Highlight
Volvo streicht Lidar: Aus für die Technik ab den 2026er-Modellen
Volvo streicht überraschend eine sicherheitsrelevante Schlüsseltechnologie bei seinen kommenden Flaggschiffen. Der Verzicht auf Lidar wird weitreichende Folgen für die Autonomie der Fahrzeuge haben und zu einem Rechtsstreit führen.
Als offizielle Begründung führt Volvo vor allem die Risikominimierung in der Lieferkette an. Ursprünglich war die Technik als Standardausstattung vorgesehen, wurde später aufgrund von Engpässen zu "optional" herabgestuft und entfällt nun komplett. Ein Sprecher von Volvo erklärte, dass dieser Schritt eine direkte Folge der Nichterfüllung vertraglicher Verpflichtungen seitens Luminar sei. Die Fahrzeuge sollen künftig allein durch einen Verbund aus Kameras, Radar und Ultraschallsensoren das von Volvo definierte Sicherheitsniveau erreichen.
Luminar reagierte prompt mit rechtlichen Schritten auf die Aufkündigung der Partnerschaft. In einer Börsenmitteilung bestätigte das Unternehmen, Schadenersatzforderungen gegen Volvo gestellt zu haben. Der Verlust von Volvo als größtem Einzelkunden versetzt Luminar in eine prekäre wirtschaftliche Lage, da der schwedische Autobauer auch als wichtiger Referenzkunde für die Serienreife der Technologie galt.
Das Fehlen des Lidar erfordert weitreichende Anpassungen an der Softwarearchitektur, da jetzt Algorithmen die fehlenden Tiefeninformationen berechnen müssen, die ein Laserscanner physikalisch exakt liefern würde. Gleichzeitig könnte der Lidar-Wegfall aber auch bedeuten, dass Volvo seine bestehenden Softwareprobleme besser in den Griff bekommt.
Haltet ihr den Verzicht auf Lidar für einen Rückschritt bei der Sicherheit oder vertraut ihr Kamerasystemen? Schreibt uns eure Meinung dazu in die Kommentare!
Siehe auch:
Abschied vom Laser-Sensor
Der schwedische Automobilhersteller Volvo hat eine signifikante Änderung in seiner Technologie-Roadmap für das Modelljahr 2026 angekündigt. Die ursprünglich fest eingeplante Integration von Lidar-Sensoren in die Flaggschiff-Modelle EX90 und ES90 wird vollständig gestrichen. Damit einher geht die sofortige Beendigung der Zusammenarbeit mit dem langjährigen Partner und Zulieferer Luminar. Diese Entscheidung markiert eine klare Abkehr von der bisherigen Strategie, die das "Light Detection and Ranging" (Lidar) als unverzichtbares Element für autonome Fahrfunktionen und fortschrittliche Sicherheitssysteme positionierte.Als offizielle Begründung führt Volvo vor allem die Risikominimierung in der Lieferkette an. Ursprünglich war die Technik als Standardausstattung vorgesehen, wurde später aufgrund von Engpässen zu "optional" herabgestuft und entfällt nun komplett. Ein Sprecher von Volvo erklärte, dass dieser Schritt eine direkte Folge der Nichterfüllung vertraglicher Verpflichtungen seitens Luminar sei. Die Fahrzeuge sollen künftig allein durch einen Verbund aus Kameras, Radar und Ultraschallsensoren das von Volvo definierte Sicherheitsniveau erreichen.
Hintergründe der Trennung
Die Situation beim ehemaligen Partner scheint jedoch weitaus komplexer zu sein, als es die offiziellen Verlautbarungen zunächst vermuten lassen. Wie The Drive berichtet, kämpft das in Orlando ansässige Unternehmen Luminar mit erheblichen finanziellen Schwierigkeiten und einem massiven Stellenabbau. Zudem gab es tiefgreifende Umstrukturierungen in der Führungsebene, die Berichten zufolge auch eine interne Untersuchung des Aufsichtsrats gegen den Gründer beinhalteten. Diese Instabilität dürfte Volvos Vertrauen in den Zulieferer nachhaltig beschädigt haben.Luminar reagierte prompt mit rechtlichen Schritten auf die Aufkündigung der Partnerschaft. In einer Börsenmitteilung bestätigte das Unternehmen, Schadenersatzforderungen gegen Volvo gestellt zu haben. Der Verlust von Volvo als größtem Einzelkunden versetzt Luminar in eine prekäre wirtschaftliche Lage, da der schwedische Autobauer auch als wichtiger Referenzkunde für die Serienreife der Technologie galt.
Tesla als Vorbild?
Technisch bedeutet der Wegfall des markanten "Lidar-Bumps" auf dem Dach, dass Volvo nun einen ähnlichen Weg wie Tesla einschlägt. Der Ansatz verschiebt sich von einer laserbasierten 3D-Vermessung hin zu einer rein kamerabasierten Umfelderfassung.Das Fehlen des Lidar erfordert weitreichende Anpassungen an der Softwarearchitektur, da jetzt Algorithmen die fehlenden Tiefeninformationen berechnen müssen, die ein Laserscanner physikalisch exakt liefern würde. Gleichzeitig könnte der Lidar-Wegfall aber auch bedeuten, dass Volvo seine bestehenden Softwareprobleme besser in den Griff bekommt.
Haltet ihr den Verzicht auf Lidar für einen Rückschritt bei der Sicherheit oder vertraut ihr Kamerasystemen? Schreibt uns eure Meinung dazu in die Kommentare!
Zusammenfassung
- Volvo verzichtet ab Modelljahr 2026 komplett auf Lidar-Sensoren
- Flaggschiffe EX90 und ES90 müssen ohne die Lasertechnologie auskommen
- Kooperation mit Zulieferer Luminar wurde mit sofortiger Wirkung beendet
- Statt Lidar nutzt Volvo künftig nur Kameras, Radar und Ultraschallsensoren
- Luminar kämpft mit finanziellen Problemen und hat Schadenersatz gefordert
- Volvos Strategiewechsel ähnelt nun dem kamerabasierten Ansatz von Tesla
- Softwarearchitektur muss ohne die präzisen Tiefeninformationen des Lidars arbeiten
Siehe auch:
- DJI Neo 2 vorgestellt: Mini-Drohne erhält 4K/60-Upgrade und LiDAR
- LiDAR für alle? Forscher entwickeln billigen Präzisionslaser
- Vorsicht beim Filmen: Video zeigt Kamera-Schaden durch Lidar-System
- Teile des Internets solidarisieren sich mit Killer von UnitedHealth-CEO
- LiDAR-Daten überraschen: Wir haben große Maya-Städte übersehen
Thema:
Videos zum Thema autonomes Fahren
- Fast wie K.I.T.T.: BYD-Supercar Yangwang U9 springt über Schlagloch
- Forvia auf der IAA 2023: Mehr Sicherheit und Nachhaltigkeit im Auto
- Nuro: Kleinwagen-großer Liefer-Roboter hat einen Außen-Airbag
- Audi AI:ME - Testfahrt mit dem autonomen Elektroauto auf der CES
- Daimler und Bosch: So funktioniert das komplett fahrerlose Parken
Beliebt im Preisvergleich
- Sommerreifen:
Beiträge aus dem Forum
Weiterführende Links
Neue Nachrichten
- Aktuelle Technik-Blitzangebote von Amazon im Überblick
- Nur für 3 Stunden: Riesiger 85" Mini-LED-TV bei Media Markt im Angebot
- Zero Trust: Windows Server startet verschlüsselte Namensauflösung
- Nvidia GPU RTX Pro 6000: Preis steigt um krasse 55 Prozent
- Google Earth: Flugsimulator jetzt kostenlos im Browser nutzbar
- iPhone Fold Ultra im Hands-on-Video: Alle Details im Überblick
- Tesla-Autopilot: Fahrer hebeln Sicherheitssystem mit 8-€-Gadget aus
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen