Keine Zerschlagung: Meta verbucht bedeutenden Sieg vor Gericht
Der Facebook-Mutterkonzern Meta hat vor Gericht einen bedeutenden Sieg eingefahren. Im Rechtsstreit um die Marktmacht des Unternehmens entschied ein Bundesrichter nun, dass kein Monopol vorliege, das zerschlagen werden müsste.
Wäre die Klage erfolgreich gewesen, hätte Meta womöglich Teile seines Unternehmensimperiums abspalten müssen. Ein Verkauf von Instagram, das Schätzungen zufolge rund die Hälfte des Konzernumsatzes einbringt, oder der global dominanten Messenger-App WhatsApp hätte Meta empfindlich geschwächt, berichtete der Guardian.
Der zuständige Richter James Boasberg sah die Sachlage jedoch anders. In seiner Entscheidung betonte er, der Markt habe sich seit Einreichung der Klage vor fünf Jahren grundlegend verändert. Vor allem TikTok habe das Wettbewerbsumfeld neu geordnet und zeige deutlich, dass Meta heute nicht mehr konkurrenzlos agiere. Zudem kritisierte Boasberg die FTC dafür, weitere relevante Plattformen wie YouTube kaum berücksichtigt zu haben. Schon die Existenz von TikTok reiche aus, um den Vorwurf eines Monopols zu entkräften, erklärte er.
Das Urteil steht in starkem Kontrast zu jüngsten Entscheidungen gegen andere Tech-Riesen. Sowohl im Bereich der Internetsuche als auch der digitalen Werbung wurden Google-Dienste jüngst als illegale Monopole eingestuft. Auch Amazon und Apple sehen sich aktuell mit weitreichenden Klagen der US-Behörden konfrontiert.
Im Fall Meta konnte die FTC jedoch nicht belegen, dass der Konzern heute noch eine marktbeherrschende Stellung innehat. Ob Meta in der Vergangenheit monopolähnliche Macht besaß, sei unerheblich, schrieb Boasberg. Entscheidend sei die aktuelle Wettbewerbslage - und die spreche gegen die Vorwürfe der Regulierer.
Siehe auch:
WhatsApp und Instagram bleiben im Konzern
Die US-amerikanische Handelsaufsichtsbehörde FTC hatte Meta vorgeworfen, sich durch den Aufkauf potenzieller Rivalen wie Instagram und WhatsApp eine Vormachtstellung gesichert zu haben. Die Behörde sprach von einer "buy or bury"-Strategie, also dem Prinzip, junge Konkurrenten entweder zu übernehmen oder zu verdrängen.Wäre die Klage erfolgreich gewesen, hätte Meta womöglich Teile seines Unternehmensimperiums abspalten müssen. Ein Verkauf von Instagram, das Schätzungen zufolge rund die Hälfte des Konzernumsatzes einbringt, oder der global dominanten Messenger-App WhatsApp hätte Meta empfindlich geschwächt, berichtete der Guardian.
Der zuständige Richter James Boasberg sah die Sachlage jedoch anders. In seiner Entscheidung betonte er, der Markt habe sich seit Einreichung der Klage vor fünf Jahren grundlegend verändert. Vor allem TikTok habe das Wettbewerbsumfeld neu geordnet und zeige deutlich, dass Meta heute nicht mehr konkurrenzlos agiere. Zudem kritisierte Boasberg die FTC dafür, weitere relevante Plattformen wie YouTube kaum berücksichtigt zu haben. Schon die Existenz von TikTok reiche aus, um den Vorwurf eines Monopols zu entkräften, erklärte er.
Kein Monopol
Bei Meta dürfte die Erleichterung groß sein. Schon zu Beginn des Verfahrens hatte die Chefjustiziarin des Konzerns, Jennifer Newstead, die Klage als widersprüchlich bezeichnet - zumal die Regierung gleichzeitig versuche, die chinesische Kurzvideo-App TikTok stärker zu regulieren.Das Urteil steht in starkem Kontrast zu jüngsten Entscheidungen gegen andere Tech-Riesen. Sowohl im Bereich der Internetsuche als auch der digitalen Werbung wurden Google-Dienste jüngst als illegale Monopole eingestuft. Auch Amazon und Apple sehen sich aktuell mit weitreichenden Klagen der US-Behörden konfrontiert.
Im Fall Meta konnte die FTC jedoch nicht belegen, dass der Konzern heute noch eine marktbeherrschende Stellung innehat. Ob Meta in der Vergangenheit monopolähnliche Macht besaß, sei unerheblich, schrieb Boasberg. Entscheidend sei die aktuelle Wettbewerbslage - und die spreche gegen die Vorwürfe der Regulierer.
Zusammenfassung
- Meta erzielt wichtigen Gerichtssieg gegen drohende Zerschlagung
- Bundesrichter verneint Monopolstellung trotz Übernahmen wie Instagram
- FTC kritisierte "buy or bury"-Strategie gegenüber potenziellen Rivalen
- Richter Boasberg: TikTok und andere Player widerlegen Monopolvorwurf
- Urteil steht im Gegensatz zu kürzlichen Monopolentscheidungen gegen Google
- Entscheidend für das Urteil war die heutige Wettbewerbssituation im Markt
- Abspaltung von Instagram oder WhatsApp hätte Meta erheblich schwächen können
Siehe auch:
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