Neue Start-Option: Europäischer Starlink-Konkurrent ist wieder auf Kurs

Der europäische Satellitenbetreiber Eutelsat will dem US-Angebot Starlink mit deutlich weniger Satelliten und besserer Qualität Konkurrenz machen. Nach Problemen mit den Start-Optionen, steht nun auch ein neuer Weg in den Weltraum offen.
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Kooperation mit MaiaSpace

Eutelsat hat hierfür eine weitreichende Partnerschaft mit dem französischen Raumfahrt-Startup MaiaSpace geschlossen. Das gab das Unternehmen bekannt. Die Vereinbarung gilt als strategisch wichtig für Europas Ambitionen im All, insbesondere mit Blick auf den großen Vorsprung des US-Konzerns SpaceX.

Der Vertrag, der mehrere Startmissionen umfasst, soll ab 2027 greifen. MaiaSpace ist eine Tochter des Luft- und Raumfahrtkonzerns ArianeGroup, der bislang die Schwerlastrakete Ariane entwickelt. Mit dem neuen Abkommen erhält Eutelsat eine zusätzliche Startoption zu seinen bisherigen Partnern. Laut Arlen Kassighian, dem Chief Engineering Officer des Unternehmens, erweitert MaiaSpace das Spektrum und macht das gesamte Startsystem flexibler und unabhängiger.


Der Vertrag, der mehrere Startmissionen umfasst, soll ab 2027 greifen. MaiaSpace ist eine Tochter des Luft- und Raumfahrtkonzerns ArianeGroup, der bislang die Schwerlastrakete Ariane entwickelt. Mit dem neuen Abkommen erhält Eutelsat eine zusätzliche Startoption zu seinen bisherigen Partnern. Laut Arlen Kassighian, dem Chief Engineering Officer des Unternehmens, erweitert MaiaSpace das Spektrum und macht das gesamte Startsystem flexibler und unabhängiger.

Eutelsat ist Eigentümer des britisch-französischen Satellitennetzwerks OneWeb, das neben Elon Musks Starlink die einzige derzeit operierende Internet-Satelliten-Konstellation im niedrigen Erdorbit darstellt. Beide Systeme sollen abgelegene Regionen mit zuverlässiger Internetverbindung versorgen, wobei OneWeb mit weniger Satelliten eine höhere Qualität erreichen will. Für die französische und britische Regierung gilt OneWeb deshalb als sicherheitspolitisch bedeutsamer Infrastrukturbaustein, sowohl für Behörden und Streitkräfte als auch für Unternehmen und Privatnutzer.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte bereits im vergangenen Jahr gefordert, Europa müsse dringend "eigene Schlagkraft" bei Satellitenkonstellationen aufbauen, um nicht dauerhaft von US-Anbietern abhängig zu sein. Am Donnerstag bekräftigte er diese Linie und kündigte an, Frankreich werde den Einsatz von LEO (Low Earth Orbit)-Systemen beschleunigen.

Wiederverwendbare Launcher

MaiaSpace entwickelt derzeit eine teilweise wiederverwendbare Mini-Trägerrakete. Wiederverwendbare Raketen gelten als besonders kosteneffizient, da sie häufiger starten können. SpaceX nutzt mit der Falcon-9 bereits seit mehr als zehn Jahren ein entsprechendes System und testet mit Starship eine vollständig wiederverwendbare Weiterentwicklung. Europäische Systeme wie die Ariane 6 sind derzeit nicht wiederverwendbar und kommen auch nicht an die Startfrequenz von SpaceX heran, das inzwischen über 9000 Starlink-Satelliten ins All gebracht hat.

Eutelsat setzte zuletzt auf SpaceX und die indische Raumfahrtbehörde ISRO, nachdem die Kooperation mit Russland infolge des Ukraine-Kriegs abrupt beendet worden war. In den kommenden Jahren plant der Konzern, rund 440 weitere LEO-Satelliten, die von Airbus gebaut werden, starten zu lassen, um das Netz zu erneuern und auszubauen.

Zusammenfassung
  • Eutelsat schließt Partnerschaft mit MaiaSpace für Satellitenstarts ab 2027
  • Europäischer Starlink-Konkurrent OneWeb will mit weniger Satelliten bessere Qualität bieten
  • Zusammenarbeit erweitert Startoptionen und macht Eutelsat unabhängiger
  • Für Frankreich und Großbritannien ist OneWeb sicherheitspolitisch bedeutsam
  • Macron fordert europäische Unabhängigkeit von US-Anbietern bei Satellitenkonstellationen
  • MaiaSpace entwickelt teilweise wiederverwendbare Mini-Trägerrakete

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