Trump Mobile T1: Teardown offenbart enorme Ähnlichkeit zu HTC-Gerät

Trump Mobile bewarb das neue T1-Smartphone ursprünglich als rein US-amerikanisches Produkt. Ein Teardown von iFixit offenbart jedoch ein völlig anderes Bild. Das Innenleben gleicht fast exakt einem älteren HTC-Modell aus asiatischen Fabriken.
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Teardown enthüllt die Technik

Es ist schon lange klar, dass das "Trump-Phone" eine Mogelpackung ist, jetzt ist aber der endgültige Beweis da: Das im Juni 2025 von Trump Mobile angekündigte Smartphone T1 gleicht technisch und optisch nämlich stark dem zwei Jahre alten HTC U24 Pro. Reparatur-Spezialisten von iFixit haben das 499 Dollar (etwa 432 Euro) teure Gerät mittels industrieller Computertomografie und einem vollständigen Teardown untersucht. Dabei stellten die Techniker fest, dass das Innenleben nahezu identisch mit dem Android-Modell des taiwanischen Herstellers HTC ist.

Die strukturelle Ähnlichkeit geht so weit, dass sich die Hauptplatinen der beiden Mobiltelefone problemlos austauschen lassen. Nach dem Einbau der HTC-Platine in das T1-Gehäuse startete das Telefon fehlerfrei, zeigte jedoch das Standard-Logo des asiatischen Anbieters. Auch das verbaute Display nutzt eine von Samsung patentierte PenTile-Pixelstruktur. Laut Shahram Mokhtari, dem leitenden Teardown-Spezialisten von iFixit, sei eine Bildschirm-Produktion in den USA aufgrund fehlender Lieferketten ohnehin ausgeschlossen.

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Fertigung und Komponenten

Wie NBC News berichtet, bewarb der Anbieter das T1 zum Verkaufsstart auf seiner Webseite explizit als amerikanisches Produkt. Kurze Zeit später passte das Unternehmen die Beschreibung an und nutzt nun einen Aufkleber, der auf eine Montage in den USA hinweist. Für eine solche Deklaration verlangt die Handelskommission FTC eine wesentliche Veränderung der Bauteile im Inland.

Der Teardown konnte jedoch nicht abschließend klären, welche spezifischen Montageschritte tatsächlich in den Vereinigten Staaten stattfinden. Die Röntgenaufnahmen des industriellen CT-Scanners zeigten im Vorfeld der physischen Öffnung bereits identische Bauweisen ohne sichtbare strukturelle Unterschiede. Dennoch offenbaren sich bei genauerer Betrachtung der einzelnen Hardware-Elemente punktuelle Anpassungen der Konstruktion.

Trotz der großen Übereinstimmungen gibt es kleine Abweichungen zwischen den Geräten. Der LED-Blitz der Kamera ist beim T1 etwas höher positioniert. Zudem nutzt das Smartphone einen Akku aus den Philippinen mit 30-Watt-Ladeleistung. Das HTC U24 Pro lädt hingegen mit 60 Watt und verwendet eine Batterie aus China.

Unklare Herkunft der Hardware

Ein Sprecher von HTC gab in der Vergangenheit an, dass der Konzern keine Telefone für Drittanbieter entwerfe oder herstelle. Da HTC große Teile seiner Smartphone-Sparte bereits im Jahr 2017 veräußerte, liegt die Vermutung nahe, dass ein externer Auftragsfertiger aus China das Design entwickelt hat. Beide Anbieter scheinen auf denselben Zulieferer zurückzugreifen, um ihre Endgeräte zu produzieren.

Während erste Vorführgeräte des T1 mittlerweile ausgewählte Medienvertreter erreicht haben, warten viele reguläre Kunden weiterhin auf die Auslieferung ihres bestellten Telefons.

Was meint ihr zu den Ergebnissen des Teardowns? Diskutiert die technischen Ähnlichkeiten und die Herkunft der Bauteile gerne mit uns in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Das neue Trump-Phone T1 ähnelt technisch stark dem älteren HTC U24 Pro
  • Professionelle Analysen von iFixit belegen die technische Identität
  • Hauptplatinen beider Modelle lassen sich laut Analyse sogar tauschen
  • Spezielle Kennzeichnungen deklarieren das T1 als in den USA montiert
  • Vermutlich stammt das Design von einem externen Fertiger aus Asien
  • Geringe Differenzen zeigen sich nur beim Blitz und der Ladeleistung
  • Viele Kunden warten aktuell immer noch auf ihre bestellten Geräte

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