PC-Verkaufsverbot gegen Asus:
so geht es nach der Nokia-Klage weiter
Die taiwanischen PC-Hersteller Asus und Acer dürfen diverse Computer derzeit nicht mehr in Deutschland zum Kauf anbieten, nachdem Nokia vor Gericht ein Verkaufsverbot erwirkte. Asus hat jetzt erklärt, wie es in Deutschland weitergehen soll.
Die Abschaltung der Website und des Web-Stores sei Folge der von Nokia erwirkten Verfügung, die "ausgewählte Asus-PCs und Produkte betrifft, die den High Efficiency Video Codec (HEVC) nutzen", so der PC-Hersteller. Als Inverkehrbringer der damit ausgestatteten Geräte ist Asus auch dann für die Zahlung von Lizenzgebühren für die Nutzung von Patenten des finnischen Netzwerkausrüsters Nokia bzw. dessen Abteilung für Patentverwertung verantwortlich, wenn man eigentlich nur Komponenten von Drittherstellern verbaut, die dies ermöglichen.
Aktuell prüfe man weitere rechtliche Schritte, um letztlich so schnell wie möglich eine faire Lösung zu finden. Asus halte an seiner Position fest und bleibe seinen Kunden und Partnern verbunden, hieß weiter. Nokia versucht offenbar, die Höhe der von Asus und Acer verlangten Patentgebühr für die Nutzung von HEVC-Patenten anhand der Verkaufspreise vollständiger PC-Systeme zu berechnen und nicht anhand der Kosten einzelner Komponenten.
Auch bei Acer ist die deutsche Website seit einigen Tagen nicht mehr erreichbar. Das Unternehmen reagierte bisher gegenüber anderen Medien nur mit dem Verweis, auf eine Prüfung seines weiteren Vorgehens und folgender rechtlicher Schritte. Auf eine Anfrage unsererseits reagierte die deutsche Pressesprecherin noch nicht, wobei dafür wohl in der aktuellen Lage etwas mehr Zeit nötig sein dürfte.
Im deutschen Handel sind aktuell noch diverse vorhandene Bestände von aktuellen PCs von Acer und Asus frei verfügbar. Sobald diese jedoch abverkauft sind, dürften die Geräte nach und nach aus dem Handel verschwinden. Das Verkaufsverbot trifft neben Windows-PCs auch alle anderen HEVC-fähigen Geräte wie etwa Linux- oder ChromeOS-basierte Systeme.
Nokia geht seit einigen Jahren verstärkt gegen diverse Elektronikanbieter vor, um diese zur Zahlung von Patentgebühren zu zwingen. Der wohl prominenteste Fall waren die zur BBK-Gruppe gehörenden chinesischen Smartphone-Hersteller OnePlus, Oppo und Vivo, die teilweise jahrelang den Vertrieb ihrer Produkte in Deutschland stoppten, nachdem Nokia auch gegen sie Verkaufsverbote erwirkt hatte.
Siehe auch:
Asus bestätigt Abschaltung von Website und Shop
Asus hat seine offizielle Website und den dazugehörigen Online-Store in Deutschland gemäß der kürzlich gefällten Entscheidung des Landgerichts München I vorerst abgeschaltet. Dies bestätigte das Unternehmen in einer gestern veröffentlichten Pressemitteilung unter Berufung auf die im Verfahren 7O4102/25 von dem Gericht erlassene einstweilige Verfügung.Die Abschaltung der Website und des Web-Stores sei Folge der von Nokia erwirkten Verfügung, die "ausgewählte Asus-PCs und Produkte betrifft, die den High Efficiency Video Codec (HEVC) nutzen", so der PC-Hersteller. Als Inverkehrbringer der damit ausgestatteten Geräte ist Asus auch dann für die Zahlung von Lizenzgebühren für die Nutzung von Patenten des finnischen Netzwerkausrüsters Nokia bzw. dessen Abteilung für Patentverwertung verantwortlich, wenn man eigentlich nur Komponenten von Drittherstellern verbaut, die dies ermöglichen.
Support- und Garantieleistungen laufen regulär weiter
Asus versicherte weiterhin, dass der After-Sales-Service, also der Umgang mit Garantieansprüchen und anderen Support-Leistungen, auch weiterhin in vollem Umfang aktiv bleibe. Die bestehenden Kunden würden auch künftig ununterbrochen Support erhalten, wobei sich Asus an die Vorgaben der Gerichtsentscheidung halte, so das Unternehmen.Aktuell prüfe man weitere rechtliche Schritte, um letztlich so schnell wie möglich eine faire Lösung zu finden. Asus halte an seiner Position fest und bleibe seinen Kunden und Partnern verbunden, hieß weiter. Nokia versucht offenbar, die Höhe der von Asus und Acer verlangten Patentgebühr für die Nutzung von HEVC-Patenten anhand der Verkaufspreise vollständiger PC-Systeme zu berechnen und nicht anhand der Kosten einzelner Komponenten.
Nokia klagt seit Jahren wegen Patentlizenzen
Den Geräteherstellern sind die dadurch entstehenden Kosten aber bisher angesichts ihrer ohnehin geringen Margen zu hoch. Da die PC-Anbieter zwar bereit sind, eine Lösung zu finden, aber noch keine Übereinkunft erzielt werden konnte, hat Nokia nun mit der Zahlung einer Sicherheitsleistung in Millionenhöhe Fakten geschaffen und das Verkaufsverbot gegen die beiden taiwanischen Anbieter rechtskräftig werden lassen.Auch bei Acer ist die deutsche Website seit einigen Tagen nicht mehr erreichbar. Das Unternehmen reagierte bisher gegenüber anderen Medien nur mit dem Verweis, auf eine Prüfung seines weiteren Vorgehens und folgender rechtlicher Schritte. Auf eine Anfrage unsererseits reagierte die deutsche Pressesprecherin noch nicht, wobei dafür wohl in der aktuellen Lage etwas mehr Zeit nötig sein dürfte.
Im deutschen Handel sind aktuell noch diverse vorhandene Bestände von aktuellen PCs von Acer und Asus frei verfügbar. Sobald diese jedoch abverkauft sind, dürften die Geräte nach und nach aus dem Handel verschwinden. Das Verkaufsverbot trifft neben Windows-PCs auch alle anderen HEVC-fähigen Geräte wie etwa Linux- oder ChromeOS-basierte Systeme.
Nokia geht seit einigen Jahren verstärkt gegen diverse Elektronikanbieter vor, um diese zur Zahlung von Patentgebühren zu zwingen. Der wohl prominenteste Fall waren die zur BBK-Gruppe gehörenden chinesischen Smartphone-Hersteller OnePlus, Oppo und Vivo, die teilweise jahrelang den Vertrieb ihrer Produkte in Deutschland stoppten, nachdem Nokia auch gegen sie Verkaufsverbote erwirkt hatte.
Zusammenfassung
- Asus schaltet deutsche Website nach Verkaufsverbot durch Nokia ab
- Einstweilige Verfügung betrifft Produkte mit HEVC-Codec-Technologie
- After-Sales-Service und Support bleiben für bestehende Kunden erhalten
- Nokia berechnet Patentgebühren basierend auf Gesamtpreisen der Geräte
- Auch Acer ist vom Verkaufsverbot betroffen und hat Website abgeschaltet
- Bestehende Lagerbestände können noch verkauft werden
- Nokia ging bereits früher gegen OnePlus, Oppo und Vivo mit Verboten vor
Siehe auch:
- Nokia greift Amazon an: weltweite Klagewelle wegen Videocodecs
- Vivo stoppt Smartphone-Verkauf in Deutschland nach Nokia-Patentklage
- Patenttroll verklagt Apple und iPhone-Verkäufer für Nokia-Patente
- Patentstreit der Totgeglaubten: BlackBerry verklagt Nokia
- Nokia reicht Klage gegen Apple ein - in USA und in Deutschland
Videos von Asus-Geräten
- Asus Zenbook Duo: Notebook mit zwei Displays im Praxistest
- Asus Zenbook A14: Leichtgewicht mit starker Ausstattung im Test
- Asus Vivobook S15: Copilot+ PC mit Snapdragon X Elite getestet
- Asus Zenbook S16: Notebook mit Ceraluminum-Gehäuse und Ryzen AI
- Asus ROG Ally X: Fast überall doppelt so gut wie sein Vorgänger
Asus RTX 4090 im Preisvergleich:
Neue Asus-Downloads
Beiträge aus dem Forum
Beliebt im Preisvergleich
- Notebooks:
Weiterführende Links
Neue Nachrichten
- iPhone Air 2: Apple behebt die zwei größten Mankos des Vorgängers
- 24 Mrd. Datensätze offen im Netz: Riesiges Passwort-Archiv entdeckt
- Top-Tarif im O2-Netz: Jetzt 25 GB 5G dauerhaft für nur 4,99 Euro
- Microsoft Edge erlaubt bald den Login mit einem Google-Konto
- Tim Cook warnt: Preise für Apple-Produkte werden bald deutlich steigen
- Minus 15 Prozent: Speicherkrise trifft die Smartphone-Hersteller hart
- Massiver Firewall-Hack: Viele der wichtigsten Netze der Welt geknackt
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen