Kunst-Satire: Musk und Zuckerberg als Fotos "kackende" Roboterhunde
Auf der Art Basel Miami sorgen Roboterhunde mit den Gesichtern von Tech-Milliardären für Aufsehen. Der Digitalkünstler Beeple lässt die Maschinen KI-generierte Kunstwerke ausscheiden - ein bizarres wie teures Statement zur Macht der Algorithmen.
Dabei wandern autonome Roboterhunde durch ein Gehege, ausgestattet mit ziemlich realistischen Masken prominenter Persönlichkeiten wie Elon Musk, Mark Zuckerberg, Jeff Bezos oder Andy Warhol. Das skurrile Highlight der Performance: Die Maschinen "verdauen" ihre visuellen Eindrücke mittels künstlicher Intelligenz und scheiden diese anschließend buchstäblich als gedruckte Kunstwerke aus.
Das Projekt ist mehr als reine Provokation; es fungiert als technischer Kommentar zur Dominanz von Tech-Konzernen über unsere Wahrnehmung. Wie CNN berichtet, sind die Roboter mit Kameras ausgestattet, die die Umgebung und die Besucher erfassen. Ein Algorithmus verarbeitet diese Daten in Echtzeit und wendet Filter an, die dem Stil oder der Plattform der jeweiligen Persönlichkeit entsprechen. Der Musk-Hund produziert etwa Bilder im Schwarz-Weiß-Stil seiner "Cognitive Blueprint"-Serie, während der Zuckerberg-Roboter die Welt in "Metaverse"-Blautöne taucht.
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Sobald der sogenannte "POOP Mode" aktiviert wird, druckt der Roboter das Bild aus und wirft es physisch ab. Parallel dazu wird ein NFT auf der Blockchain generiert. Beeple kritisiert damit, wie Algorithmen von Plattformen wie X oder Meta unsere Sicht auf die Realität unilateral filtern und steuern.
Technisch interessant ist zudem die geplante Obsoleszenz der Kunstwerke. Die Roboter sind so programmiert, dass ihre primäre Funktion - das Aufzeichnen und Speichern von Bildern auf der Blockchain - nach genau drei Jahren endet. Während die motorischen Fähigkeiten der Maschinen erhalten bleiben, wird der künstlerische Output versiegen. Das verleiht den digitalen Erzeugnissen eine Endlichkeit, die im Kontrast zur sonstigen Beständigkeit der Blockchain-Technologie steht.
Was haltet ihr von dieser Art der KI-Kunst und Beeples Kritik an den Tech-Giganten? Findet ihr den Einsatz von Robotik in der Kunst innovativ oder ist das für euch reine Spielerei? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare!
Siehe auch:
- Roboterhunde mit Tech-Milliardär-Gesichtern produzieren KI-Kunst
- Beeples Installation zeigt Musk, Zuckerberg und Bezos als defäkierende Bots
- Maschinen scannen Umgebung und erstellen gefilterte Bilder im Stil der CEOs
- Algorithmen verarbeiten Eindrücke zu NFTs und gedruckten Kunstwerken
- Projekt kritisiert die algorithmische Filterung unserer Realitätswahrnehmung
- Trotz skurriler Darstellung wurden alle 100000-Dollar-Roboter bereits verkauft
- Kunstwerke verlieren nach drei Jahren programmgemäß ihre digitale Funktion
Satire: Wenn Roboterhunde Kunst machen
Auf der Art Basel Miami Beach 2025 zieht derzeit eine Installation die Blicke auf sich, die gleichermaßen fasziniert und verstört. Der Digitalkünstler Mike Winkelmann, in der Szene besser bekannt als Beeple, präsentiert im neuen Digital-Sektor "Zero 10" seine Arbeit "Regular Animals".Dabei wandern autonome Roboterhunde durch ein Gehege, ausgestattet mit ziemlich realistischen Masken prominenter Persönlichkeiten wie Elon Musk, Mark Zuckerberg, Jeff Bezos oder Andy Warhol. Das skurrile Highlight der Performance: Die Maschinen "verdauen" ihre visuellen Eindrücke mittels künstlicher Intelligenz und scheiden diese anschließend buchstäblich als gedruckte Kunstwerke aus.
Das Projekt ist mehr als reine Provokation; es fungiert als technischer Kommentar zur Dominanz von Tech-Konzernen über unsere Wahrnehmung. Wie CNN berichtet, sind die Roboter mit Kameras ausgestattet, die die Umgebung und die Besucher erfassen. Ein Algorithmus verarbeitet diese Daten in Echtzeit und wendet Filter an, die dem Stil oder der Plattform der jeweiligen Persönlichkeit entsprechen. Der Musk-Hund produziert etwa Bilder im Schwarz-Weiß-Stil seiner "Cognitive Blueprint"-Serie, während der Zuckerberg-Roboter die Welt in "Metaverse"-Blautöne taucht.
Auf YouTube ansehenSobald der sogenannte "POOP Mode" aktiviert wird, druckt der Roboter das Bild aus und wirft es physisch ab. Parallel dazu wird ein NFT auf der Blockchain generiert. Beeple kritisiert damit, wie Algorithmen von Plattformen wie X oder Meta unsere Sicht auf die Realität unilateral filtern und steuern.
Hohe Nachfrage
Trotz der gewöhnungsbedürftigen Darbietung ist das kommerzielle Interesse an den Hightech-Skulpturen enorm. Wie Beeple gegenüber dem Miami Herald betonte, sei die Darstellung zwar seltsam, aber keinesfalls beleidigend für die dargestellten Personen gemeint. Das sehen die Sammler offenbar ähnlich: Bereits am VIP-Eröffnungstag waren alle Roboterhunde ausverkauft. Der Preis pro Exemplar lag bei 100.000 Dollar.Technisch interessant ist zudem die geplante Obsoleszenz der Kunstwerke. Die Roboter sind so programmiert, dass ihre primäre Funktion - das Aufzeichnen und Speichern von Bildern auf der Blockchain - nach genau drei Jahren endet. Während die motorischen Fähigkeiten der Maschinen erhalten bleiben, wird der künstlerische Output versiegen. Das verleiht den digitalen Erzeugnissen eine Endlichkeit, die im Kontrast zur sonstigen Beständigkeit der Blockchain-Technologie steht.
Was haltet ihr von dieser Art der KI-Kunst und Beeples Kritik an den Tech-Giganten? Findet ihr den Einsatz von Robotik in der Kunst innovativ oder ist das für euch reine Spielerei? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare!
Siehe auch:
- Torvalds über Musk: "Zu dumm, um in Tech-Unternehmen zu arbeiten"
- League of Legends: Elon Musk will KI gegen Weltmeister antreten lassen
- Elon Musk sauer: Andere Hersteller wollen Teslas Full Self-Driving nicht
- Zum Fremdschämen: KI Grok schleimt sich peinlich bei Elon Musk ein
- Musk: KI und Roboter werden Arbeit unnötig machen, Armut eliminieren
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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