"Brain Rot" ist real:
Smartphone-Scrollen schrumpft das Hirn
Intensive Nutzung von Social Media und digitalen Medien könnte das Gehirn stärker beeinflussen als bislang angenommen. Mehrere aktuelle Studien weisen darauf hin, dass vor allem exzessives Scrollen durch Kurzvideos Probleme befördert.
Eine aktuelle Metaanalyse, für die zahlreiche wissenschaftliche Publikationen ausgewertet wurden, kommt zu dem Ergebnis, dass der häufige Konsum kurzer Videoinhalte, etwa auf Plattformen wie TikTok, Instagram oder YouTube, mit geringerer kognitiver Leistungsfähigkeit und mehr Angstsymptomen verbunden ist. Ständige Unterbrechungen durch Benachrichtigungen oder rasche Themenwechsel fragmentierten die Aufmerksamkeit, sagen Forschende. Längere Inhalte empfänden viele deshalb als anstrengend.
Für besondere Aufmerksamkeit sorgt eine 2025 in der Fachzeitschrift Translational Psychiatry veröffentlichte Langzeitstudie mit mehr als 7000 Kindern. Demnach war höhere Bildschirmzeit mit einer geringeren Dicke der Großhirnrinde verbunden. Dabei handelt es sich um jenen Bereich, der für Entscheidungsfindung, Gedächtnis und Impulskontrolle wichtig ist.
Nicht jede Bildschirmzeit wirkt allerdings gleich. In einer Untersuchung zeigte sich, dass der Verzicht auf soziale Medien bei weiterhin freier Handynutzung negative Effekte reduzierte. Entscheidend scheint also weniger die Dauer als die Art der Nutzung zu sein.
Siehe auch:
Von diversen Studien untermauert
Im Mittelpunkt der Debatte steht das Schlagwort "Brain Rot", ein umgangssprachlicher Begriff für die befürchtete "Verrottung" des Gehirns durch ständige Online-Präsenz. Was zunächst scherzhaft klingt, hat nach Ansicht von Experten einen ernsten Kern, wie die Washington Post berichtet. Die US-Autorin Catherine Price, bekannt durch ihr Buch "How to Break Up With Your Phone", berichtet von zahlreichen Rückmeldungen von Menschen, die Schwierigkeiten haben, sich länger zu konzentrieren oder ein Buch zu Ende zu lesen. Smartphones verstärkten die ohnehin vorhandene menschliche Ablenkbarkeit.Eine aktuelle Metaanalyse, für die zahlreiche wissenschaftliche Publikationen ausgewertet wurden, kommt zu dem Ergebnis, dass der häufige Konsum kurzer Videoinhalte, etwa auf Plattformen wie TikTok, Instagram oder YouTube, mit geringerer kognitiver Leistungsfähigkeit und mehr Angstsymptomen verbunden ist. Ständige Unterbrechungen durch Benachrichtigungen oder rasche Themenwechsel fragmentierten die Aufmerksamkeit, sagen Forschende. Längere Inhalte empfänden viele deshalb als anstrengend.
Für besondere Aufmerksamkeit sorgt eine 2025 in der Fachzeitschrift Translational Psychiatry veröffentlichte Langzeitstudie mit mehr als 7000 Kindern. Demnach war höhere Bildschirmzeit mit einer geringeren Dicke der Großhirnrinde verbunden. Dabei handelt es sich um jenen Bereich, der für Entscheidungsfindung, Gedächtnis und Impulskontrolle wichtig ist.
Vor allem Social Media
Zudem zeigten Vielnutzer häufiger Symptome einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Fachleute betonen jedoch, dass es sich um Zusammenhänge handelt und keine eindeutigen Beweise für Ursache und Wirkung vorliegen. Auch Schlafmangel spielt hier aber eine Rolle: Viele Jugendliche nutzen Bildschirme bis spät in die Nacht. Zu wenig Schlaf kann die Entwicklung der weißen Substanz im Gehirn beeinträchtigen, die für effiziente Signalweiterleitung entscheidend ist.Nicht jede Bildschirmzeit wirkt allerdings gleich. In einer Untersuchung zeigte sich, dass der Verzicht auf soziale Medien bei weiterhin freier Handynutzung negative Effekte reduzierte. Entscheidend scheint also weniger die Dauer als die Art der Nutzung zu sein.
Zusammenfassung
- Exzessives Scrollen durch Kurzvideos kann das Gehirn negativ beeinflussen
- Der Begriff Brain Rot beschreibt die befürchtete Verrottung des Gehirns
- Viele Menschen berichten über zunehmende Konzentrationsschwierigkeiten
- Eine Metaanalyse zeigt geringere kognitive Leistung bei Kurzvideokonsum
- Langzeitstudie mit über 7000 Kindern zeigt dünnere Großhirnrinde
- Vielnutzer zeigten häufiger Symptome einer Aufmerksamkeitsstörung
- Entscheidend ist weniger die Dauer als die Art der Bildschirmnutzung
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