands-on-Video: Alle Details im Überblick
- Tesla-Autopilot: Fahrer hebeln Sicherheitssystem mit 8-€-Gadget aus
- Spiele bis zu 95 % schneller laden: Riesiger Boost für AMD-GPUs ist da
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!