91-Jährige bekommt Polizeibesuch, weil sie zu intensiv gezockt hat
Ein verpasster Kontrollanruf löste in Ohio einen Polizeieinsatz bei einer 91-Jährigen aus. Statt eines medizinischen Notfalls fanden die Beamten die Seniorin vertieft in ein Spiel. Sie wollte ihren eigenen Highscore knacken - in welchem, ist aber nicht bekannt.
Die Seniorin ist regelmäßige Teilnehmerin des städtischen Programms mit dem bezeichnenden Titel "Are You Okay". Das System ruft alleinlebende oder körperlich eingeschränkte Menschen täglich an, um das aktuelle Wohlbefinden zu überprüfen. Bleibt eine Antwort aus, rückt eine Streife aus. Der große Vorteil liegt in der schnellen Hilfe bei echten Notfällen. Ein Nachteil ist jedoch, dass harmlose Ablenkungen im Alltag schnell zu Fehlalarmen führen und somit polizeiliche Ressourcen binden können.
Wie der US-Sender News 5 Cleveland berichtet (via GamesRadar), versuchten zunächst die Einsatzzentrale und wenig später auch die Tochter der Frau vergeblich, sie telefonisch zu erreichen. Da die Sorge wuchs, fuhren die eintreffenden Polizisten zum Haus und verschafften sich über einen Code für das Garagentor Zugang zum Gebäude.
Ein Beamter meldete der Zentrale kurz darauf über Funk, dass man bei der Frau sei und sie lediglich in ihrem Zimmer Videospiele spiele. Polizeikapitän Jerry Vogel erklärte gegenüber dem Sender, dass die Frau dankbar für den Besuch gewesen sei und alle Beteiligten über den Vorfall lachen konnten.
Obwohl solche Geschichten in der Öffentlichkeit oft noch als kuriose Ausnahmen wahrgenommen werden, belegen sie die zunehmende Normalisierung des digitalen Hobbys im hohen Alter. Videospiele erfordern kognitive Aufmerksamkeit, strategisches Denken und eine gute Hand-Auge-Koordination, also allesamt Eigenschaften, von denen Menschen, die im hohen Alter durch Training profitieren.
Welches konkrete Spiel die 91-Jährige so sehr an den Bildschirm fesselte und sie ihre Umwelt vergessen ließ, ließen die Behörden in ihrem Bericht allerdings offen.
Spielt das Alter beim Gaming für euch eine Rolle und seht ihr euch selbst in Jahrzehnten noch am Controller? Teilt eure Gedanken unten in den Kommentaren mit uns!
Siehe auch:
Polizeieinsatz wegen Rekordjagd
Vergangene Woche rückte die Polizei in der US-amerikanischen Stadt Westlake im Bundesstaat Ohio zu einem routinemäßigen Kontrollbesuch aus. Eine 91-jährige Einwohnerin hatte zuvor nicht auf mehrere Anrufe reagiert. Die Beamten befürchteten deshalb einen akuten medizinischen Notfall, fanden die Frau jedoch völlig unversehrt in ihrem Schlafzimmer vor. Sie war tief in ein Videospiel versunken und versuchte hochkonzentriert, ihren eigenen Rekord zu brechen.Die Seniorin ist regelmäßige Teilnehmerin des städtischen Programms mit dem bezeichnenden Titel "Are You Okay". Das System ruft alleinlebende oder körperlich eingeschränkte Menschen täglich an, um das aktuelle Wohlbefinden zu überprüfen. Bleibt eine Antwort aus, rückt eine Streife aus. Der große Vorteil liegt in der schnellen Hilfe bei echten Notfällen. Ein Nachteil ist jedoch, dass harmlose Ablenkungen im Alltag schnell zu Fehlalarmen führen und somit polizeiliche Ressourcen binden können.
Wie der US-Sender News 5 Cleveland berichtet (via GamesRadar), versuchten zunächst die Einsatzzentrale und wenig später auch die Tochter der Frau vergeblich, sie telefonisch zu erreichen. Da die Sorge wuchs, fuhren die eintreffenden Polizisten zum Haus und verschafften sich über einen Code für das Garagentor Zugang zum Gebäude.
Ein Beamter meldete der Zentrale kurz darauf über Funk, dass man bei der Frau sei und sie lediglich in ihrem Zimmer Videospiele spiele. Polizeikapitän Jerry Vogel erklärte gegenüber dem Sender, dass die Frau dankbar für den Besuch gewesen sei und alle Beteiligten über den Vorfall lachen konnten.
Gaming kennt keine Altersgrenzen (mehr)
Der Vorfall aus Ohio verdeutlicht einen stetigen demografischen Wandel innerhalb der globalen Spielerkultur. Das Medium Videospiel altert mittlerweile gemeinsam mit seiner ursprünglichen Zielgruppe. Senioren, die regelmäßig am Computer oder der Konsole spielen, sind längst keine exotische Seltenheit mehr.Obwohl solche Geschichten in der Öffentlichkeit oft noch als kuriose Ausnahmen wahrgenommen werden, belegen sie die zunehmende Normalisierung des digitalen Hobbys im hohen Alter. Videospiele erfordern kognitive Aufmerksamkeit, strategisches Denken und eine gute Hand-Auge-Koordination, also allesamt Eigenschaften, von denen Menschen, die im hohen Alter durch Training profitieren.
Welches konkrete Spiel die 91-Jährige so sehr an den Bildschirm fesselte und sie ihre Umwelt vergessen ließ, ließen die Behörden in ihrem Bericht allerdings offen.
Spielt das Alter beim Gaming für euch eine Rolle und seht ihr euch selbst in Jahrzehnten noch am Controller? Teilt eure Gedanken unten in den Kommentaren mit uns!
Zusammenfassung
- Eine 91-jährige Frau in Ohio löste durch ihr Gaming einen Polizeieinsatz aus
- Wegen eines Videospiels reagierte die Frau nicht auf tägliche Kontrollanrufe
- Beamte verschafften sich Zutritt zum Haus und fanden die Frau unversehrt vor
- Das Programm namens Are You Okay überprüft regelmäßig das Wohl von Senioren
- Videospiele fördern die kognitive Aufmerksamkeit sowie Koordination im Alter
- Alle Beteiligten reagierten mit Humor auf die Klärung der kuriosen Situation
Siehe auch:
- Die wahren Bildschirm-Süchtigen: Senioren werden neue Risiko-Gruppe
- Controller statt Stricknadel: Deutsche Senioren erobern die Spielewelt
- Studie widerspricht Vorurteilen: Smartphones richtig gut fürs Gehirn
- Gaming erobert ältere Zielgruppen und wird dort zum Massenphänomen
- Polizei Hannover startet Twitch-Kanal: Zocken für den Nachwuchs
Thema:
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