"Mico" statt Clippy - User sollen Beziehung zu Microsoft Copilot aufbauen

Microsoft setzt seine Tradition der mehr oder weniger nützlichen As­sistenten nach Office-Helfer Clippy und dem grandiosen Scheitern von Cortana mit "Mico" fort. Die leuchtende Blase soll den Umgang mit dem Sprachmodus des KI-Diensts Copilot erleichtern.
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Microsoft bringt Clippys KI-Enkel 'Mico'

In seinem Bestreben, immer wieder neue Features an den Bedürfnissen der Nutzer vorbei zu entwickeln und in der KI-Blase irgendwelche mehr oder weniger nützlichen Anwendungsgebiete für seinen Assistenten Copilot zu finden, hat Microsoft jetzt "Mico" vorgestellt. Der Charakter soll in Form einer leuchtenden Blase sozusagen Copilot ein Gesicht geben und die Interaktion angenehmer machen.

Micro wurde bereits seit einigen Monaten ohne den jetzt vorgestellten Namen getestet und soll jetzt bei Aktivierung des neuen Sprachmodus' von Copilot standardmäßig aktiviert werden. Die Hüpfblase reagiert mit verschiedenen Gesichtsausdrücken auf Eingaben des Nutzers, kann aber bei Bedarf auch abgeschaltet werden.


User sollen eine Beziehung zu Mico aufbauen

Beginnt der User mit "Mico" per Sprache zu interagieren, reagiert der Charakter mit Gesichtsausdrücken und anderen Aktionen. Auf diese Weise soll die "Technologie in den Hintergrund treten, während man mit dem niedlichen 'Orb' spricht und eine Verbindung dazu aufbaut", argumentiert Microsoft im Gespräch mit dem US-Magazin The Verge. Mico: KI-Persönlichkeit für Microsoft CopliotMico als 'Lehrer' Mico wird anfangs nur in den USA, Großbritannien und Kanada verfügbar sein. Um den Assistenten besser zu personifizieren, soll die virtuelle Figur auch auf eine neue "Gedächtnis"-Funktion in Copilot zurückgreifen, um so bestimmte Dinge später hervorzuholen, die das System über den Nutzer und die zu erledigenden Aufgaben "gelernt" hat.

Mit Mico wird auch ein "Live-Lernen-Modus eingeführt, mit die Figur zu einer Art Lehrmeister wird, der dem Nutzer bestimmte Themen näherbringen soll, statt einfach nur bestimmte Anfragen zu beantworten. Natürlich hat man damit Schüler und Studenten im Visier, die sich mit Unterstützung durch Mico auf Prüfungen oder den Unterricht vorbereiten sollen.

Microsoft hatte schon vor einigen Monaten klargemacht, dass man Copilot eine Art Identität geben wolle, um den KI-basierten Assistenten zu einem zentralen Bestandteil des Lebens der Nutzer zu machen. Dabei soll diese "Präsenz" sogar "in einem Zimmer leben" und "altern", hatte Microsofts KI-Chef Mustafa Suleyman damals verkündet. Letztlich ist das Ganze Teil einer Vision von Microsoft, laut der man die Nutzer dazu bringen will, mit ihrem Computer zu sprechen, um ihn dann bestimmte Aufgaben per KI automatisiert erledigen zu lassen.

Wann Mico auch in Deutschland starten soll, ist derzeit noch unklar.

Zusammenfassung
  • Microsoft stellt mit Mico eine leuchtende Blase als Gesicht für Copilot vor
  • Die hüpfende Blase reagiert mit Gesichtsausdrücken auf Nutzereingaben
  • Der Sprachmodus mit Mico wird zunächst in USA, UK und Kanada verfügbar
  • Mit neuer Gedächtnisfunktion soll der KI-Assistent personalisierter werden
  • Der Live-Lernen-Modus macht Mico zum Lehrmeister für Schüler und Studenten
  • Microsoft möchte Copilot durch Mico zu zentralem Bestandteil des Alltags machen
  • Wann der neue KI-Assistent in Deutschland startet, ist noch nicht bekannt

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