Firefox: Mozilla killt nach 'Pocket' noch 2 weitere Dienste des Browsers
Mozilla stellt weitere Firefox-Dienste ein: Nach dem angekündigten Aus für Pocket trifft es nun auch den KI-Assistenten Orbit und den Deep-Fake-Detector. Bei beiden Funktionen geht schon in wenigen Wochen für immer das Licht aus.
Denn mit dem KI-gestützten Browser-Assistenten Orbit sowie der Erweiterung Deep-Fake-Detector segnen schon bald zwei weitere Firefox-Dienste das Zeitliche. Wie es auf den jeweiligen Webseiten heißt, werden die Add-Ons zum 26. Juni 2025 ebenfalls eingestellt. Beide betroffenen Dienste waren experimentelle Projekte, die Mozilla in den vergangenen Jahren entwickelt hatte, um neue Technologien zu erproben.
Der Dienst startete 2023 als Beta-Version und war kostenlos verfügbar. Nutzer konnten Orbit über das Firefox-Add-on-Menü aktivieren und erhielten dann eine Seitenleiste mit KI-Funktionen. Besonders geschätzt wurde die Möglichkeit, lange Artikel schnell zusammenfassen zu lassen oder komplexe Inhalte in einfacherer Sprache erklären zu lassen. Infografik Browsermarkt: Der steile Aufstieg von Google Chrome
Die private Lösung wird nun durch eine neue Sidebar direkt in Firefox ersetzt, die Verbindungen zu externen Diensten wie ChatGPT und Gemini ermöglicht. Für Orbit-Nutzer bedeutet das einen spürbaren Verlust der Privatsphäre, da ihre Anfragen künftig an Drittanbieter weitergeleitet werden.
Die Technologie basierte auf Fakespots ApolloDFT-Engine und funktionierte mit Texten auf beliebigen Webseiten. Die Nutzung war denkbar einfach: Nutzer markierten einen Text und wählten entweder per Rechtsklick "Scan for Deepfakes" oder aktivierten das Add-on-Symbol in der Firefox-Toolbar. Das Tool analysierte dann den Text und gab eine Einschätzung ab, ob er menschlichen oder maschinellen Ursprungs war.
Allerdings war die Genauigkeit des Tools umstritten. Verschiedene Tests zeigten, dass die Erkennung nicht immer zuverlässig funktionierte, insbesondere bei kürzeren Texten oder wenn KI-generierte Inhalte nachträglich bearbeitet wurden.
Einige Experten sehen in der Einstellung der Dienste jedoch auch finanzielle Gründe. Mozilla ist stark von Google-Zahlungen für die Standard-Suchmaschine abhängig und steht unter Druck, Kosten zu reduzieren. Die experimentellen Dienste verbrauchten Ressourcen, ohne nennenswerte Einnahmen zu generieren.
Was haltet ihr von Mozillas Entscheidung, diese experimentellen Dienste einzustellen? Habt ihr Orbit oder den Deep-Fake-Detector genutzt? Teilt eure Erfahrungen gerne in den Kommentaren!
Download Mozilla Firefox - Open Source-Webbrowser
Siehe auch:
Zwei weitere Firefox-Funktionen werden begraben
Mozilla arbeitet stetig am Funktionsumfang seines Firefox-Browsers. Zuletzt brachte man etwa Progressive Web-Apps zurück und verlängerte noch einmal den Support für Windows 7 und 8. Im Gegensatz dazu werden auch immer wieder Funktionen entfernt. So teilte man erst vor wenigen Tagen mit, dass der beliebte, im Browser integrierte Lesezeichen-Dienst Pocket abgeschaltet wird. Nun folgen für einige Firefox-Nutzer weitere schlechte Nachrichten.Denn mit dem KI-gestützten Browser-Assistenten Orbit sowie der Erweiterung Deep-Fake-Detector segnen schon bald zwei weitere Firefox-Dienste das Zeitliche. Wie es auf den jeweiligen Webseiten heißt, werden die Add-Ons zum 26. Juni 2025 ebenfalls eingestellt. Beide betroffenen Dienste waren experimentelle Projekte, die Mozilla in den vergangenen Jahren entwickelt hatte, um neue Technologien zu erproben.
Orbit: Mozillas Privacy-First-KI-Experiment
Orbit war Mozillas Antwort auf den KI-Boom und sollte zeigen, dass künstliche Intelligenz auch datenschutzfreundlich funktionieren kann. Die Firefox-Erweiterung konnte Artikel zusammenfassen und Fragen zum Inhalt von Webseiten beantworten, ohne dabei Nutzerdaten an Dritte weiterzugeben. Laut Mozilla wurden alle Anfragen mittels Mistral LLM innerhalb der eigenen Infrastruktur verarbeitet.Der Dienst startete 2023 als Beta-Version und war kostenlos verfügbar. Nutzer konnten Orbit über das Firefox-Add-on-Menü aktivieren und erhielten dann eine Seitenleiste mit KI-Funktionen. Besonders geschätzt wurde die Möglichkeit, lange Artikel schnell zusammenfassen zu lassen oder komplexe Inhalte in einfacherer Sprache erklären zu lassen. Infografik Browsermarkt: Der steile Aufstieg von Google Chrome
Die private Lösung wird nun durch eine neue Sidebar direkt in Firefox ersetzt, die Verbindungen zu externen Diensten wie ChatGPT und Gemini ermöglicht. Für Orbit-Nutzer bedeutet das einen spürbaren Verlust der Privatsphäre, da ihre Anfragen künftig an Drittanbieter weitergeleitet werden.
Deep-Fake-Detector: KI gegen KI
Der Deep-Fake-Detector war ein weiteres experimentelles Tool, das Mozilla 2024 als kostenlose Beta-Erweiterung für Firefox veröffentlichte. Die Erweiterung konnte erkennen, ob Texte von Menschen oder künstlicher Intelligenz erstellt wurden - ein zunehmend wichtiges Thema in Zeiten von ChatGPT und anderen Textgeneratoren.Die Technologie basierte auf Fakespots ApolloDFT-Engine und funktionierte mit Texten auf beliebigen Webseiten. Die Nutzung war denkbar einfach: Nutzer markierten einen Text und wählten entweder per Rechtsklick "Scan for Deepfakes" oder aktivierten das Add-on-Symbol in der Firefox-Toolbar. Das Tool analysierte dann den Text und gab eine Einschätzung ab, ob er menschlichen oder maschinellen Ursprungs war.
Allerdings war die Genauigkeit des Tools umstritten. Verschiedene Tests zeigten, dass die Erkennung nicht immer zuverlässig funktionierte, insbesondere bei kürzeren Texten oder wenn KI-generierte Inhalte nachträglich bearbeitet wurden.
Strategische Neuausrichtung bei Mozilla
Die Einstellungen von Orbit und Deepfake Detector sind Teil einer strategischen Neuausrichtung, bei der sich Mozilla verstärkt auf die Kernfunktionen des Firefox-Browsers konzentrieren möchte.Einige Experten sehen in der Einstellung der Dienste jedoch auch finanzielle Gründe. Mozilla ist stark von Google-Zahlungen für die Standard-Suchmaschine abhängig und steht unter Druck, Kosten zu reduzieren. Die experimentellen Dienste verbrauchten Ressourcen, ohne nennenswerte Einnahmen zu generieren.
Was haltet ihr von Mozillas Entscheidung, diese experimentellen Dienste einzustellen? Habt ihr Orbit oder den Deep-Fake-Detector genutzt? Teilt eure Erfahrungen gerne in den Kommentaren!
Download Mozilla Firefox - Open Source-Webbrowser
Zusammenfassung
- Mozilla stellt Firefox-Dienste Orbit und Deep-Fake-Detector zum 26. Juni 2025 ein
- KI-Assistent Orbit fasste Artikel zusammen und beantwortete Fragen
- Orbit wird durch Sidebar mit Verbindungen zu externen Diensten wie ChatGPT ersetzt
- Der Deepfake Detector konnte KI-generierte von menschlichen Texten unterscheiden
- Die Genauigkeit des Deepfake Detectors war besonders bei kurzen Texten umstritten
- Die Einstellungen als Teil strategischer Fokussierung auf Firefox-Kernfunktionen
- Auch finanzielle Gründe werden als mögliche Ursache für die Einstellungen vermutet
Siehe auch:
- Sofort updaten: Firefox 139.0.1 rettet Nvidia-Nutzer vor Grafikchaos
- Pwn2Own Premiere in Berlin: Windows 11 und Firefox geknackt
- Mozilla-CFO: Durch Google-Prozess droht auch das Aus von Firefox
- Update-Pflicht für Firefox-User, sonst werden Add-ons unbrauchbar
- Firefox schielt auf Nutzerdaten, rudert mit Nutzungsbedingungen zurück
Thema:
Beliebte Firefox-Downloads
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