Wettlauf zum Mond: NASA plant historische Kehrtwende ohne SpaceX

SpaceX sollte die USA zurück zum Mond bringen, doch jetzt sucht die NASA verzweifelt nach Alternativen. Der Grund: Starship kommt nicht voran und China holt auf. Blue Origin und Lockheed Martin buhlen um die historische Artemis-3-Mission.
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Starship-Verzögerungen gefährden Mondmission

Die NASA öffnet den prestigeträchtigen Vertrag für die Artemis-3-Mission zum Mond für weitere Anbieter, nachdem SpaceX mit der Starship-Entwicklung hinter dem Zeitplan zurückgeblieben ist. Die Mission ist derzeit für 2027 geplant und soll die erste bemannte Mondlandung seit Apollo 17 im Jahr 1972 werden.

Sean Duffy, der geschäftsführende NASA-Administrator und US-Verkehrsminister, erklärte am Montag in TV-Auftritten, dass die USA im Wettlauf gegen China stehen und daher nicht auf ein einzelnes Unternehmen warten könnten. China verfolgt das Ziel, bis 2030 Astronauten zum Mond zu senden.


Blue Origin als möglicher Konkurrent

Jeff Bezos' Raumfahrtunternehmen Blue Origin, das bereits einen 3,4-Milliarden-Dollar-Vertrag (etwa 2,91 Milliarden Euro) für spätere Artemis-Missionen besitzt, entwickelt derzeit seinen Blue Moon-Lander in Florida. Duffys Äußerungen deuten darauf hin, dass Blue Origin für Artemis 3 in Betracht gezogen werden könnte.

Auch Lockheed Martin hat angekündigt, ein Industrieteam zusammenzustellen, um auf NASAs Ausschreibung zu reagieren. Das Unternehmen arbeitet an einem noch nicht näher bekannten Design, das bestehende Technologien kombiniert, um die Entwicklungszeit zu verkürzen.

Technische Herausforderungen bei SpaceX

SpaceX erhielt 2021 einen Vertrag im Wert von inzwischen 4,4 Milliarden Dollar (etwa 3,77 Milliarden Euro), doch Berater der Raumfahrtbehörde schätzen, dass sich die Mondlandung um Jahre verzögern könnte. Ein Grund dafür ist, dass Elon Musk das Starship auch für andere Projekte wie Starlink-Satelliten und Mars-Missionen nutzen will.

NASAs Aerospace Safety Advisory Panel (ASAP) warnte bereits im September vor möglichen Verzögerungen beim Starship-Zeitplan. Besonders kritisch sei die noch nicht erprobte Treibstoffübertragung im Orbit, die für die komplexe Mondmission erforderlich ist.

Politischer Druck und Zeitrahmen

Duffy betonte, dass US-Präsident Donald Trump die Mondlandung noch vor Ende seiner Amtszeit im Januar 2029 sehen möchte. Musk reagierte auf X hingegen gelassen: "SpaceX bewegt sich wie ein Blitz im Vergleich zum Rest der Raumfahrtindustrie. Außerdem wird Starship am Ende die gesamte Mondmission durchführen. Merkt euch meine Worte".

Die NASA hat SpaceX und Blue Origin bis zum 29. Oktober Zeit gegeben, beschleunigte Entwicklungspläne vorzulegen. Zusätzlich plant die Behörde eine breitere Anfrage an die gesamte kommerzielle Raumfahrtindustrie, um weitere potenzielle Partner zu identifizieren.

Was haltet ihr von NASAs Entscheidung, den SpaceX-Vertrag für Konkurrenten zu öffnen? Glaubt ihr, dass dadurch die Mondlandung beschleunigt oder verkompliziert wird?

Zusammenfassung
  • NASA öffnet Artemis-3-Vertrag für weitere Anbieter neben SpaceX
  • Blue Origin und Lockheed Martin als mögliche Alternativpartner
  • USA im Wettlauf mit China für bemannte Mondmission bis 2030
  • Trump will Mondlandung vor Amtszeitende 2029 sehen
  • Vorschläge für beschleunigte Entwicklung bis 29. Oktober erwartet

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