Alles nur geklaut? Fitness-Ring-Pionier Oura verklagt die halbe Welt

Ein Ring mit Sensoren ist ein simples Konzept als Alternative zu einer Smartwatch oder einem Fitness-Tracker. Der Smart-Ring-Pionier Oura verklagt jetzt im Grunde die meisten anderen größeren Anbieter derartiger Produkte und wirft ihnen Design-Klau vor.
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Oura

Beschwerde gegen Samsung, Amazfit & Reebok

Die Liste der Firmen, denen die vergleichsweise kleine finnische Firma Oura Verstöße gegen Patente rund um das Design und die Fertigung des Oura Rings vorwirft, liest sich wie ein Who-is-Who der Branche. Oura hat bei der Internationalen Handelsaufsicht der USA (International Trade Commission, ITC) Beschwerde gegen diverse andere Anbieter von Smart- bzw. Fitness-Ringen eingelegt.

Konkret trifft die Beschwerde den südkoreanischen Elektronikgiganten Samsung, den chinesischen Smartwatch- und Fitness-Tracker-Spezialisten Amazfit, den indischen Konkurrenten Luna und sogar den Sportartikelhersteller Reebok. Der Vorwurf: all diese Firmen sollen mit ihren Produkten gegen Patente auf das Design und die zur Fertigung von Fitness-Ringen nötigen Methoden verstoßen.

Oura ist schon seit Jahren (sehr) klagefreudig

Die Patentverstöße der konkurrierenden Anbieter von Fitness-Ringen sollen laut Oura unter anderem den Formfaktor sowie interne und externe Komponenten gleichermaßen betreffen. Oura geht schon seit einiger Zeit mit rechtlichen Schritten gegen angebliche Nachahmer vor und hatte Samsung bereits 2024 verklagt. Die Koreaner reagierten mit einer Gegenklage, das Verfahren wurde Anfang 2025 aber eingestellt.

Als Folge der ITC-Beschwerde könnte der Vertrieb der betroffenen Konkurrenzprodukte in den Vereinigten Staaten untersagt werden. Zunächst dürfte es allerdings einige Zeit dauern, bis die Behörde die Vorwürfe von Oura geprüft hat. Oura geht seit Jahren gegen andere Smart-Ring-Anbieter vor, weil man sich früh bestimmte Design-Patente gesichert hat.

Unter anderem hatte man die Konkurrenten Ringconn, Circular und Ultrahuman vor Gericht gezerrt und dabei auch teilweise Erfolg. Ringconn und Circular sollen mittlerweile der Zahlung von Patentgebühren zugestimmt haben. Im Fall von Ultrahuman geht die Auseinandersetzung aber weiter, denn das Unternehmen hat Widerspruch gegen die aufgrund der Beschwerde von Oura verhängte Unterlassungsanordnung der ITC eingelegt, welche zuletzt den Vertrieb der Produkte von Ultrahuman in den USA untersagte.
Zusammenfassung
  • Oura verklagt größere Anbieter von Fitness-Ringen wegen Design-Klau
  • Beschwerde bei der US-Handelsbehörde gegen Samsung, Amazfit und weitere
  • Vorwürfe betreffen Formfaktor sowie interne und externe Komponenten
  • Mögliche Folge: Vertriebsverbot für Konkurrenzprodukte in den USA
  • Oura geht bereits seit Jahren gegen andere Smart-Ring-Hersteller vor
  • Teilweise Erfolge: Ringconn und Circular zahlen bereits Patentgebühren

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