Individuelle Spiele-Rabatte:
Sony testet dynamische PS5-Preise
Bislang gelten im PlayStation Store strikte und einheitliche Kosten für alle Nutzer. Doch Sony bricht diese Regel nun mit einem Testlauf für dynamische Preise. Manche Spieler ergattern Top-Titel dadurch günstiger als die breite Masse.
Betroffen sind bei dem Testlauf nicht nur Spiele von Drittanbietern, sondern auch prominente Eigenproduktionen wie God of War Ragnarök, Spider-Man 2 oder Stellar Blade. Technisch setzt Sony das über spezielle Kennungen in der Programmierschnittstelle des Stores um. Diese zeigen bestimmten Nutzergruppen zufällig abweichende Preise an. Bislang wurden primär Preisreduzierungen beobachtet. Das deutet darauf hin, dass Sony die Kaufbereitschaft durch gezielte Anreize auslotet.
Wie die Preisvergleichsseite PS Prices analysiert (via Polygon), laufen die Tests unter internen Codenamen wie IPT_PILOT. Dabei erhalten ausgewählte Spieler Rabatte zwischen etwa fünf und 17,6 Prozent auf den regulären Listenpreis. Ein deutliches Beispiel zeigte sich bei Helldivers 2. Während der reguläre Rabatt bei einer Verkaufsaktion für die breite Masse 25 Prozent betrug, sahen Teilnehmer der Testgruppe eine Ermäßigung von 56 Prozent.
Preisunterschiede für den deutschen Markt betreffen diverse Titel. Marvel's Spider-Man 2 kostet in der Testgruppe 69,99 Euro statt 79,99 Euro, ein Nachlass von 12,5 Prozent. WWE 2K25 wird für 61,82 Euro anstelle von 74,99 Euro angeboten. Warhammer 40.000 Space Marine 2 reduziert sich von 69,99 Euro auf 58,35 Euro. Bei Astro Bot sinkt der Preis auf 61,16 Euro. The Last of Us Part 2 Remastered kostet 44,99 Euro.
Dynamische Preise haben in verschiedenen Branchen bereits stark zugenommen. Im Konsolenbereich blieben die Kosten jedoch traditionell starr. Ein gutes Angebot könnte Nutzer überzeugen, die sonst kein Geld ausgeben würden. Das könnte Sony zugutekommen, ohne die Softwarepreise für alle Nutzer anheben zu müssen.
Auffällig ist die geografische Verteilung des aktuellen Experiments. Während Märkte in Europa, Afrika, dem Nahen Osten und Lateinamerika Teil des Tests sind, bleiben die USA und Japan bislang außen vor. Das liegt vermutlich an strengeren Regularien und einer höheren Marktsensibilität. Ob das Modell zukünftig flächendeckend eingeführt wird, ist derzeit unklar.
Habt ihr im PlayStation Store schon abweichende Preise bemerkt? Sind dynamische Preise bei Spielen ein faires Mittel? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!
Siehe auch:
Sony testet dynamische Preise im Store
Sony Interactive Entertainment führt aktuell umfangreiche A/B-Tests im PlayStation Store durch. Identische digitale Spiele werden verschiedenen Nutzern zu unterschiedlichen Preisen angeboten. Das Experiment umfasst mittlerweile über 150 Titel in 68 Regionen, darunter auch Deutschland. Ziel der Maßnahme ist es, die "Preiselastizität" der Kundschaft zu analysieren und zu prüfen, bei welchen Preispunkten Spieler eher zum Kauf bereit sind.Betroffen sind bei dem Testlauf nicht nur Spiele von Drittanbietern, sondern auch prominente Eigenproduktionen wie God of War Ragnarök, Spider-Man 2 oder Stellar Blade. Technisch setzt Sony das über spezielle Kennungen in der Programmierschnittstelle des Stores um. Diese zeigen bestimmten Nutzergruppen zufällig abweichende Preise an. Bislang wurden primär Preisreduzierungen beobachtet. Das deutet darauf hin, dass Sony die Kaufbereitschaft durch gezielte Anreize auslotet.
Wie die Preisvergleichsseite PS Prices analysiert (via Polygon), laufen die Tests unter internen Codenamen wie IPT_PILOT. Dabei erhalten ausgewählte Spieler Rabatte zwischen etwa fünf und 17,6 Prozent auf den regulären Listenpreis. Ein deutliches Beispiel zeigte sich bei Helldivers 2. Während der reguläre Rabatt bei einer Verkaufsaktion für die breite Masse 25 Prozent betrug, sahen Teilnehmer der Testgruppe eine Ermäßigung von 56 Prozent.
Preisunterschiede für den deutschen Markt betreffen diverse Titel. Marvel's Spider-Man 2 kostet in der Testgruppe 69,99 Euro statt 79,99 Euro, ein Nachlass von 12,5 Prozent. WWE 2K25 wird für 61,82 Euro anstelle von 74,99 Euro angeboten. Warhammer 40.000 Space Marine 2 reduziert sich von 69,99 Euro auf 58,35 Euro. Bei Astro Bot sinkt der Preis auf 61,16 Euro. The Last of Us Part 2 Remastered kostet 44,99 Euro.
Hintergründe zur Gewinnmaximierung
Das Konzept des Dynamic Pricing ist im direkten digitalen Spielevertrieb für Endkunden ein Novum. Das System nutzt Algorithmen, um basierend auf Faktoren wie Kaufhistorie, Nachfrage oder Standort den Preis zu variieren. Sony plant, die Monetarisierung der bestehenden Nutzerbasis zu intensivieren. Damit sollen schwächelnde Hardware-Verkäufe der PlayStation 5 ausgeglichen werden. Digitale Verkäufe bieten hierfür deutlich höhere Gewinnmargen als der physische Einzelhandel über Drittanbieter.Dynamische Preise haben in verschiedenen Branchen bereits stark zugenommen. Im Konsolenbereich blieben die Kosten jedoch traditionell starr. Ein gutes Angebot könnte Nutzer überzeugen, die sonst kein Geld ausgeben würden. Das könnte Sony zugutekommen, ohne die Softwarepreise für alle Nutzer anheben zu müssen.
Auffällig ist die geografische Verteilung des aktuellen Experiments. Während Märkte in Europa, Afrika, dem Nahen Osten und Lateinamerika Teil des Tests sind, bleiben die USA und Japan bislang außen vor. Das liegt vermutlich an strengeren Regularien und einer höheren Marktsensibilität. Ob das Modell zukünftig flächendeckend eingeführt wird, ist derzeit unklar.
Habt ihr im PlayStation Store schon abweichende Preise bemerkt? Sind dynamische Preise bei Spielen ein faires Mittel? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!
Zusammenfassung
- Sony testet dynamische Preise im PlayStation Store per A/B-Tests
- Über 150 Titel in 68 Regionen sind betroffen, auch Deutschland
- Eigene Topspiele wie God of War Ragnarök erhalten Testrabatte
- Ausgewählte Spieler bekommen Rabatte von fünf bis 17,6 Prozent
- Sony analysiert die Preiselastizität und Kaufbereitschaft der Nutzer
- Schwächelnde PS5-Verkäufe sollen durch digitale Erlöse kompensiert werden
- Die USA und Japan sind bislang nicht Teil des Preisexperiments
Siehe auch:
- Gerüchte bestätigt: Playstation-Spiele kommen nicht mehr für den PC
- GTA 6-Vorverkauf: Dataminer findet konkrete IDs im PlayStation-Store
- Kehrtwende bei PlayStation: Zukünftig wohl wieder kaum Spiele für PC
- Völlig unerwartet: Sony schließt hochgelobtes PlayStation-Studio
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Thema:
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