Anschnallen bitte: Boeing bildet Piloten im Microsoft Flight Simulator aus

Boeing nutzt den Microsoft Flight Simulator für die Pi­lo­ten­aus­bil­dung. Mit dem neuen Virtual Airplane Procedures Trainer (VAPT) können Cockpit-Verfahren auf Laptop oder iPad geübt werden. Doch wie realistisch ist das Training wirklich?
Logo, Flugzeug, flugsimulation, Flight Simulator 2020, Flight Simulator, Flugsimulator, Microsoft Flight Simulator, Microsoft Flight Simulator 2020, FlightSim, Microsoft Flight Simulator Update, Microsoft Flugsimulator Update, FS, MSFT FS, Airliner

Boeing setzt auf Gaming-Technologie

Boeing hat am 6. November auf dem European Aviation Training Summit in Portugal eine neue Trainingsplattform für Piloten vorgestellt. Der Virtual Airplane Procedures Trainer (VAPT) nutzt den Microsoft Flight Simulator und die Azure-Cloud-Infrastruktur der Redmonder, um Cockpit-Verfahren auf mobilen Geräten zu trainieren.

Das System ermöglicht es Piloten, auf einem Laptop oder iPad zu üben, ohne auf teure Simulatoren angewiesen zu sein. Chris Raymond, CEO von Boeing Global Services, sieht darin einen Wendepunkt: "Wir sind sehr begeistert über die Einführung des Virtual Airplane. Die neue Software wird erhebliche Auswirkungen darauf haben, wie und wann Piloten und Betreiber trainieren und wird ihnen die dringend benötigte Flexibilität bieten."

Microsoft Flight Simulator 2024: So sieht er auf der Playstation 5 aus

Logitech G Pro Flight Yoke Für nur 130 Euro bei Media Markt Zum Angebot

Zwei Hauptfunktionen des Systems

VAPT bietet eine hochauflösende 3D-Cockpit-Umgebung, die es Piloten ermöglicht, Checklisten und Cockpit-Abläufe ohne millionenschwere Hardware zu üben. Die cloudbasierte Lösung läuft auf verschiedenen Geräten und soll die Eingewöhnungszeit an physischen Simulatoren verkürzen.

Zusätzlich enthält die Plattform ein Authoring-Tool, mit dem Fluggesellschaften eigene Trainingslektionen erstellen und verteilen können. Das ermöglicht eine Anpassung an spezifische Anforderungen und Verfahren verschiedener Airlines.

Start mit Boeing 737 MAX

Die Plattform startet zunächst mit der Boeing 737 MAX. Weitere Flugzeugtypen wie die Boeing 737NG, 787 und 777X sollen folgen, sind bislang allerdings nicht verfügbar. Das System läuft derzeit auf PCs und iPad-Geräten.

Boeing verspricht sich von VAPT eine Verkürzung der Simulator-Sitzungen und damit verbundene Kosteneinsparungen. Piloten sollen sich besser vorbereiten können, bevor sie einen physischen Simulator betreten, was die Effizienz der Ausbildung steigern soll.

Jurassic World: Archipelago kommt als Erweiterung für MS Flight Sim

Mögliche Verbindung zu PMDG

Wahrscheinlich ist der bekannte Flight Simulator-Entwickler PMDG an dem Projekt beteiligt. Das Unternehmen hat die Veröffentlichung seiner Boeing 737 MAX für Microsoft Flight Simulator 2024 verschoben und als Grund ein Unternehmensprojekt mit Boeing genannt. Das könnte die Verzögerung bei der Hobby-Version erklären.

Die Nutzung von Microsofts Flight Simulator als professionelles Trainingstool zeigt, wie weit sich die Plattform seit ihren Anfängen in den 1980er-Jahren entwickelt hat. Was einst als Computerspiel begann, dient nun der Ausbildung echter Piloten.

Was denkt ihr über diese Entwicklung? Seht ihr weitere Möglichkeiten für Gaming-Technologien in der beruflichen Ausbildung? Teilt eure Meinungen in den Kommentaren!

Logitech G Pro Flight Yoke Für nur 130 Euro bei Media Markt Zum Angebot
Zusammenfassung
  • Boeing nutzt Microsoft Flight Simulator für neue Trainingsplattform VAPT
  • Piloten können Cockpit-Verfahren auf Laptops oder iPads trainieren
  • Cloudbasierte Lösung reduziert Abhängigkeit von teuren Simulatoren
  • System startet mit Boeing 737 MAX, weitere Flugzeugtypen sollen folgen
  • Airlines können mit Authoring-Tool eigene Trainingslektionen erstellen
  • Wahrscheinlich ist Flugsimulator-Entwickler PMDG am Projekt beteiligt
  • Aus Computerspiel wurde professionelles Trainingstool für echte Piloten

Siehe auch:
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!