Nvidia-Milliarden reichen nicht:
Intel bettelt jetzt auch Apple an

Intel reicht die Milliarden-Investition Nvidias offenbar nicht und man ist auf der Suche nach weiteren finanzstarken Partnern. Trotz der Jahre zurückliegenden Trennung, könnte so auch Apple bald in den Chiphersteller einsteigen.
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Gespräche laufen

Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, wurden die Verhandlungen von Intel angestoßen, nachdem man Apple ein mögliches Investment vorgeschlagen hatte. Noch befinden sich die Gespräche in einem frühen Stadium, ein konkretes Abkommen ist daher keineswegs sicher.

Intel kämpft seit Jahren mit wachsendem Druck durch Konkurrenzunternehmen. Erst zu Beginn des Jahres kündigte der US-Konzern an, rund 15 Prozent seiner Belegschaft zu entlassen und geplante Fabrikprojekte in Europa zu streichen. Parallel dazu sicherte sich die US-Regierung im August knapp zehn Prozent der Intel-Anteile, um die Errichtung neuer Produktionsstätten im Bundesstaat Ohio zu beschleunigen.


In den vergangenen Monaten konnte Intel jedoch auch private Investoren gewinnen: So fließen fünf Milliarden Dollar von Nvidia in das Unternehmen, zwei Milliarden kamen vom japanischen Technologiekonzern SoftBank. Zudem soll Intel derzeit weitere mögliche Partner und Kapitalgeber ansprechen - Apple ist also nur ein besonders prominenter Gesprächspartner.

Die Beziehung zwischen beiden Konzernen ist wechselvoll. Bis 2020 nutzte Apple in seinen Mac-Computern Prozessoren von Intel, bevor man auf selbst entwickelte Chips umstellte, die heute exklusiv von der taiwanischen TSMC gefertigt werden. Eine Rückkehr zu Intel-Chips für iPhones, iPads oder Macs gilt als ausgeschlossen.

Details noch unklar

Auch im Bereich der 5G-Modemchips hatten Apple und Intel in der Vergangenheit zusammengearbeitet. Doch Intel gelang es nicht, Produkte zu liefern, die Apples Qualitätsansprüchen genügten. In der Folge stieg Intel ganz aus dem Modemgeschäft aus und verkaufte diese Sparte an Apple.

Unklar bleibt daher, wie eine künftige Zusammenarbeit aussehen könnte. Branchenexperten halten es jedoch für möglich, dass Intel künftig bestimmte Komponenten im Auftrag von Apple herstellen könnte - etwa um die Abhängigkeit von TSMC zu verringern. Angesichts geopolitischer Risiken rund um Taiwan könnte Apple in einer breiteren Lieferbasis einen strategischen Vorteil sehen.

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Zusammenfassung
  • Intel sucht nach Nvidias Investment weitere finanzstarke Partner
  • Verhandlungen mit Apple wurden von Intel selbst angestoßen
  • Intel kämpft seit Jahren mit wachsendem Druck durch Konkurrenten
  • US-Regierung sicherte sich im August 2025 knapp zehn Prozent der Anteile
  • Neben Nvidia und SoftBank könnten weitere Investoren hinzukommen
  • Apple nutzte bis 2020 Intel-Prozessoren in Mac-Computern
  • Mögliche Zusammenarbeit könnte Apples Abhängigkeit von TSMC reduzieren

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