App Store: Apple bringt neues Abo-Modell - aka Mindestvertragslaufzeit

Apple führt im App Store ein neues Abo-Modell ein, mit dem Entwickler künftig günstigere Tarife gegen eine längere Bindung anbieten können. Vielen Nutzern dürfte das Konzept als Mindestvertragslaufzeit geläufig sein.

    Bindung für 12 Monate

    Nutzer zahlen in dem neuen Modell weiterhin monatlich, verpflichten sich jedoch für eine Laufzeit von zwölf Monaten keine Kündigung auszusprechen. Für App-Anbieter bedeutet das planbarere Einnahmen, für Kunden sollen im Gegenzug Preisnachlässe möglich werden.

    Apple erklärte, dass sich das neue Modell an bereits verbreiteten Vermarktungsstrategien vieler Entwickler orientiert. Schon heute werben zahlreiche Apps mit besonders niedrigen Monatsbeträgen, wenn sich Nutzer statt für ein Monatsabo direkt für ein Jahresabo entscheiden. Die neue Lösung macht dieses Prinzip nun offiziell und integriert es direkt in die Strukturen des App Stores. Apple: Abo mit MindestvertragslaufzeitNeues Abo-Modell im App Store Apple schafft damit zugleich klare Regeln für die Darstellung solcher Angebote. Nach Angaben des Konzerns sollen Kunden transparenter erkennen können, welche Gesamtkosten entstehen und unter welchen Bedingungen das Abonnement läuft. Damit will Apple offenbar verhindern, dass niedrige Monatsraten den tatsächlichen Preis verschleiern.


    Zum Start wird das Angebot allerdings nicht überall verfügbar sein. Entwickler in den USA und Singapur sind zunächst ausgeschlossen. Einen konkreten Grund nannte Apple nicht. In den Vereinigten Staaten dürfte dies jedoch mit laufenden juristischen Auseinandersetzungen rund um den App Store und Zahlungsmodelle zusammenhängen. Auch Singapur gilt als Markt mit strengen Verbraucher- und Zahlungsregeln.

    Mehr Informationen für Nutzer

    Für Nutzer soll es vor Abschluss eines Abos mit Mindestvertragslaufzeit zusätzliche Informationen geben. Angezeigt werden unter anderem die Zahlungsweise, die Laufzeit sowie die Bedingungen für eine Kündigung. Zwar kann das Abo jederzeit beendet werden, die monatlichen Zahlungen laufen jedoch bis zum Ende der vereinbarten zwölf Monate weiter. Wer also früh kündigt, stoppt vor allem die automatische Verlängerung, nicht aber die verbleibenden Raten.

    Apple verspricht außerdem mehr Übersicht im Kundenkonto. Dort sollen Nutzer sehen können, wie viele Zahlungen bereits erfolgt sind und wie viele noch ausstehen. Zusätzlich will das Unternehmen vor Verlängerungen per E-Mail und auf Wunsch auch per Push-Nachricht erinnern. Verbraucherschützer dürften dennoch genau hinsehen. Denn obwohl die günstigeren Preise attraktiv wirken, könnten Kunden unbeabsichtigt in neue Jahreszeiträume rutschen, wenn sie die automatische Verlängerung nicht rechtzeitig deaktivieren.

    Zusammenfassung
    • Apple führt ein neues Abo-Modell mit längerer Mindestlaufzeit ein
    • Nutzer zahlen monatlich, verpflichten sich aber zu zwölf Monaten
    • Entwickler erhalten planbare Einnahmen, Kunden profitieren von Rabatten
    • Apple schafft transparente Regeln für die Anzeige von Gesamtkosten
    • Zum Start sind Entwickler in den USA und Singapur ausgeschlossen
    • Nutzer erhalten Infos zu Zahlungsweise, Laufzeit und Kündigungsbedingungen
    • Verbraucherschützer warnen vor unbeabsichtigten Jahresverlängerungen

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