Riesiges Radioteleskop: NASA vernetzt Satelliten für neues Warnsystem

Einzeln kaum größer als ein Toaster: Sechs Satelliten werden zum größten Radioteleskop im All. Die SunRISE-Mission der NASA startet 2026, könnte Weltraummissionen revolutionieren und über Leben und Tod von Mars-Astronauten entscheiden.
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Sechs Satelliten bilden Weltraumteleskop

Die NASA bereitet den Start ihrer SunRISE-Mission (Sun Radio Interferometer Space Experiment) für den Sommer 2026 vor. Eine Vulcan Centaur-Rakete der United Launch Alliance soll die sechs toastergroßen Satelliten ins All befördern. Das Space Systems Command der US-Weltraumstreitkräfte unterstützt das Vorhaben.

Die Kleinstsatelliten werden im Orbit als virtuelles Radioteleskop mit einem Durchmesser von etwa zehn Kilometern zusammenarbeiten. Die Formation ermöglicht Beobachtungen, die mit einzelnen Instrumenten nicht möglich wären.

Erforschung solarer Radioausbrüche

SunRISE konzentriert sich auf die Untersuchung solarer Radioausbrüche und die Kartierung des Sonnenmagnetfelds von der äußeren Korona bis in den interplanetaren Raum. Diese Radioausbrüche entstehen, wenn magnetische Energie Teilchen auf extreme Geschwindigkeiten beschleunigt. NASA SunRISE Mission 2026Die sechs Satelliten, aus denen sich die SunRISE-Mission der NASA zusammensetzt Die energiereichen Teilchen breiten sich im Sonnensystem aus und stellen eine Gefahr für Raumfahrzeuge und Astronauten dar, die sich außerhalb des schützenden Erdmagnetfelds befinden. Besonders bei längeren Missionen zum Mond oder Mars wird dieser Schutz vor Strahlung kritisch.

Solare Radioausbrüche treffen typischerweise vor der schädlichen Teilchenstrahlung auf der Erde ein. SunRISE kann die Position dieser Ausbrüche lokalisieren und die Ausbreitungsrichtung der energiereichen Teilchen visualisieren. Die Informationen könnten Weltraumwetter-Prognostikern helfen, Strahlungsereignisse präziser vorherzusagen.

Interferometrie ermöglicht präzise Messungen

Das Missionsteam nutzt die Interferometrie-Technik, um aus den Daten der sechs Satelliten ein kohärentes Bild zu erstellen. Dabei werden präzise Zeit- und Positionsinformationen verwendet, um die einzelnen Messungen zu einem virtuellen Radioteleskop zu kombinieren.

Die Mission beobachtet Radiowellen, die von der Ionosphäre in den oberen Atmosphärenschichten absorbiert werden. Bodengestützte Radioteleskope können diese Frequenzen nicht erfassen, weshalb der Weltraumeinsatz notwendig ist. Die Satelliten übertragen ihre Daten über das Deep Space Network der NASA zur Erde.


Ergänzung bestehender Sonnenmissionen

SunRISE ergänzt andere heliophysikalische Missionen wie das Solar Terrestrial Relations Observatory, die Parker Solar Probe und die Solar Orbiter-Sonde. Während diese Missionen verschiedene Aspekte der Sonnenaktivität untersuchen, fokussiert sich SunRISE speziell auf Radiobeobachtungen.

Die wissenschaftliche Leitung liegt bei der University of Michigan, die auch das Operationszentrum betreibt. Das Jet Propulsion Laboratory der NASA verwaltet das Projekt, während das Space Dynamics Laboratory der Utah State University die Satelliten entwickelt hat. Die Kosten der Mission wurden nicht bekannt gegeben.

Wie bewertet ihr die Bedeutung verbesserter Weltraumwetter-Vorhersagen für zukünftige Raumfahrtmissionen? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren mit uns!

Zusammenfassung
  • NASA plant Start der SunRISE-Mission mit sechs Kleinstsatelliten für 2026
  • Satelliten bilden im Orbit ein virtuelles Radioteleskop von zehn Kilometern
  • Mission untersucht solare Radioausbrüche und kartiert das Sonnenmagnetfeld
  • Früherkennung gefährlicher Teilchenstrahlung für Astronautenschutz möglich
  • Satelliten erfassen Radiowellen, die von der Erdatmosphäre blockiert werden
  • Daten sollen präzisere Weltraumwetter-Prognosen für Raumfahrtmissionen liefern
  • Wissenschaftliche Leitung liegt bei der University of Michigan

Siehe auch:


Bresser National Geographic
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