Speicherkrise: So reagieren jetzt die Notebook-Hersteller
Der globale Laptop-Markt steht im Jahr 2026 vor einer spürbaren Zäsur. Die historische Knappheit an Arbeitsspeicher zwingt die Hersteller, ihre Pläne zu überdenken. Besonders große Anbieter wie Lenovo und HP sollen erwägen, neue Modelle zu verschieben.
Laut des südkoreanischen Wirtschaftsdienstes Chosun Biz haben einige Hersteller bereits Vorverträge mit den großen Speicherproduzenten Samsung, Micron und SK Hynix abgeschlossen. Dennoch rechnen Branchenexperten damit, dass die Preise für DDR5-RAM bis Ende 2026 um bis zu 45 Prozent steigen könnten.
Die Lage verschärft sich zusätzlich, da der Boom der Künstlichen Intelligenz auch den Markt für NAND-Flashspeicher stark beansprucht. Teurere SSDs treiben die Kosten für Notebooks so weiter in die Höhe. Das Marktforschungsunternehmen TrendForce prognostiziert, dass Speicher- und Storage-Komponenten künftig bis zu 23 Prozent der gesamten Materialkosten eines Laptops ausmachen könnten. Ein Brancheninsider geht sogar davon aus, dass einzelne Hersteller die Preise ihrer Premium-Modelle um bis zu 30 Prozent anheben werden.
Andere Anbieter reagieren bereits: Dell und Framework haben angekündigt, Preiserhöhungen nicht ausschließen zu können. Asus soll zeitweise sogar geprüft haben, eigenen DDR5-Speicher zu produzieren, dementierte dies jedoch später. Besonders hart trifft es kleinere Hersteller ohne direkten Zugang zu den großen Speicherlieferanten. Der US-Anbieter Maingear etwa bittet Kunden inzwischen, eigene RAM-Module für individuelle Systeme einzuschicken, eine Maßnahme, die jedoch kaum echte Einsparungen verspricht.
Insgesamt zeichnet sich ab: 2026 könnte für die Laptop-Branche ein Jahr der Engpässe, Verzögerungen und steigenden Preise werden. Für Verbraucher heißt das, sich womöglich auf weniger Auswahl und deutlich höhere Kosten einzustellen.
Siehe auch:
- Globale RAM-Knappheit zwingt Laptop-Hersteller zu Verzögerungen
- Lenovo und HP erwägen Verschiebung neuer Modelle trotz CES-Ankündigungen
- Preisanstieg bei DDR5-RAM könnte bis Ende 2026 bis zu 45 Prozent erreichen
- KI-Boom verstärkt zusätzlich die Nachfrage nach NAND-Flashspeichern
- Speicher- und Storage-Komponenten könnten 23 Prozent der Materialkosten ausmachen
- Premium-Modelle werden voraussichtlich um bis zu 30 Prozent teurer
- Kleinere Hersteller ohne direkten Zugang zu Speicherlieferanten leiden besonders
Preise steigen
Zwar werden auf der Technikmesse CES, mit der die Tech-Branche im Januar traditionell das neue Jahr einläutet, erneut neue Business- und Gaming-Notebooks erwartet, doch die Rekordpreise für DRAM-Speicher setzen die Branche unter Druck. Um drastische Preiserhöhungen für bestehende Lagerbestände zu vermeiden, versuchen viele Produzenten derzeit fieberhaft, sich zusätzliche Lieferkontingente zu sichern.Laut des südkoreanischen Wirtschaftsdienstes Chosun Biz haben einige Hersteller bereits Vorverträge mit den großen Speicherproduzenten Samsung, Micron und SK Hynix abgeschlossen. Dennoch rechnen Branchenexperten damit, dass die Preise für DDR5-RAM bis Ende 2026 um bis zu 45 Prozent steigen könnten.
Die Lage verschärft sich zusätzlich, da der Boom der Künstlichen Intelligenz auch den Markt für NAND-Flashspeicher stark beansprucht. Teurere SSDs treiben die Kosten für Notebooks so weiter in die Höhe. Das Marktforschungsunternehmen TrendForce prognostiziert, dass Speicher- und Storage-Komponenten künftig bis zu 23 Prozent der gesamten Materialkosten eines Laptops ausmachen könnten. Ein Brancheninsider geht sogar davon aus, dass einzelne Hersteller die Preise ihrer Premium-Modelle um bis zu 30 Prozent anheben werden.
Erholung wird stoppen
Dabei hatte sich der PC-Markt zuletzt erholt. 2025 sorgten unter anderem notwendige Upgrades auf Windows 11 für steigende Verkaufszahlen. Doch dieser Aufwärtstrend könnte schon 2026 enden. Wenn neue Geräte teurer werden oder sich verzögern, dürften viele Käufer Anschaffungen aufschieben - zum Nachteil von Lenovo, HP und ihren Wettbewerbern.Andere Anbieter reagieren bereits: Dell und Framework haben angekündigt, Preiserhöhungen nicht ausschließen zu können. Asus soll zeitweise sogar geprüft haben, eigenen DDR5-Speicher zu produzieren, dementierte dies jedoch später. Besonders hart trifft es kleinere Hersteller ohne direkten Zugang zu den großen Speicherlieferanten. Der US-Anbieter Maingear etwa bittet Kunden inzwischen, eigene RAM-Module für individuelle Systeme einzuschicken, eine Maßnahme, die jedoch kaum echte Einsparungen verspricht.
Insgesamt zeichnet sich ab: 2026 könnte für die Laptop-Branche ein Jahr der Engpässe, Verzögerungen und steigenden Preise werden. Für Verbraucher heißt das, sich womöglich auf weniger Auswahl und deutlich höhere Kosten einzustellen.
Siehe auch:
Themen:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
Lenovos Aktienkurs
Videos zu Lenovo-Geräten
- Lenovo Yoga Tab Gen 2: Das neue Allrounder-Tablet im Test
- Lenovos neues Tablet-Flaggschiff: Yoga Tab Plus Gen 2 angeschaut
- Yoga Tab Gen 2: Lenovos neues Tablet mit starkem Display
- Lenovo Tab Plus Gen 2 im Test: Starker Sound, aber wenig Leistung
- ThinkTab X11: Lenovos Tablet für harte Umgebungen im Test
Beliebt im Preisvergleich
- Notebooks:
Beiträge aus dem Forum
Weiterführende Links
Neue Nachrichten
- Media Markt & Saturn: Die Weekend-Deals sind da - das lohnt sich
- Enough Phone soll Traum vom kompakten Android-Smartphone erfüllen
- Moderne Zeiten: US-Flugsicherung trennt sich endlich von Disketten
- O2 Top-Tarif ist zurück: 50 GB und Allnet-Flat dauerhaft für 7,99 Euro
- "Fuck AI": Protestierende stürmen Microsoft-Rechenzentrumsbaustelle
- BYD Yangwang U9 Xtreme: China-Hypercar bricht 500-km/h-Rekord
- Neues Tool von Microsoft-Entwickler zeigt detaillierte GPU-Auslastung
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen