Firefox-Nutzer frustriert:
Neue KI-Funktion soll Akkus leersaugen
Knapp drei Wochen nach der Veröffentlichung von Firefox 141 sieht sich Mozilla mit massiver Kritik konfrontiert. Das Update brachte neue KI-Funktionen mit, die nach Angaben von Nutzern die CPU-Last hochtreiben und die Akku-Laufzeit deutlich verkürzen.
Einige Anwender identifizierten im Task-Manager den Prozess "Inference" als Hauptverursacher. Dieser ist für die lokalen Berechnungen der KI verantwortlich, die Seiteninhalte analysieren und in Vektoren umwandeln, um verwandte Tabs zu erkennen.
Ein Nutzer formulierte seinen Ärger besonders deutlich: Er wolle keinen "aufgeblähten Browser", der mit experimenteller KI die Hardware auslaste und die Batterielaufzeit verschlechtere. Ein anderer berichtete, dass das manuelle Beenden des "Inference"-Prozesses sofort zu einem Absturz von Firefox führte.
Mozilla hat inzwischen Stellung bezogen - und die Ursache für die Probleme präzisiert. Laut des Unternehmens war nicht das Tab-Gruppierungs-Feature schuld, sondern ein fehlerhafter Rollout einer anderen Funktion: der verbesserten Adressleisten-Suche. Diese soll es erleichtern, besuchte Webseiten wiederzufinden, ohne sich an exakte URLs erinnern zu müssen. Auch hier läuft die Verarbeitung mit einer lokalen KI, doch ein Bug führte zu unerwartet hoher Systemlast. Nach Angaben Mozillas wurde die Einführung dieser Funktion zurückgenommen, sodass die Leistungseinbrüche nun behoben sein sollten. Ein dauerhafter Fix sei bereits in Arbeit.
Download Mozilla Firefox - Open Source-Webbrowser Download Waterfox - Private Firefox-Alternative Siehe auch:
- Firefox 141 sorgt mit neuen KI-Funktionen für massive Nutzerkritik
- KI-gestütztes Tab-Management führt zu erhöhter CPU-Last und Akkuverbrauch
- Prozess 'Inference' wurde als Hauptverursacher der Leistungsprobleme erkannt
- Mozilla verarbeitet KI-Daten lokal statt in der Cloud wie Konkurrenten
- Fehlerhafte Adressleisten-Suche ist laut Mozilla die eigentliche Ursache
- Rollout der Adressleisten-Suche wurde zurückgenommen und ein Fix erarbeitet
- Nutzer kritisieren den 'aufgeblähten Browser' mit experimenteller KI
Tab-Feature im Fokus
Zu den neuen Features gehört etwa ein KI-gestütztes Tab-Management, das geöffnete Seiten automatisch gruppiert und passende Namen vorschlägt. Doch anstatt Begeisterung zu wecken, löst die Neuerung bei vielen Nutzern Frust aus. Auf der Plattform Reddit häuften sich Beschwerden über massiv ansteigende CPU-Auslastung und verkürzte Akkulaufzeiten.Einige Anwender identifizierten im Task-Manager den Prozess "Inference" als Hauptverursacher. Dieser ist für die lokalen Berechnungen der KI verantwortlich, die Seiteninhalte analysieren und in Vektoren umwandeln, um verwandte Tabs zu erkennen.
Ein Nutzer formulierte seinen Ärger besonders deutlich: Er wolle keinen "aufgeblähten Browser", der mit experimenteller KI die Hardware auslaste und die Batterielaufzeit verschlechtere. Ein anderer berichtete, dass das manuelle Beenden des "Inference"-Prozesses sofort zu einem Absturz von Firefox führte.
Mozilla reagiert
Während Konkurrenten wie Microsoft mit "Copilot" auf Cloud-gestützte Lösungen setzen, verarbeitet Firefox die Daten lokal. Für datenschutzorientierte Nutzer gilt das als Vorteil, doch die technischen Hürden bleiben. Einige Kommentatoren spekulierten, dass die Wahl des ONNX-Formats für die Berechnungen weniger effizient sei als alternative Ansätze.Mozilla hat inzwischen Stellung bezogen - und die Ursache für die Probleme präzisiert. Laut des Unternehmens war nicht das Tab-Gruppierungs-Feature schuld, sondern ein fehlerhafter Rollout einer anderen Funktion: der verbesserten Adressleisten-Suche. Diese soll es erleichtern, besuchte Webseiten wiederzufinden, ohne sich an exakte URLs erinnern zu müssen. Auch hier läuft die Verarbeitung mit einer lokalen KI, doch ein Bug führte zu unerwartet hoher Systemlast. Nach Angaben Mozillas wurde die Einführung dieser Funktion zurückgenommen, sodass die Leistungseinbrüche nun behoben sein sollten. Ein dauerhafter Fix sei bereits in Arbeit.
Download Mozilla Firefox - Open Source-Webbrowser Download Waterfox - Private Firefox-Alternative Siehe auch:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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