KI-Beauftragter der US-Regierung nach vier Tagen wieder gefeuert
Nur vier Tage nach seinem Amtsantritt ist der neue Leiter des wichtigen US-Zentrums für Künstliche Intelligenz bereits wieder abgelöst worden. KI-Forscher Collin Burns musste seinen Posten im Handelsministerium auf Druck des Weißen Hauses wieder räumen.
Dem Vernehmen nach sorgte vor allem Burns' bisherige Tätigkeit beim KI-Unternehmen Anthropic für Widerstand auf höchster Ebene in der US-Regierung. Die Firma liegt seit Monaten im Streit mit der Administration des Präsidenten Donald Trump. Dabei geht es unter anderem um die Frage, wie KI-Systeme für militärische Zwecke eingesetzt werden dürfen. Trump hatte Anthropic öffentlich als "radikal linkes, wokes Unternehmen" attackiert.
Der abrupte Personalwechsel verdeutlicht zugleich ein Grundproblem der US-Regierung: Hochqualifizierte Fachleute für Künstliche Intelligenz sind rar. Die technologische Entwicklung wird derzeit vor allem von privaten Konzernen wie Anthropic, OpenAI und Google vorangetrieben. Staatliche Stellen und Universitäten gelten in vielen Bereichen als weniger konkurrenzfähig, was die Rekrutierung geeigneter Experten erschwert.
Zunächst war die Ernennung von Burns in Fachkreisen positiv aufgenommen worden. Beobachter werteten sie als Zeichen dafür, dass die Regierung auf technisches Spitzenpersonal setze. Noch am selben Tag wurde jedoch bekannt, dass das Ministerium "einen anderen Weg" einschlagen wolle.
Neuer Leiter des Zentrums wird nun Chris Fall, ein Wissenschaftler mit langjähriger Erfahrung in Bundesbehörden und an Hochschulen. Das Handelsministerium erklärte, Fall bringe die wissenschaftliche Führungskraft mit, die nötig sei, um die USA bei der Bewertung moderner KI-Modelle und bei technischen Standards an der Spitze zu halten.
Siehe auch:
Hat für die falsche Firma gearbeitet
Burns hatte erst am Montag letzter Woche seine Arbeit im Center for AI Standards and Innovation aufgenommen, einer zentralen Behörde für technische Standards und Sicherheitsfragen rund um Künstliche Intelligenz. Bereits am Donnerstag sei er zum Rücktritt aufgefordert worden, berichtete die Washington Post unter Berufung auf mehrere mit dem Vorgang vertrauter Personen. Offiziell äußerten sich die Beteiligten zunächst nicht zu den Hintergründen.Dem Vernehmen nach sorgte vor allem Burns' bisherige Tätigkeit beim KI-Unternehmen Anthropic für Widerstand auf höchster Ebene in der US-Regierung. Die Firma liegt seit Monaten im Streit mit der Administration des Präsidenten Donald Trump. Dabei geht es unter anderem um die Frage, wie KI-Systeme für militärische Zwecke eingesetzt werden dürfen. Trump hatte Anthropic öffentlich als "radikal linkes, wokes Unternehmen" attackiert.
Der abrupte Personalwechsel verdeutlicht zugleich ein Grundproblem der US-Regierung: Hochqualifizierte Fachleute für Künstliche Intelligenz sind rar. Die technologische Entwicklung wird derzeit vor allem von privaten Konzernen wie Anthropic, OpenAI und Google vorangetrieben. Staatliche Stellen und Universitäten gelten in vielen Bereichen als weniger konkurrenzfähig, was die Rekrutierung geeigneter Experten erschwert.
Nachfolger schon gefunden
Das Zentrum im Handelsministerium war ursprünglich unter Präsident Joe Biden als AI Safety Institute gegründet worden. Unter Trump erhielt die Einrichtung ihren heutigen Namen. Sie gilt als wichtigste Schnittstelle der Bundesregierung zur KI-Industrie. Zu ihren Aufgaben zählt es, neue Modelle auf Risiken für die nationale Sicherheit zu prüfen. Dabei geht es etwa um Systeme, die missbräuchlich für Hackerangriffe eingesetzt werden könnten.Zunächst war die Ernennung von Burns in Fachkreisen positiv aufgenommen worden. Beobachter werteten sie als Zeichen dafür, dass die Regierung auf technisches Spitzenpersonal setze. Noch am selben Tag wurde jedoch bekannt, dass das Ministerium "einen anderen Weg" einschlagen wolle.
Neuer Leiter des Zentrums wird nun Chris Fall, ein Wissenschaftler mit langjähriger Erfahrung in Bundesbehörden und an Hochschulen. Das Handelsministerium erklärte, Fall bringe die wissenschaftliche Führungskraft mit, die nötig sei, um die USA bei der Bewertung moderner KI-Modelle und bei technischen Standards an der Spitze zu halten.
Zusammenfassung
- KI-Beauftragter Collin Burns wurde nach nur vier Tagen im Amt entlassen
- Burns arbeitete zuvor bei Anthropic, das Trump als "wokes Unternehmen" kritisiert
- Das Weiße Haus forderte Burns bereits am Donnerstag zum Rücktritt auf
- Anthropic liegt seit Monaten im Streit mit der Trump-Administration
- Hochqualifizierte KI-Fachleute sind für staatliche Stellen schwer zu gewinnen
- Das Zentrum prüft KI-Modelle auf Risiken für die nationale Sicherheit
- Chris Fall übernimmt nun die Leitung des KI-Zentrums im Handelsministerium
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