Extreme RAM-Preise stoppen das extreme Handheld Ayaneo Next 2

Mit dem Next 2 wollte Ayaneo eigentlich ein gigantisches Kraftpaket auf dem Markt für Windows-Handhelds etablieren. Doch nun zieht der Hersteller komplett die Notbremse. Extrem gestiegene Preise für Speicherchips sprengen jede Kalkulation, so Ayaneo.
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Ayaneo

Ayaneo Next 2: Notbremse gezogen

Der chinesische Hardware-Hersteller Ayaneo hat den Verkauf seines Handhelds Next 2 bis auf Weiteres eingestellt. Das Unternehmen reagiert damit auf eine Preissteigerung bei elektronischen Bauteilen. Das Gerät, das mit Windows 11 betrieben wird, kann ab sofort nicht mehr bestellt werden. Als Hauptursache gelten die explodierenden Einkaufspreise für Speicherkomponenten, die eine kostendeckende Fertigung verhindern.

Ayaneo wollte mit dem Next 2 ein leistungsstarkes Gaming-Gerät etablieren. Angetrieben wird das System von AMDs Ryzen-AI-Max-300-Serie. Bereits zum Projektstart im Februar waren die Preise für Speicherchips auf einem hohen Niveau. Die Ingenieure entschieden sich dennoch für den Marktstart. Nach den Feiertagen in China stellten die Zulieferer jedoch deutlich höhere Preisforderungen.

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Wie aus einem Update auf der Indiegogo-Seite hervorgeht (via Android Authority), übersteigen die reinen Herstellungskosten inzwischen den Verkaufspreis, und zwar deutlich: Laut Angaben des Herstellers nähern sich die Produktionskosten fast dem Doppelten des ursprünglich angesetzten Preises an. Eine Weiterführung des Verkaufs würde das Unternehmen finanziell stark belasten.

Technische Daten und Preise

Das Next 2 bietet ein OLED-Display mit 9,06 Zoll (etwa 23 Zentimeter) und einen Akku mit 116,1 Wattstunden. Zum Vergleich: Der Asus ROG Ally X bietet einen Akku mit 80 Wattstunden. Das hat jedoch einen physikalischen Preis. Das Gerät von Ayaneo wiegt rund 1,4 Kilogramm und ist damit fast doppelt so schwer wie das Steam Deck von Valve.

Preislich lag das Basismodell bei 1.999 Dollar (etwa 1.731 Euro), während die Spitzenversion für 4.299 Dollar (etwa 3.723 Euro) angeboten wurde. Während große Hersteller in Massen fertigen können, haben kleinere Unternehmen wie Ayaneo oft Schwierigkeiten, bei geringen Stückzahlen stabile Preise für Komponenten zu verhandeln. Besonders schneller Arbeitsspeicher unterliegt starken Preisschwankungen am Weltmarkt.

Ausblick für Vorbesteller

Trotz des Verkaufsstopps gibt es für bestehende Kunden gute Nachrichten. Alle bisher getätigten Vorbestellungen werden wie geplant produziert und ausgeliefert. Auch der Kundenservice und die Versorgung mit Ersatzteilen sollen gesichert sein. Ob das Next 2 zu einem späteren Zeitpunkt wieder in den Handel kommt, hängt allerdings von der Entwicklung der Speicherpreise ab.

Das Next 2 ist technisch ein echtes Schwergewicht. Hättet ihr bei dem Preis zugeschlagen oder ist der Stopp für euch nachvollziehbar? Diskutiert mit uns in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Ayaneo stoppt den Verkauf des Handhelds Next 2 bis auf Weiteres
  • Explodierende Speicherchippreise verhindern eine kostendeckende Fertigung
  • Die Produktionskosten nähern sich fast dem Doppelten des Verkaufspreises
  • Das Next 2 nutzt AMDs Ryzen-AI-Max-300-Serie als leistungsstarken Antrieb
  • Das Gerät wiegt rund 1,4 Kilogramm und hat ein 9,06-Zoll-OLED-Display
  • Bestehende Vorbestellungen werden weiterhin produziert und ausgeliefert
  • Kleine Hersteller können bei geringen Stückzahlen kaum stabile Preise sichern

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