99 kg schwer: Modder baut Gaming-PC aus 100 Jahre altem Heizkörper
Ein Modder hat moderne Hardware in einen 100 Jahre alten Radiator verbaut. Das 99-Kilogramm-System kühlt eine RTX 5080 mit 18 Litern Wasser. Obwohl das Ergebnis beeindruckt, kämpfte das Projekt mit vielen technischen Hürden und Lecks.
Das Projekt verbindet dabei antike Ästhetik mit moderner Fertigungstechnik. Da der Heizkörper über keinerlei gerade Flächen oder Bohrungen verfügte, musste die Unterseite mittels 3D-Scan digitalisiert werden. Auf dieser Basis entstand eine passgenaue Halterung aus dem 3D-Drucker, die Netzteil, Mainboard und Grafikkarte nahezu unsichtbar unter den schweren gusseisernen Rippen fixiert und den Komponenten Halt bietet.
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Der Bauprozess nahm drei Monate in Anspruch und war von Rückschlägen geprägt. Allein die Reinigung des Inneren dauerte eine Woche und erforderte den massiven Einsatz von Zitronensäure und Hochdruckreinigern, um den Schlamm eines Jahrhunderts zu lösen. Dennoch sorgten Ablagerungen und Kupferspäne mehrfach für verstopfte Filter und beschädigten sogar die Pumpe. Zudem erwies sich das Abdichten des Systems als Geduldsprobe, da die poröse Struktur immer wieder Luftblasen freigab.
Folgende Spezifikationen besitzt der "Heizkörper-PC":
Das System besticht durch Liebe zum Detail. Als Einschaltknopf dient ein antiker Messing-Schalthebel. Die Anschlussblende wurde mit Flussmittel und einem Lötbrenner bearbeitet, um eine künstliche Patina zu erzeugen. Die Temperaturanzeigen sind Analog und das Kühlssystem besteht aus Metallrohren. Trotz des enormen Gewichts von fast 100 Kilogramm ist der Rechner voll einsatzfähig, wenngleich der Transport zur nächsten LAN-Party wohl ausgeschlossen bleibt.
Würdet ihr euch so ein 99-Kilo-Monster der Ästhetik wegen ins Zimmer stellen oder setzt ihr lieber auf schlichte Gehäuse? Schreibt mir eure Meinung gerne unten in die Kommentare.
Siehe auch:
High-End-PC im Gusseisen-Gewand
In der Welt des Moddings sind ungewöhnliche Gehäuse für PCs und Konsolen keine Seltenheit. Oft geht es darum, die Geräte möglichst klein zu machen. Doch ein aktuelles Projekt geht jetzt in die andere Richtung. Ein über hundert Jahre alter, viktorianischer Heizkörper aus Gusseisen wurde vollständig zu einem funktionstüchtigen Computer umfunktioniert. Anstatt einen Wohnraum zu heizen, dient die historische Struktur nun primär der Kühlung leistungsstarker Komponenten wie einem AMD Ryzen 7 9800X3D und einer Nvidia GeForce RTX 5080.Das Projekt verbindet dabei antike Ästhetik mit moderner Fertigungstechnik. Da der Heizkörper über keinerlei gerade Flächen oder Bohrungen verfügte, musste die Unterseite mittels 3D-Scan digitalisiert werden. Auf dieser Basis entstand eine passgenaue Halterung aus dem 3D-Drucker, die Netzteil, Mainboard und Grafikkarte nahezu unsichtbar unter den schweren gusseisernen Rippen fixiert und den Komponenten Halt bietet.
Auf YouTube ansehenTücken der historischen Technik
Die größte Herausforderung lag in der Integration der komplexen Wasserkühlung. Wie Modder Billet Labs in einem ausführlichen YouTube-Video dokumentierte, fasst das System rund 18 Liter Kühlflüssigkeit. Da hier moderne Kupferleitungen auf das rohe Gusseisen des Radiators treffen, mussten spezielle Korrosionsschutzmittel in hoher Konzentration eingesetzt werden, um chemische Reaktionen zwischen den Metallen zu verhindern.Der Bauprozess nahm drei Monate in Anspruch und war von Rückschlägen geprägt. Allein die Reinigung des Inneren dauerte eine Woche und erforderte den massiven Einsatz von Zitronensäure und Hochdruckreinigern, um den Schlamm eines Jahrhunderts zu lösen. Dennoch sorgten Ablagerungen und Kupferspäne mehrfach für verstopfte Filter und beschädigten sogar die Pumpe. Zudem erwies sich das Abdichten des Systems als Geduldsprobe, da die poröse Struktur immer wieder Luftblasen freigab.
Kühlleistung und Performance
Trotz der enormen thermischen Masse des Metalls reicht eine rein passive Kühlung für die High-End-Komponenten unter Volllast nicht aus. Drei flache 120-Millimeter-Lüfter unterstützen daher den Luftstrom an der Unterseite. Eine RTX 5090 wurde aufgrund der thermischen Grenzen sogar bewusst ausgeschlossen. In Stresstests stabilisierte sich die Wassertemperatur bei einer Leistungsaufnahme von 520 Watt bei knapp unter 30 Grad Celsius.Folgende Spezifikationen besitzt der "Heizkörper-PC":
- CPU: AMD Ryzen 7 9800X3D
- GPU: Nvidia GeForce RTX 5080
- Mainboard: Gigabyte Aorus Pro B850i (Mini-ITX)
- Netzteil: Enhance ENP 7660L-VT 600 W
- Gewicht: 81 Kilogramm (leer) / 99 Kilogramm (befüllt)
Das System besticht durch Liebe zum Detail. Als Einschaltknopf dient ein antiker Messing-Schalthebel. Die Anschlussblende wurde mit Flussmittel und einem Lötbrenner bearbeitet, um eine künstliche Patina zu erzeugen. Die Temperaturanzeigen sind Analog und das Kühlssystem besteht aus Metallrohren. Trotz des enormen Gewichts von fast 100 Kilogramm ist der Rechner voll einsatzfähig, wenngleich der Transport zur nächsten LAN-Party wohl ausgeschlossen bleibt.
Würdet ihr euch so ein 99-Kilo-Monster der Ästhetik wegen ins Zimmer stellen oder setzt ihr lieber auf schlichte Gehäuse? Schreibt mir eure Meinung gerne unten in die Kommentare.
Zusammenfassung
- Modder verbaute moderne PC-Hardware in einem 100 Jahre alten Heizkörper
- Das System kühlt eine RTX 5080 mit rund 18 Litern Kühlflüssigkeit
- Der viktorianische Gusseisenradiator wiegt befüllt ganze 99 Kilogramm
- Eine passgenaue Halterung entstand mithilfe von 3D-Scan und 3D-Druck
- Die Reinigung des Inneren dauerte eine Woche mit Zitronensäure und mehr
- Drei 120-Millimeter-Lüfter unterstützen die Kühlung an der Unterseite
- Ein antiker Messing-Schalthebel dient als Einschaltknopf des Rechners
Siehe auch:
- RAM-Riegel selbst bauen: Russischer Modder zeigt, wie es geht
- GPU-Transplantation: Modder erschafft eine 'AMD GeForce RX 5070 Ti'
- 'Super-Switch': Modder baut Handheld-PC mit RTX 4090 & 4K-Display
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