Eine wahrhaftige Hölle: Astronomen entdecken neuen Planeten-Typ
Astronomen haben möglicherweise eine bislang unbekannte Art von Exoplaneten entdeckt. Neue Beobachtungen des Planeten "L 98-59 d" deuten darauf hin, dass er sich deutlich von bisher bekannten Planetentypen unterscheidet.
Besonders auffällig ist die extreme Beschaffenheit des Planeten: Seine Oberfläche ist offenbar von Ozeanen aus flüssigem Magma bedeckt. Zudem verfügt er über eine Atmosphäre, die vor allem aus Schwefelverbindungen besteht. Diese Kombination macht L 98-59 d zu einem außergewöhnlichen Objekt, das sich mit bisherigen Modellen zur Planetenentstehung kaum erklären lässt.
Bislang gingen Astronomen davon aus, dass Planeten dieser Größe entweder als sogenannte Gaszwerge entstehen - also mit einem Gesteinskern und einer dünnen Hülle aus Wasserstoff und Helium - oder als "Wasserwelten", die große Mengen flüssigen oder gefrorenen Wassers enthalten. L 98-59 d passt jedoch in keines dieser bekannten Szenarien. Stattdessen vermuten Forschende, dass sein Inneres aus geschmolzenem Silikatgestein besteht und seine Atmosphäre reich an flüchtigen Stoffen ist.
Entdeckt und untersucht wurde L 98-59 d mithilfe des James Webb Space Telescope, dem derzeit leistungsstärksten Weltraumteleskop. Seit seinem Start hat es bereits zahlreiche neue Einblicke in ferne Planetensysteme ermöglicht und dabei auch Himmelskörper sichtbar gemacht, die zuvor verborgen geblieben waren.
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Ein Ozean aus flüssigem Magma
Der Himmelskörper war bereits 2019 erstmals identifiziert worden, doch erst durch genauere Untersuchungen mit leistungsstarken Teleskopen konnten Forschende nun seine Eigenschaften näher bestimmen. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Nature Astronomy veröffentlicht. Demnach handelt es sich bei L 98-59 d um einen Gesteinsplaneten, der etwa 1,63-mal so groß wie die Erde ist und rund 1,64-mal so viel Masse besitzt, wie die NASA mitteilte.Besonders auffällig ist die extreme Beschaffenheit des Planeten: Seine Oberfläche ist offenbar von Ozeanen aus flüssigem Magma bedeckt. Zudem verfügt er über eine Atmosphäre, die vor allem aus Schwefelverbindungen besteht. Diese Kombination macht L 98-59 d zu einem außergewöhnlichen Objekt, das sich mit bisherigen Modellen zur Planetenentstehung kaum erklären lässt.
Bislang gingen Astronomen davon aus, dass Planeten dieser Größe entweder als sogenannte Gaszwerge entstehen - also mit einem Gesteinskern und einer dünnen Hülle aus Wasserstoff und Helium - oder als "Wasserwelten", die große Mengen flüssigen oder gefrorenen Wassers enthalten. L 98-59 d passt jedoch in keines dieser bekannten Szenarien. Stattdessen vermuten Forschende, dass sein Inneres aus geschmolzenem Silikatgestein besteht und seine Atmosphäre reich an flüchtigen Stoffen ist.
James Webb in Aktion
Der etwa 35 Lichtjahre von der Erde entfernte Planet gilt aufgrund der Erkenntnisse als äußerst lebensfeindlich. In seiner Atmosphäre wurden unter anderem Wasserdampf, Schwefeldioxid und Schwefelwasserstoff nachgewiesen, also Gase, die für ihren stechenden, teils fauligen Geruch bekannt sind.Entdeckt und untersucht wurde L 98-59 d mithilfe des James Webb Space Telescope, dem derzeit leistungsstärksten Weltraumteleskop. Seit seinem Start hat es bereits zahlreiche neue Einblicke in ferne Planetensysteme ermöglicht und dabei auch Himmelskörper sichtbar gemacht, die zuvor verborgen geblieben waren.
Zusammenfassung
- Astronomen entdecken mit L 98-59 d einen möglicherweise neuen Planetentyp
- Der Gesteinsplanet ist circa 1,63-mal so groß wie unsere Erde
- Seine Oberfläche ist von Ozeanen aus flüssigem Magma bedeckt
- Die Atmosphäre besteht vor allem aus giftigen Schwefelverbindungen
- L 98-59 d passt in kein bisheriges Modell zur Planetenentstehung
- Der Planet liegt etwa 35 Lichtjahre entfernt und gilt als lebensfeindlich
- Das James Webb Space Telescope ermöglichte die genaue Untersuchung
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