Tausende Arbeitsstunden: Astronomin zeigt neues Bild der Milchstraße
Eine Radioastronomin zeigt die Milchstraße jetzt in einem Bild, wie es so nie zuvor zu sehen war: In einer aufwendigen Arbeit hat sie die größte Darstellung unserer Galaxie zusammengefügt, wie sie sich im niedrigen Radiospektrum präsentiert.
Die Erstellung des Bildes war ein aufwendiges Projekt: Die Doktorandin Silvia Mantovanini von der Curtin University arbeitete rund 18 Monate daran und nutzte etwa eine Million CPU-Stunden auf den Supercomputern des Pawsey Supercomputing Research Centre. Grundlage waren Daten aus zwei großangelegten Beobachtungsreihen, den sogenannten GLEAM- und GLEAM-X-Surveys. Diese Messungen wurden zwischen 2013 und 2020 mit dem Murchison Widefield Array (MWA) durchgeführt, einem Teleskop aus 4096 spinnenartig angeordneten Antennen auf dem Gebiet der Wajarri Yamaji im Westen Australiens.
Das neue Bild übertrifft eine frühere GLEAM-Darstellung der Milchstraße deutlich: Es bietet doppelt so hohe Auflösung, ist zehnmal empfindlicher und umfasst ein doppelt so großes Himmelsgebiet. Dadurch lassen sich Strukturen und Prozesse in der Milchstraße wesentlich genauer untersuchen. Mantovanini konzentriert ihre Forschung insbesondere auf Supernova-Überreste - die sich ausbreitenden Gaswolken, die nach der Explosion eines Sterns zurückbleiben. Obwohl bereits Hunderte solcher Überreste bekannt sind, vermuten Fachleute, dass noch viele weitere unentdeckt sind.
Associate Professor Natasha Hurley-Walker, leitende Forscherin des GLEAM-X-Projekts, betont die Bedeutung der Aufnahme: Erstmals liegt ein vollständiges niederfrequentes Radiobild der südlichen galaktischen Ebene vor. Künftige Teleskope wie das kommende SKA-Low in Westaustralien könnten diese Darstellung noch übertreffen. Doch bis dahin gilt sie als Meilenstein in der Erforschung der Milchstraße.
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Unsichtbares sichtbar gemacht
Die Mitarbeiterin des International Centre of Radio Astronomy Research (ICRAR) hat die bislang größte farbige Radiodarstellung der Milchstraße im niedrigen Frequenzbereich veröffentlicht. Das eindrucksvolle Bild zeigt die Galaxie aus Sicht der südlichen Hemisphäre und deckt ein breites Spektrum von Radiowellenlängen ab. Man erhält damit neue Einblicke in die Entstehung, Entwicklung und das Ende von Sternen innerhalb unserer Heimatgalaxie.Die Erstellung des Bildes war ein aufwendiges Projekt: Die Doktorandin Silvia Mantovanini von der Curtin University arbeitete rund 18 Monate daran und nutzte etwa eine Million CPU-Stunden auf den Supercomputern des Pawsey Supercomputing Research Centre. Grundlage waren Daten aus zwei großangelegten Beobachtungsreihen, den sogenannten GLEAM- und GLEAM-X-Surveys. Diese Messungen wurden zwischen 2013 und 2020 mit dem Murchison Widefield Array (MWA) durchgeführt, einem Teleskop aus 4096 spinnenartig angeordneten Antennen auf dem Gebiet der Wajarri Yamaji im Westen Australiens.
Ein neues Bild der Milchstraße - und wie es entstanden ist
Das neue Bild übertrifft eine frühere GLEAM-Darstellung der Milchstraße deutlich: Es bietet doppelt so hohe Auflösung, ist zehnmal empfindlicher und umfasst ein doppelt so großes Himmelsgebiet. Dadurch lassen sich Strukturen und Prozesse in der Milchstraße wesentlich genauer untersuchen. Mantovanini konzentriert ihre Forschung insbesondere auf Supernova-Überreste - die sich ausbreitenden Gaswolken, die nach der Explosion eines Sterns zurückbleiben. Obwohl bereits Hunderte solcher Überreste bekannt sind, vermuten Fachleute, dass noch viele weitere unentdeckt sind.
Ein vollständiges Bild
In der Aufnahme lassen sich verschiedene Prozesse der Sternentwicklung klar unterscheiden: Große rote Kreise markieren die Relikte explodierter Sterne, während kleinere blaue Regionen Geburtsstätten neuer Sterne darstellen. Auch die Eigenschaften von Pulsaren, schnell rotierenden Neutronensternen, die Radiowellen aussenden, sollen mithilfe der neuen Daten besser verstanden werden.Associate Professor Natasha Hurley-Walker, leitende Forscherin des GLEAM-X-Projekts, betont die Bedeutung der Aufnahme: Erstmals liegt ein vollständiges niederfrequentes Radiobild der südlichen galaktischen Ebene vor. Künftige Teleskope wie das kommende SKA-Low in Westaustralien könnten diese Darstellung noch übertreffen. Doch bis dahin gilt sie als Meilenstein in der Erforschung der Milchstraße.
Zusammenfassung
- Radioastronomin erstellt bisher größtes farbiges Bild der Milchstraße
- Doktorandin arbeitete 18 Monate mit Supercomputern an dem Projekt
- Bild zeigt Sternentwicklung mit roten Supernova-Überresten und blauen Sternentstehungsgebieten
- Neue Darstellung übertrifft Vorgänger mit doppelter Auflösung und zehnfacher Empfindlichkeit
- Daten aus GLEAM- und GLEAM-X-Messungen zwischen 2013 und 2020 gesammelt
- Forschung konzentriert sich besonders auf die Entdeckung unbekannter Supernova-Überreste
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