Beweise liegen vor: Hacker greifen Daten von Apple & Co bei Foxconn ab
Bei Apples größten Fertigungspartner ist es offenbar zu einem schwerwiegenden Angriff durch die Ransomware-Gruppe Nitrogen gekommen, bei dem es gelang, umfangreiche Dokumente von Apple zu stehlen. Unter anderem sollen interne Apple-Pläne für Server geklaut worden sein.
Wie AppleInsider jetzt unter Berufung auf zusätzliche Beispieldateien berichtet, die dem Portal vorliegen, enthalten die bei Foxconn abgegriffenen Daten aber doch diverse interne Informationen von Apple. Allein das Sample-Paket umfasst angeblich mehr als 30 geheime Apple-Dokumente, die scheinbar echt sind. Die Papiere würden alle Merkmale tragen, die sonst auch bei echten Apple-Daten vorliegen, heißt es.
Unter anderem enthalten die mithilfe der CAD-Lösung Siemens NX erstellten Zeichnungen die Maße für diverse Komponenten von Apple und darüber hinaus auch das Chassis-Design für einen von Apple intern genutzten Server. Auch die Spezifikationen verschiedener Apple-Server mit genauen Auflistungen der verwendeten Komponenten sind Teil des Pakets.
Die bisher von Nitrogen gezeigten Daten dürften allein wenig Nutzen haben, da sie scheinbar keine Informationen zu aktuellen Server-Designs und deren Ausstattung oder sogar zu Apple-eigenen Chips enthalten. Theoretisch könnten Dritte bei Veröffentlichung derartiger Daten die Möglichkeit erlangen, Apple-Server nachzuahmen, ohne dafür selbst Entwicklungsarbeit betreiben zu müssen.
Neben den Apple-Daten enthalten die von den Ransomware-Angreifern gestohlenen Datenpakete aber auch Informationen zu Produkten von Firmen wie AMD, Broadcom, Google, Intel, HP, Micron, Nvidia , Samsung und Seagate. Hinzu kommen interne Informationen von diversen Zulieferern dieser großen Anbieter.
Der Umfang des Datendiebstahls von Foxconn scheint enorm zu sein, behauptet Nitrogen doch, rund acht Terabyte an reiner Datenmenge abgegriffen zu haben. Insgesamt sollen mehr als 11 Millionen Dateien entwendet worden sein. Informationen zu Produkten und von Apple und anderen Herstellern, die über Server und deren Hardware hinausgehen, scheinen nicht enthalten zu sein.
Dies überrascht insofern nicht, als dass Foxconn in den USA praktisch ausschließlich Server baut, während die Fertigung von Consumer-Produkten wie dem iPhone, iPad und Macs sowie anderer Hardware durch den taiwanischen Vertragsfertiger fast komplett in Asien oder anderen Ländern außerhalb der USA erfolgt.
Siehe auch:
Ransomware-Hacker liefern Beweise
Bereits vor eineinhalb Wochen wurde bekannt, dass es der Ransomware-Gruppe Nitrogen gelungen ist, in Systeme der US-Niederlassung des weltweit größten Vertragsfertigers Foxconn (Hon Hai) einzudringen. Anfangs erweckten die von Nitrogen im Rahmen eines Erpressungsversuchs veröffentlichten Daten von Foxconn nicht den Eindruck, dass sich darunter auch Dokumente von Apple befanden.Wie AppleInsider jetzt unter Berufung auf zusätzliche Beispieldateien berichtet, die dem Portal vorliegen, enthalten die bei Foxconn abgegriffenen Daten aber doch diverse interne Informationen von Apple. Allein das Sample-Paket umfasst angeblich mehr als 30 geheime Apple-Dokumente, die scheinbar echt sind. Die Papiere würden alle Merkmale tragen, die sonst auch bei echten Apple-Daten vorliegen, heißt es.
Teils aktuelle Daten enthalten
Unter anderem griffen die Hacker von Nitrogen schematische Zeichnungen von verschiedenen Server-Komponenten von Apple ab, die aus einem Zeitraum zwischen Ende 2025 und März 2026 stammen. Hinzu kommen Rack-Spezifikationen und interne Handbücher für Apple-Server aus der Zeit zwischen 2020 bis 2023.Unter anderem enthalten die mithilfe der CAD-Lösung Siemens NX erstellten Zeichnungen die Maße für diverse Komponenten von Apple und darüber hinaus auch das Chassis-Design für einen von Apple intern genutzten Server. Auch die Spezifikationen verschiedener Apple-Server mit genauen Auflistungen der verwendeten Komponenten sind Teil des Pakets.
Auch Daten von zahlreichen anderen Herstellern dabei
Nitrogen soll in diesem Zusammenhang auf dem Umweg über Foxconn auch an geheime Dokumente von Intel gelangt sein, die sich mit der Fehlerbehebung bei den mit Xeon-Plattformen ausgerüsteten Apple-Servern beschäftigen. Die Intel-basierten Server dürften mittlerweile allerdings von Designs mit Chips aus Apples eigener Entwicklung ersetzt worden sein.Die bisher von Nitrogen gezeigten Daten dürften allein wenig Nutzen haben, da sie scheinbar keine Informationen zu aktuellen Server-Designs und deren Ausstattung oder sogar zu Apple-eigenen Chips enthalten. Theoretisch könnten Dritte bei Veröffentlichung derartiger Daten die Möglichkeit erlangen, Apple-Server nachzuahmen, ohne dafür selbst Entwicklungsarbeit betreiben zu müssen.
Neben den Apple-Daten enthalten die von den Ransomware-Angreifern gestohlenen Datenpakete aber auch Informationen zu Produkten von Firmen wie AMD, Broadcom, Google, Intel, HP, Micron, Nvidia , Samsung und Seagate. Hinzu kommen interne Informationen von diversen Zulieferern dieser großen Anbieter.
Der Umfang des Datendiebstahls von Foxconn scheint enorm zu sein, behauptet Nitrogen doch, rund acht Terabyte an reiner Datenmenge abgegriffen zu haben. Insgesamt sollen mehr als 11 Millionen Dateien entwendet worden sein. Informationen zu Produkten und von Apple und anderen Herstellern, die über Server und deren Hardware hinausgehen, scheinen nicht enthalten zu sein.
Dies überrascht insofern nicht, als dass Foxconn in den USA praktisch ausschließlich Server baut, während die Fertigung von Consumer-Produkten wie dem iPhone, iPad und Macs sowie anderer Hardware durch den taiwanischen Vertragsfertiger fast komplett in Asien oder anderen Ländern außerhalb der USA erfolgt.
Zusammenfassung
- Ransomware-Gruppe Nitrogen griff die US-Niederlassung von Foxconn an
- Die Hacker lieferten mehr als 30 geheime Apple-Dokumente als Beweis
- Insgesamt wurden etwa 8 Terabyte und 11 Millionen Dateien gestohlen
- Unter den gestohlenen Daten befinden sich Pläne für Apple-Server
- Betroffen sind auch Intel, Nvidia, Google, AMD und Samsung
- Diese Serverdaten könnten von Dritten zur Nachahmung genutzt werden
- Apple nutzt mittlerweile eigene Chips statt Xeon-Prozessoren von Intel
Siehe auch:
- Exploits dringend gesucht: Apple zahlt erfolgreichen Hackern Millionen
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