NASA testet neuen elektromagnetischen Antrieb für Flug zum Mars
Ein neuartiger elektromagnetischer Antrieb könnte zukünftig bemannte Missionen zum Mars und andere Raumfahrtmissionen ermöglichen. Forschende der NASA haben erstmals einen leistungsstarken Prototypen dieser Art erfolgreich getestet.
NASA-Chef Jared Isaacman sprach von einem wichtigen Fortschritt auf dem Weg zu einer bemannten Marsmission. Der Antrieb habe erstmals eine Leistung von bis zu 120 Kilowatt erreicht. Damit liege er deutlich über bisherigen Systemen und zeige, dass die Technologie das Potenzial für größere Raumfahrtprojekte habe.
Elektrische Antriebe gelten als besonders effizient: Sie benötigen bis zu 90 Prozent weniger Treibstoff als klassische chemische Raketen. Statt eines starken, kurzen Schubs erzeugen sie eine kontinuierliche, schwächere Beschleunigung, die Raumfahrzeuge über längere Zeit auf hohe Geschwindigkeiten bringt. Das neue System nutzt starke elektrische Ströme und Magnetfelder, um ein Plasma aus Lithium zu beschleunigen - ein Ansatz, der bereits seit den 1960er-Jahren erforscht, aber bislang nicht praktisch eingesetzt wurde.
Langfristig könnte die Technologie in Kombination mit nuklearen Energiequellen genutzt werden. Dadurch ließe sich die Masse von Raumfahrzeugen reduzieren und gleichzeitig genügend Schub für größere Nutzlasten erzeugen. An der Entwicklung sind neben dem JPL auch die Princeton University sowie das Glenn Research Center der NASA beteiligt.
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Plasma aus Lithium
Bei dem getesteten System handelt es sich um einen elektrischen Antrieb, der mit Lithium-Metall-Dampf arbeitet. Laut Angaben des Jet Propulsion Laboratory übertraf der Prototyp die Leistung aller derzeit auf Raumfahrzeugen eingesetzten elektrischen Triebwerke deutlich. Die gewonnenen Daten sollen nun in eine Reihe weiterer Tests einfließen.NASA-Chef Jared Isaacman sprach von einem wichtigen Fortschritt auf dem Weg zu einer bemannten Marsmission. Der Antrieb habe erstmals eine Leistung von bis zu 120 Kilowatt erreicht. Damit liege er deutlich über bisherigen Systemen und zeige, dass die Technologie das Potenzial für größere Raumfahrtprojekte habe.
NASA zeigt Aufnahmen aus dem Test des elektromagnetischen Antriebs
Elektrische Antriebe gelten als besonders effizient: Sie benötigen bis zu 90 Prozent weniger Treibstoff als klassische chemische Raketen. Statt eines starken, kurzen Schubs erzeugen sie eine kontinuierliche, schwächere Beschleunigung, die Raumfahrzeuge über längere Zeit auf hohe Geschwindigkeiten bringt. Das neue System nutzt starke elektrische Ströme und Magnetfelder, um ein Plasma aus Lithium zu beschleunigen - ein Ansatz, der bereits seit den 1960er-Jahren erforscht, aber bislang nicht praktisch eingesetzt wurde.
Herausforderung durch hohe Temperatur
Während der Tests erreichte das Triebwerk Temperaturen von über 2800 Grad Celsius. Eine zentrale Herausforderung bleibt daher die Belastbarkeit der Materialien bei dauerhaftem Betrieb. Für eine bemannte Marsmission wären Leistungen im Megawatt-Bereich nötig, die über viele tausend Betriebsstunden stabil gehalten werden müssen.Langfristig könnte die Technologie in Kombination mit nuklearen Energiequellen genutzt werden. Dadurch ließe sich die Masse von Raumfahrzeugen reduzieren und gleichzeitig genügend Schub für größere Nutzlasten erzeugen. An der Entwicklung sind neben dem JPL auch die Princeton University sowie das Glenn Research Center der NASA beteiligt.
Zusammenfassung
- NASA testet erstmals neuen elektromagnetischen Antrieb für Marsflüge
- Das Triebwerk arbeitet mit Lithium-Metall-Dampf als Treibstoff
- Der Prototyp übertraf die Leistung aller bisherigen Elektrotriebwerke
- NASA-Chef Isaacman sprach von Fortschritt bei bemanter Mars-Mission
- Elektrische Antriebe benötigen etwa 90 Prozent weniger Treibstoff
- Während der Tests wurden Temperaturen von über 2800 Grad erreicht
- Für eine bemannte Marsmission wären Megawatt-Leistungen nötig
- Langfristig könnte die Technologie mit Kernkraft kombiniert werden
- Am Projekt sind JPL, Princeton University und Glenn Research Center beteiligt
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